Das unendliche Warten – Geduld war noch nie meine Stärke

Unser Chausson 640 sollte ja eigentlich im Mai geliefert werden. Nun nähern wir uns dem Ende Juni, und wir haben noch keine weitere Information bezüglich eines Auslieferungsdatums bekommen. Die Vorfreude soll zwar die schönste Freude sein, aber so langsam werde ich ein wenig unruhig, ganz im Gegensatz zu Sonja, die die Ruhe selbst ist – wie eigentlich immer ;-).

Unsere Wohnungsübergabe ist terminiert, die Kisten zum Großteil gepackt, und für alles, was wir nicht mitnehmen werden, ist entweder ein neuer Eigentümer gefunden, oder aber die Einlagerung sichergestellt. Unsere letzten Arbeitstage werden um den 15. August herum stattfinden, und spätestens am 1. September wollen wir eigentlich los. Lassen wir uns alle gemeinsam überraschen, ob das klappt.

Da wir aber am Wohnmobil noch einiges an Technik umbauen lassen wollen, wie zum Beispiel eine ausreichend große Solaranlage und Batterie, ebenso wie Dach- und Fahrradgepäckträger, Dachbox und Navigationssystem, wird die Zeit dennoch etwas knapp. Außerdem wollen wir nach Anbindung der Solaranlage auch noch eine Keramikversiegelung aufbringen lassen.

Während unseres Pfingsturlaubs, der eigentlich dafür vorgesehen war, haben wir nur vorbereiten und planen können. Dafür sind wir bezüglich unserer Wohnungsauflösung schon einige Schritte weiter als ursprünglich geplant, und ein Großteil unseres Besitzes befindet sich bereits in Kisten. Diese werden entweder (Umzugskartons) eingelagert, oder (Curver-Kisten bzw. Really-Useful-Boxes) schon für das Leben im Wohnmobil gepackt. Die Curver-Kisten dienen dazu, die Kleidung im Schrank zu organisieren und gleichzeitig „herausfallsicher“ zu verstauen, während die Really-Useful-Boxes (transparent in 35 Liter Größe mit Deckel) dazu dienen, das Material, was wir später in der Garage des Wohnmobils verstauen werden, aufzunehmen. Auf diese Weise hoffen wir, relativ zügig ins Reisemobil umziehen und dann ggf. unterwegs optimieren zu können.

Auf diese Weise konnten wir allerdings einige zusätzliche Ausstattungsmerkmale hinzu bestellen (wie zum Beispiel Schmutzfänger an den Vorderrädern oder eine Laufplanke, um sich auf dem Dachgepäckträger (der mit 200 kg belastbar sein wird) sicher bewegen zu können, während man die Dachbox belädt oder die Surfbretter festzurrt. Auch bezüglich der Sicherheit haben wir noch weitere Maßnahmen ergriffen, auf die ich aber nicht im Detail eingehen werde. Generell habe ich dazu aber ja bereits in den Artikeln Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – Generelles und Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – technische Maßnahmen einige Punkte angesprochen.

 

Mein Mail an Sergio Bambaren und seine Antwort darauf

Hola Sergio,

Me llamo Sonja y soy de Alemania. Tengo 41 anos. Hace casi 20 anos te escribí un mail de Luxemburgo donde había trabajado en un banco de „Private Banking“ hasta 2017. No sé si te recuerdas. Me habías también contestado con un mail corto.
Había leído „el delfín“. I continue in English because it is easier for me. And in this time I wanted to tell you how my dreams are similar to yours (the dolfin’s dreams)…….As my passion is surfing as well for more than 20 years, I’ve always been dreaming of living one day at the sea somewhere…….Time went by……..Since the moment when I started with surfing I have been a dreamer……every day I dreamt of the waves that were so far away from my hometown Cologne in Germany. At the age of 23 I moved to Luxemburg where I was working until 2017 in the bank. So I only had the time for surfing during my holidays……

https://www.volksfreund.de/sport/sportmix/regional/wellenreiterin-gewinnt-titel-in-koeln_aid-6465294

And I paddled on rivers like the Rhine, the Mosel in Germany and Luxemburg….above you see the article in the newspaper about my German championship ….surfing without waves…..I won the competition 3 years in a sequence.

Now, almost 15 years later, I read the „dolphin“ once more,……continued with the „white sail“, „Samantha“ and finished by reading almost all of your books.
My husband as well……..he is leader of a private school (Swiss International School) in Stuttgart where we live now vor 2 years and where we moved from Luxemburg.

Before he was teacher in Luxemburg. After 2 years of leading the school he will get rid of it……pressure from everywhere: the owner of the private school, the parents of the pupils, government, general regulations……no way out……now we will start our dream:

We resigned our jobs as of August of this year, we bought a camper like you ………..and in September, our „sabbatical time“ will start……….how long it will be…..nobody knows…..and where we will end…..nobody knows……until now, our work dictated our lives …….now we will change it…..living our dreams…..

We will start at the French Atlantic Coast near Biarritz…continue en el país Vasco…….the north coast of Spain….and then to portugal……..where we will visit of course your camp ground where you met the dolphin……Camping Guincho……:-)………in winter we will be in the south, Algarve………and then……..vamos a ver…..

It will be our adventure. Next week, we will sell our apartment in Stuttgart, all the stuff and furniture, and we will move in our new camper…..we only take the essential things with us…..our surfboards, our bikes……for moving around…..what a pity that we won’t meet you during your promotional tour to Germany…..as of October……

All the best and thanks for your inspiration…….Aloha, Surfingsonja

Seine Antwort:

Can I tell you something Sonia? You really broke my heart…but in a good way…The main reason I write i to share with others that there is always a wat to follow your heart, if you are willing to, and finally break the crystal walls of a society that dictates how we should live our lives. I have nothing aginst society, but in a way I never believed in what it taught me. I prefer to listen to my heart, and go with the flow of my own beating drum. I can guarantee you something: I don´t know how long or far you will travel, but no matter what, the memories will stay forever. Not only in photographs, but in your hearts. I can guarantee you something else. If you decide to return to your old way of life, you will never feel the same, because you were never part of it. So spread your wings, my dear friends, and fly toward your dreams. Dream the waves, and ride them, go with the flow of love, be one with the Universe, for many surprises you don´t even imagine now will cross your way. Thanks from the bottom of my heart. Write whenever you want, if you want. I will be thinking about you guys: the lucky ones, the ones that learnt to live, rather than exist. the ones who to chose to be, rather than to have. God bless you. Aloha nui!

Persönliche Worte des Autors Sergio Bambaren („Der träumende Delphin“)

Hallo zusammen,

das ist nun das erste Mal, dass ich, Sonja, mich auch einmal zu Wort melde. Bisher gab es ja viele technische Informationen zu unserem Wohnmobil von Marc. Ich übernehme dann jetzt mal die Soft Facts. Derzeit lesen wir ganz eifrig die Werke vom Bestsellerautor Sergio Bambaren, der mit dem träumenden Delphin 1995 weltberühmt wurde. Es geht darum, seinen Traum zu leben, unabhängig von der Meinung der anderen, auf sein Herz zu hören und jeden Tag des Lebens zu genießen. Sergio wohnt in Lima und schreibt an einem weiteren Buch. Ich habe ihn einfach einmal angeschrieben und ihm von unseren Plänen erzählt. Auch er machte mit Mitte dreißig ein Sabatical, welches er mit seinem Camper an Europas Stränden, u.a. in Portugal verbrachte. Genauso wie wir es vorhaben. Er ist ein leidenschaftlicher Surfer und liebt das Meer. In Portugal machte er dann die traumhafte Begegnung mit einem Delphin, mit dem er mehrere Tage zusammen in den Wellen spielte und surfte. So ist auch dann im Anschluss sein Buch entstanden, innerhalb kürzester Zeit hatte er es zu Papier gebracht.

Heute Morgen hatte ich im Gefühl, dass er mir geantwortet hat. Als ich nachschaute, staunte ich nicht schlecht, welch lange persönliche Mail in meinem Postfach aufblinkte.

Ich war sehr gerührt, und hatte fast Tränen in den Augen beim Lesen seiner Zeilen. Heute Abend habe ich ihn um Erlaubnis gefragt, seine Zeilen hier veröffentlichen zu dürfen. Warten wir gespannt ab, ich bin sehr optimistisch.

In diesem Sinne, make your dreams come true and enjoy every day of your life,

Eure Surfingsonja

Mopeka Gasfüllstandsmesser

Gasfüllstand – Wieviel ist noch drin in der Flasche? Unsere Lösung

Wir haben uns für die Lösung über ein Ultraschallsensoriksystem entschieden. Und da einige sehr teure Systeme am Markt zu den Sensoren auch noch etliche weitere Elektronik zu benötigen scheinen, haben wir uns für recht einfache und relativ preisgünstige System vom Mopeka entschieden.

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Dieses System ist als ein und zwei Flaschen System erhältlich und optional mit einer zusätzlichen Anzeigeeinheit erhältlich. Da die App (erhältlich für Apple und Android) aber problemlos mehrere Sensoren verwaltet, die man auch sehr einfach selbst benennen kann, kommt das für uns nicht in Frage und den Sensor von einer auf eine andere Flasche umzubauen dauert ungefähr 20 Sekunden, ist also auch ein überschaubarer Aufwand.

Da es sich bei unseren Flaschen allerdings um Alugasflaschen handelt und an denen der Magnet natürlich nicht haftet, gibt es zum Beispiel im Shop von lieblingswomo.de nicht nur die Sensoren, sondern auch entsprechende Aluhalter, die den Sensor an den Flaschenboden pressen. um den Kontakt zu verbessern sollte man noch einen Tropfen des mitgelieferten Kontaktgels anbringen.

Der Sensor von Mopeka erwacht übrigens nach 5-maligem drücken auf den grünen Knopf aus seinem werkseitigem Dauertiefschlaf. der nächste Druck dient dazu ihn mit einem neuen Device (in unserem Falle einem iPhone) zu verbinden.

Wenn man dann anschließend die Einstellungen kontrolliert und ggf. anpasst, hat man auch sofort realistische Füllstandsangaben. Die gängigen Flaschengrößen sind bereits vorgegeben, man kann aber auch die Füllhöhe Manuel ermitteln und eingeben, das ist besonders für Gastanks interessant, die nicht die Standardmaße besitzen. Wie zu erkennen ist, aktualisiert der Sensor alle 3,5 Sekunden den Füllstand. Man kann seine Flaschen auch noch benennen, was vor allem dann interessant sein dürfte, wenn man zwei oder mehr Flaschen und dazugehörige Sensoren verbaut hat. Da wir allerdings über unseren Gasaußenanschluss im Reisemobil auch die eine Vorratsflasche für alle Aktivitäten, die Gas benötigen, benutzen werden, haben wir uns für lediglich einen Sensor entschieden.

Unmittelbar nach Aktivierung wird der Füllstand angezeigt und bei Unterschreiten der entsprechenden Warnschwelle erscheint sowohl eine Optische Warnung ⚠️ innerhalb der App, als auch eine Anzeige auf dem Startbildschirm, so dass man sich entsprechend auf den Flaschenwechsel oder das Nachtanken vorbereiten kann, je nachdem ob man einen Gastank oder eine Flasche verwendet:

 

Um diesen Effekt zu zeigen haben wir den Sensor an einer vollen und einer leeren (dachten wir zumindest), baugleichen Alugasflasche angeschlossen. dabei stellte sich heraus, dass in der vermeintlich leeren Flasche wohl noch – zumindest laut Anzeige – ein kleiner Rest Gas sein müsste. Wir gingen zuerst von einem Messfehler aus, allerdings entwich beim Aufdrehen der Flasche tatsächlich noch etwas Gas. Die Messenauigkeit scheint also mehr als ausreichend zu sein. Zusätzlich zum Füllstand zeigt die App auch noch den Batteriestand des Sensors (oben links), die Qualität der Bluetooth-Verbindung (oben Mitte) sowie die Qualität der Messung (oben rechts) die z.B. durch Tankbewegungen beeinflusst werden kann, denn das in Bewegung befindliche Flüssiggas bildet verschieden hohe Füllstände und beeinflusst damit die Messqualität. Zu Beachten ist, dass die Ultraschallsensoren ja sowieso lediglich die Füllhöhe der flüssigen Phase erfassen, d.h. immer nich ein kleiner Rest Gas in der gasförmigen Phase (und unter Druck stehend) in der Flasche vorhanden ist, wenn der Sensor „leer“ meldet.

Gasfüllstand – Wieviel ist noch drin in der Flasche?

Theoretisch ist der Füllstand einer Gasflasche ganz einfach zu ermitteln, denn jede Gasflasche – egal ob Alu oder Stahl – hat ihr Tara, also ihre Leergewicht eingeprägt. Um nun zu wissen, wieviel Gas man noch in der Flasche hat, muss man diese „einfach nur“ wiegen. Das ist mit einer Kofferwaage auch eigentlich ganz einfach…
Ja, wenn das denn so einfach wäre, denn die Gasflaschen sind zum ersten ja am Druckminderer und damit der Gasinstallation des Reisemobils angeschlossen und noch dazu stehen sie in meist recht engen Gaskästen. Jedesmal die Flasche abzuschrauben und aus dem Kasten zu heben, geht zwar, ist aber ein recht mühsames Unterfangen.

Wiegen
Schon besser sind dann Waagen, die man unter den Flaschen installieren kann und die dann die Masse und damit recht genau den Füllstand ermitteln. Ein Nachteil einer solchen Konstruktion ist die zusätzliche Höhe, die in manchen Gaskästen nicht vorhanden ist und der Recht hohe Preis. Zudem lastet der Druckminderer mal mehr mal weniger zusätzlich auf der Flasche, so dass Abweichungen der Messungen durchaus vorkommen. Naturgemäß ermittelt eine Waage auch die Gewichtskraft, als die senkrecht nach unten wirkende Kraft und sobald das Fahrzeug nicht exakt gerade steht ebenfalls leicht ungenaue Werte. in der Praxis spielen diese Ungenauigkeiten aber eher eine geringere Rolle, denn es geht ja nicht darum auf die Minute genau vorherzusagen wann der Gasvorrat aufgebraucht ist, sondern eher darum, ob er für die folgende Nacht noch reicht, oder eben nicht. Die luxuriöseren Modelle übertragen ihre Messwerte per Bluetooth entweder zu einer Anzeige oder auf das Smartphone.

Gasfüllstandsmesser in Stiftform
Es gibt auch von verschiedenen Herstellern Gasfüllstandsmesser in Stiftform, die außen an die Flasche gehalten werden und meist durch rote und grüne LEDs signalisieren, ob sich auf der entsprechenden Höhe noch Gas befindet, oder auch nicht. so kann man dann also die Flasche abtasten und bekommt ebenfalls einen recht gute Idee vom Füllstand der Flasche. Einige dieser Modelle funktionieren aber nicht oder nicht gut mit Alu-Gasflaschen. die Messung erfolgt mittels Ultraschall

Ultraschallsensoren
Eine dritte Möglichkeit sind Ultraschallsensoren auf der Unterseite der Gasflaschen. Diese senden ein Signal durch die Flasche und die darin befindliche Flüssigkeit, das Signal wird an der Flüssigkeitsoberfläche reflektiert und aufgrund der Laufzeit lässt sich der Füllstand sehr genau bestimmen.  Dazu ist ggf. ein Ausmessen des verwendeten Tanks/Flasche notwendig, oft sind aber Standardgrößen in der jeweiligen Software hinterlegt. Gebräuchlich sind Sensoren, die mittels Magnet direkt an Stahlflaschen haften. Bei Alu-Gasflaschen ist eine Verspannung des Sensors nötig. Um den Kontakt des Sensors mit der Flasche zu verbessern, ist ggf noch die Verwendung eines Kontaktgels sinnvoll. Der Vorteil dieses Systems ist, dass auch Gastankflaschen oder fest verbaute Tanks überwacht werden können. Ein Nachteil dürfte sein, dass die Sensoren beim Tausch der Flaschen vergessen werden könnten, daher wäre eine „Erinnerungsmarkierung“ über ein Schild oder ähnliches vermutlich hilfreich, denn wer schaut schon unter seine Gasflasche bevor er sie tauscht. Ebenso wie die Waagen übertragen die Ultraschallsensoren Ihre Informationen an Anzeigen, die im Inneren des Reisemobils angebracht werden können, oder eben direkt per Bluetooth auf das Smartphone.

Weitere Möglichkeiten den Füllstand zu ermitteln
Da ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen der flüssigen und der gasförmigen Phase der Gasfasche herrscht, ist ein Übergießen mit Wasser (da dann die Grenze der Phasen sichtbar wird) oder über simple Thermosensoren theoretisch möglich. Allerdings funktioniert diese „Messung“ nur, wenn gerade Gas entnommen wird, denn sonst gleichen sich die Temperaturen an. Außerdem dürften beide Verfahren im eingebauten Zustand im Reisemobil eher unpraktisch sein.

Gastankflasche vs. Gasflasche

Wieso muss man sich überhaupt über eine alternative Gasversorgung Gedanken machen? Spätestens wenn man im Ausland unterwegs ist und mehrer Ländergrenzen überquert, stellt man sehr schnell fest, das im Bereich Gasversorgung von Einheitlichkeit innerhalb Europas wenig zu spüren ist. Es gibt nicht nur etliche verschiedene Anschlüsse, mit denen Gasflaschen an das Leitungssystem des Reisemobils angeschlossen werden, sondern in jedem Land auch wieder eigene und meist länderspezifische Gasflaschentypen. Das wäre alles noch kein größeres Thema, wenn man diese denn auch einfach so gegeneinander tauschen könnte. Aber genau das geht nicht. Und ein ganzes Arsenal verschiedener Gasflaschen mit sich herumzufahren ist irgendwie keine echte Alternative. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass man genau mit einer Gasfüllung bis an die Grenze fährt und direkt hinter dieser eine neu Flasche erstehen könnte. also ist man entweder kurzzeitig gaslos, fährt eine weitere Reserveflasche spazieren, oder gibt eine nicht vollständig entleerte Flasche wieder ab. Für den Wochenendurlauber oder für eine zweiwöchige Tour im Sommer ist das sicher kein größeres Problem. Für uns, die wir aber länger unterwegs sein wollen, aber schon ein Thema über das es sich nachzudenken lohnt.

Gasflasche (Abbildung unten links)
Wie bisher werden wir auch in unserem Chausson die Gasversorgung über eine Alu-Gasflasche (11kg) sicherstellen. Da diese Flaschen in Deutschland recht gut getauscht werden können ist das innerhalb Deutschlands in jedem Falle die Variante der Wahl. Wenn einem Die Flaschen nicht zu schwer sind, dann ist das auch recht unproblematisch.

img_0793Wir benötigen in unserem Fahrzeug Gas lediglich zum Kochen, zum Betreiben des Kühlschranks und für die Warmwasserbereitung. Die Heizung läuft über Diesel. In den Gaskasten unseres Chausson 640 passt genau eine 11kg Gasflasche hinein, so dass schon der Transport einer Reserveflasche in der Garage erfolgen muss.

Gastankflasche (Abbildung oben rechts)
Zusätzlich zur regulären Gasflasche kann man auch über die Anschaffung einer Tankflasche nachdenken. Im Prinzip ist dies Flasche identische mit einer „Normalen“ Gasflasche, allerdings ist eine zusätzliche Befülleinheit integriert, so dass sie an jeder LPG-Tankstelle selbst befüllt werden kann. Die Flaschen haben dann eine automatische Abschaltung bei 80%igem Füllstand integriert, damit ein überfüllen und damit ein zu hoher Innendruck bei Temperaturanstieg vermeiden wird. In Deutschland ist das allerdings nicht erlaubt, daher eben der „Umweg“ über die Alugasflasche, die von Fachfirmen ebenfalls auf 80% des Maximalfüllstandes aufgefüllt wird. Wenn man dieselbe Gastankflasche fest mit dem Fahrzeug verbinden würde (also statt der Spannriemen, die man von Hand öffnen kann, solche verbauen würde, die nur mit Werkzeug geöffnet werden können und bestimmte sehr große Kräfte aushalten) und noch dazu die Anlage eintragen lassen würde, dann darf man diese Flaschen (allerdings nur über einen außenliegenden Füllstutzen) auch in Deutschland befüllen, denn dann sind es ja keine beweglichen Gasflaschen mehr, sondern fest installierte Gastanks. Das die Lobby der Gasprüfer sehr großen Wert darauf legt, dass diese Installation nur von einem der Ihrigen vorgenommen wird ist verständlich, aber nicht unbedingt logisch, denn die Gasflasche wird auch von jedem Laien mit dem Druckminderer verbunden und auf der Entnahmeseite existiert schlicht kein Unterschied zwischen Gasflasche und Gastankflasche. Kurzum in Deutschland ist ein Befüllen und Betreiben einer Gastankflasche nicht zulässig, in allen anderen EU-Ländern kein Problem, vorausgesetzt man hat den passenden der vier verschiedenen  Adapter zur Hand. Diese Adapter sind im Übrigen auch notwendig, wenn man mit einem erdgasbetriebenen KFZ unterwegs wäre…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Generell möchte ich bemerken, dass ich im Normalfall eher in Richtung „Sicherheitsfanatiker“ tendiere, allerdings ist mir die Regelung zwei praktisch identische Gasbehälter völlig unterschiedlich zu handhaben, irgendwie unerklärlich. Jedem sei also selbst überlassen, welche Lösung er für sich persönlich findet… spannend ist auch, dass es für Gasflaschen (egal ob voll oder leer) nur eine Maximalgrenze von 300kg gibt, die wohl kaum ein Wohnmobils je erreichen wird. zudem müssend die Flaschen so gesichert sein, dass sie beim Bremsen und Kurverfahren nicht verrutschen können und die Ventile durch Schutzkappen abgedeckt sein. Der Lagerplatz muss „ausreichend nach außen belüftet“ sein. In welcher Position die Flaschen transportiert werden dürfen, ist nicht geregelt. Das bei Ladevorgängen das Rauchen und offenes Feuer verboten ist, sollte selbstverständlich sein (aber es gibt ja auch Experten mit Glimmstängel an der Tankstelle…).

Aber wie schon geschrieben: Bei Gastankflaschen ist dann Alles anders, der heilige Bürokratismus lässt grüßen 😉