Mobiles Internet (im Reisemobil)

Um in unserem Wohnmobil auch unterwegs zumindest gelegentlich online gehen zu können, habe ich mich ziemlich lange und intensiv mit der Auswahl eines mobilen Routers beschäftigt. Da wir uns auch an Stellen mit weniger gutem Empfang aufhalten werden, wollte ich gerne auch noch eine zusätzliche empfangsverbessernde Antenne anschließen können. Dieses Kriterium schränkte die Auswahl der verfügbaren Router schon ziemlich ein. Letztlich, nach dem Studium vieler Kundenrezensionen und Youtube-Videos habe ich mich für den Netgear AC810 entschieden.

Die erste Einrichtung war wirklich kinderleicht, denn außer einer Sim-Karte und der dazugehörigen PIN benötigt man nichts weiter (ok, ein geladener Akku bzw. ein Netzanschluss ist sicher hilfreich ;-)).

Das Netzwerk kann man ebenso intuitiv mittels  Touch-Screen des Routers umbenennen und auch ein eigenes Passwort vergeben. Sogar ein Gast Netzwerk, dass man Besuchern kurzzeitig freigeben kann, ohne ihnen die Zugangsdaten zum eigentlichen Netzwerk zu verraten, ist sehr schnell mit einem Klick eingerichtet.

Es können bis zu 15 Geräte gleichzeitig auf den Netgear AC810 zugreifen, was für uns ziemlich irrelevant sein dürfte, denn selbst wenn wir zwei Laptops und zwei Mobiltelefone und dazu vielleicht noch den Naviciever online hätten, sind das mal gerade 5 Geräte, die wir 1. nicht immer dabei haben und 2. schon gar nicht parallel betreiben.

Der Empfang ist etwa dem des iPhone Xs MAX vergleichbar und kann durch Anschluss der Außenantenne Netgear Mimo  um einen Balken, bei besserer Platzierung um zwei Balken, verbessert werden. Die Kabellänge von etwa 80cm (entgegen der in der Produktbeschreibung angegebenen 1 Meter), die an der Antenne verbaut ist, hätte für meinen Geschmack etwas länger sein können, um die Antenne noch flexibler platzieren zu können. Es sind TS9-Verlängerungen zu (Immer zwei Kabel für eine Mimo Antenne) erwerben, und ich werde später entscheiden, ob ich diese ggf. noch benötige, da aktuell der Einbauort noch nicht final feststeht.

Dachantennen und die damit notwendigen Durchführungen habe ich erst einmal versucht zu vermeiden. Natürlich wäre der Empfang dadurch noch weiter zu steigern, aber ob und das so wichtig sein wird, glaube ich nicht… dann eben mal ein paar Tage ohne oder mit langsamen Internetzugang.

Aktuell verwende ich einen Tarif von O2, der im Inland und bei kurzzeitigem Aufenthalt im EU Ausland mit 60GB ausreichend Datenvolumen bereitstellt. Für eine Überwinterung oder einen längeren Auslandsaufenthalt (mehr als 12 Wochen) sollte man auf lokale SIM Karten zurückgreifen, da das Roaming in der EU nicht für Langzeitaufenthalte gedacht ist (warum muss man nicht verstehen, da die Anbieter ja grenzüberschreitend tätig sind, ok so lässt sich wieder etwas mehr Geld verdienen).

Nachdem ich den Router Netgear AC810 nun einen Monat als alleinigen Internetzugang nutze, muss ich sagen, dass er einfach funktioniert. Man kann zum Beispiel die Zugangsdaten auf dem Startbildschirm anzeigen lassen, oder diese auch verbergen. Was mich etwas stört: Sobald der Akku zu 100% geladen ist, meckert das Gerät, das es von der Stromversorgung getrennt werden möchte. Wenn man aber dann vergisst ihn rechtzeitig wieder einzustecken verlangt er – natürlich – weil er ja ausgeschaltet war den PIN der SIM Karte. Eine Funktion wie „ich gehe in den Schlafmodus und stelle die Internetverbindungen ein, wenn ich bei 10% Akkuladung bin, bis der doofe Nutzer den Stecker wieder angesteckt hat“ wäre für mich sehr hilfreich, denn irgendwie schaue ich im laufenden Betrieb nicht ständig auf den Router ;-).