Das „neue“ Reisemobil

Um es vorwegzuschicken, eigentlich sind und waren wir mit unserem Pössl Vario 545 mehr als zufrieden, es ist ein extrem kompaktes Fahrzeug, in dem viel Stauraum vorhanden ist, und eigentlich ist er für uns zwei samt Sportmaterial (Surfbretter, Kitesurfmaterial, SUPs, Fahrräder…) wirklich gut, vor allem, wenn man bedenkt, dass das „Autochen“ auf einen normalen Parkplatz beim Aldi oder eben auf unseren PKW-Stellplatz vor unserer Haustüre passt. Eigentlich… und nun das ABER:

Sonja und ich planen nun, längere Zeit (mindestens mehrere Monate) mit einem Reisemobil durch Europa zu fahren, und dafür wäre es schön, wenn unser Fahrzeug etwas mehr Platz böte und außerdem noch etwas längere Standzeiten außerhalb der Infrastruktur von Campingplätzen ermöglichen würde.

Bereits im Januar 2017 waren wir rein Interesse halber auf der CMT in Stuttgart, und uns gefiel bei diesem Besuch schon der Grundriss eines Reisemobils ganz besonders: Es handelte sich um einen Challenger 260. Bei diesem Besuch erfuhren wir dann auch, dass Chausson, die Schwestermarke von Challenger, das identische Modell unter dem Namen Chausson 640 vermarktet. Da wir aber mit unserem Pössl sehr zufrieden waren und außerdem ein solch großes Auto aktuell weder in unser Leben, noch auf den Parkplatz passte, blieb es bei der Träumerei und dem Gedanken, „wenn irgendwann vielleicht mal“ ein neues Reisemobil fällig wird, dann vielleicht eines mit Hubbett, Längssitzgruppe und viel Platz auf noch akzeptabler Länge.

Wie das Leben so spielt, haben wir uns im Sommer 2018 entschlossen, dass es an der Zeit ist, eine gemeinsame berufliche „Auszeit“ zu nehmen, und für uns beide war klar, dass wir diese Zeit mit einem Reisemobil in Europa verbringen würden. „Zufällig“ wussten wir ja auch, welches Mobil dafür in Frage käme. Ein echter Zufall war allerdings, dass auf der Rückfahrt aus Dänemark im Sommer 2018 irgendwo Wasser aus unserem Pössl lief, wo es eigentlich nicht herkommen sollte. Was lag also näher, als auf der Rückfahrt bei „unserem Händler“ Reisemobile Dörr im Saarland vorbei zu fahren, bei dem wir den Pössl gekauft hatten. Als wir an der Werkstatt ankamen, sahen wir die Hoffnung aber schwinden, dass man uns „mal eben“ helfen würde, denn es standen bestimmt 30 Mobile aller Marken und Klassen vor der Werkstatt und warteten offensichtlich auf einen Service. Umso erstaunter waren wir, dass sich nach einigen Minuten der Werkstattmeister mit uns auf den Weg zu unserem weiter weg abgestellten Pössl machte, um mal eben zu schauen. Ein geübter Blick, ein „machen sie mal bitte die Schublade da auf“ und schon war klar, dass der Wasserhahn der Küche der Übeltäter war. Allerdings hätte er tatsächlich keine Zeit, einen neuen Hahn einzubauen, traute uns aber den Einbau zu (und hatte Recht). Weil wir sowieso schon da waren, fuhren wir dann auch noch die wenigen Kilometer zur Ausstellung von Reisemobile Dörr. Dabei haben wir dann festgestellt, dass Dörrs auch Chausson Reisemobile im Angebot haben, was uns zuvor nicht bewusst war. Natürlich haben wir dann auch „unseren 640er“ anschauen wollen, aber dieser stand aber nicht auf dem Hof, sondern nur kleinere und größere Brüder und Schwestern. Dennoch waren wir uns sicher, welches Mobil es dann irgendwann einmal werden würde, und auch das (natürlich ungeplante und dennoch sehr freundliche Gespräch) mit dem Verkaufsleiter bestätigte uns darin.

Einige Tage später rief uns dann Herr Philippi, der für Chausson zuständig ist und sich zum Zeitpunkt unseres Besuchs in Bliesen auf dem Caravan Salon in Düsseldorf befand, zurück und beantwortete noch einige weitere Fragen. Außerdem stellte er uns ganz unbürokratisch Fotos von den aktualisierten Preislisten und Ausstattungslisten zur Verfügung, die es zu diesem Zeitpunkt online noch nicht gab.

Jedenfalls wurden wir uns recht schnell einig, und auch Sonja und ich waren uns im Klaren, was wir wollten:

Der neue Chausson sollte in jedem Falle ein Fiat Fahrgestell haben, denn wir wollten gerne ein Automatikgetriebe haben und waren uns auch völlig bewusst, dass ein 7 Meter Reisemobil nur mit extremer Rechnerei auf 3,5 Tonnen zu halten wäre. Diesen Stress wollten wir uns nicht antun und haben uns daher für eine Auflastung auf 4,4 Tonnen entschieden. Dazu dann den 180PS Motor und natürlich ESP, Tempomat und Klimaanlage. Warum man heute noch Fahrzeuge ohne ESP anbietet, ist mir wirklich ein Rätsel.

Die Ausstattung des Aufbaus war dann schon wesentlich schwieriger, letztlich entschieden wir uns ab Werk für folgende Extras:

VIP-Paket
– Klimaanlage Fahrerhaus (manuell)
– Beifahrer-Airbag (auch rätselhaft, warum so etwas nicht Serie ist)
– Tempomat (sehr wichtig!)
– Abtau-Automatik der Rückspiegel (naja ist eben drin…)
– Stoßstange weiß lackiert (unlackiert ist auch hässlich)
– Kühlergrill lackiert (braucht man nicht wirklich… aber ok…)
– Luxus-Armaturenbrett mit Aluminiumeinsätzen (braucht kein Mensch)
– Schonbezüge für Sitze (sieht schon edel aus, wenn alle Sitze die selbe Optik haben)
– SEITZ Panorama Dachhaube (macht noch mehr Licht innen)
– Scheinwerferumrandung Schwarz (wat soll der Quatsch?!?)

Premium-Paket Welcome
– Besonderes Heckwand-Design (sieht wirklich etwas weniger nach Wand aus)
– Luxus-Aufbautüre (zweifach verriegelt, mit Fenster und Abfalleimer)
– Komfortmatratzen (sicher besonders gemütlich, wir werden berichten;-))
– Zusätzliche Küchenablagen und Hintergrundbeleuchtung
– Komfort- Badezimmer und Garderobe (sieht hübsch aus)
– Zentralverriegelung Fahrerhaus & Aufbautüre
– Fliegengittertüre (so etwas IST wichtig… haben wir schon erleben dürfen)
– Rückfahrkamera im Rückspiegel (sehr praktisch, zeigt aber sehr weit nach unten)
– Fahrerhausverdunklung (gegen neugierige Blicke)
– gemütliche Kissen (sind eben dabei…)
– TV-Halterung (wird das erste sein, was ich demontiere, wir brauchen keinen Fernseher!)
– Gas-Außenanschluss (werden wir testen, wir grillen eigentlich nicht, daher abwarten)
– Anschluss Außendusche (sehr wichtig, um Sand und Salzwasser mal eben abzuspülen)

Weitere Optionen ab Werk
– Vorbereitung für die Solaranlage (die wir ganz sicher nachrüsten, siehe auch SOLAR)
– Polster „Elite“ (sehr edel aussehende und abwaschbare Kunstlederpolster)
– Winterpaket (beheizter und isolierter Abwassertank, Isomatten Fahrerhaus, Kühlschrankabdeckungen)
– Teppichboden im Fahrerhaus

Was wir unmittelbar nach Auslieferung nachrüsten werden:
– Dachgepäckträger (durch Reisemobile Dörr)
– Fahrradträger Heck (durch Reisemobile Dörr)
– Navigationssystem
– Lithium Batterien
– Solaranlage
– Ladebooster
– Dachbox
– Versiegelung der Oberfläche des Reisemobils (wir werden berichten)

Un nun heißt es: Abwarten… im Mai soll eigentlich die Auslieferung erfolgen, wir sind gespannt (und rechnen mit Juni…)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.