Beim Wellenreiten sichteten wir einen Delfin

Dieses Mal widme ich mich dem Thema „Wellenreiten“, welches mein liebstes Hobby ist, seitdem ich 1996 das erste Mal auf einem Wellenreitbrett gestanden habe. Damals war ich mit dem Jugendferienwerk in Nordportugal. Meine erst Flugreise im Leben. Und dort wollte ich Windsurfen lernen in einem zweiwöchigen Kurs. Dass ich dort auch einen Wellenreitschnupperkurs machen durfte, wusste ich vorher nicht, und dass mich diese Surfvariante noch viel mehr faszinieren würde als das Windsurfen, hätte ich auch damals nie erahnt. Nach dem Urlaub wollte ich nur noch eins: Ein eigenes Wellenreitboard besitzen und sobald wie möglich wieder ans Meer. Diese Story würde zu weit gehen, von daher verweise ich auf das erst begonnene Buch, welches wir schreiben werden (voraussichtliche Fertigstellung nach unserer Reise), wo die ganze Story drin zu lesen ist mit der Suche nach einem Brett im kalten Deutschland ohne Internet und Co. Eine höchst anspruchsvolle Herausforderung mit einem bisschen Glück.

Nun zurück zu unseren Surfsessions an unserem Strand in Moliets. Die ersten Tage sind wir meist morgens als erstes gegen 10 Uhr zum Surfen an den Strand gegangen. Die Wellen waren bisher eher schlecht als recht. Viel Strömung, viel Chaos, die ganze Zeit ein heftiger Kampf gegen große Weißwasserwalzen, alles andere als entspannt. Nach einer Stunde waren wir meist schachmatt. Danach geht es normalerweise erst zum Entsalzen unter die heiße Dusche und danach zum späten Frühstück auf unserem Campingplatz, gemütlich vor unserem EU-GO im Schatten. Nachmittags zieht es mich dann erneut in die Wellen, immer in der Hoffnung, dass die Bedingungen besser werden. Gestern hatten wir erstmals so schöne Wellen, grüne, schön geordnet, gut kalkulierbare Sets rollten an den Strand. Auch nicht so hoch, so dass man locker hinter die Brechungszone paddeln konnte, ohne dabei gewaschen zu werden. Das Wasser war so klar und schimmerte grünlich, dass man den Sandboden überall sehen konnte. Überall sah man silberne Fische schwimmen, selbst in den Wellenkämmen, die sich über unseren Köpfen auftürmten, oder wenn wir eine Welle hoch paddelten. Plötzlich hörte ich hinter mir ein  undefinierbares Wassergeräusch. Ich drehte mich um und sah einen Fischschwarm aus dem Wasser springen und im selben Moment einen richtig großen „?“…….Marc rief vom Ufer aus: „Schau mal, ein Delfin hinter dir!“ Ich konnte es kaum glauben, hier jemals einem Delfin zu begegnen. Vielleicht weil wir alle Bücher vom „träumenden Delfin“-Autor Sergio Bambaren neulich gelesen haben bzw. bei uns an Bord haben.

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Sonja surft eine grüne Welle und hat sichtlich Spaß dabei

Die Hoffnung, dass die Wellen heute auch noch so schön sein würden, bestätigte sich leider nicht. Dafür sind Marc und ich allerdings eine schöne Welle auf Kommando gemeinsam nebeneinander angepaddelt, haben sie bekommen und sind sie Hand in Hand bis fast an der Strand gesurft. Zum Abschluss gab es einen Kuss. Es gibt sicher nicht so viele Pärchen, die so eine Welle jemals gesurft sind! 🙂

Ein Gedanke zu “Beim Wellenreiten sichteten wir einen Delfin

  1. Inge u. Eugen

    Tolles Bild von Sonja…. Delfin begegnen bedeutet Glücksmomente…
    siehe per Händchen an Land surfen!!!
    Grüße aus Obi

    Liken

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