Unser Ford Transit Nugget – die Reparaturen und das traurige Ende

Leider bereitete der Nugget uns nicht nur Freude, obwohl er wirklich toll beschleunigte, und der Berganfahrassistent sowie der Regensensor wirklich gute Arbeit leisteten, sondern es gab eine Menge Dinge, die nicht dauerhaft und gut funktionierten und im Laufe der Zeit repariert bzw. getauscht werden mussten:

Die Radlager gaben bereits ab 20.000 Kilometern nach und nach auf und mussten getauscht werden.

Das Bett im Hochdach hat – immer und egal wie wir es versucht haben zu beruhigen – gequietscht, sobald man sich bewegte.

Das seitliche Dachfenster war nach etwa einem Jahr undicht, so dass das Bett und die Seitenwand im Regen nass geworden sind, was wir aber rechtzeitig bemerkten, so das kein bleibender Schaden entstanden ist.

Das Radio hatte permanent einen sehr schlechten Empfang, so dass wir mehrere Antennenvariationen ausprobierten, keine jedoch mit wirklichem Erfolg.

Nach drei Jahren hat die Aufbaubatterie ihr Leben ausgehaucht.

Die Heizung war nur für den Fahrer im Winter einigermaßen erträglich, der Beifahrer hat gefroren und eventuelle Mitfahrer hinten waren zu Eisblöcken erstarrt.

Die Bremsen und Bremsbeläge wurden alle innerhalb etwa 80.000 Kilometern getauscht.

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Das absolute Desaster war dann der kapitale Motorschaden mit 83.561 km Laufleistung. Auf den Kosten des Austauschmotors von etwa 10.000 € sollten wir komplett „sitzen bleiben“. Erst nach massivem Druck über den ADAC, die ADAC Motorwelt und die Zeitschrift Promobil, in denen ich jeweils Leserbriefe unterbrachte, gab Ford nach, und etwa ein Jahr nach dem Motorschaden bekamen wir einen Teil der Kosten erstattet. Wenn man bedenkt, dass aus dieser Serie etliche, wenn nicht die meisten Motoren den Geist aufgaben, dann kann man das sogar fast nachvollziehen, denn Ford wäre vermutlich an den Rand der Insolvenz gekommen, hätten alle Schäden übernommen werden müssen. Dennoch, kundenfreundlicher Service geht anders, daher für uns seit diesem Zeitpunkt: Kein Ford mehr!

Motorschaden

Mit dem Austausch des Motors endete die Geschichte unseres Nugget aber noch nicht, denn der Austauschmotor lief von Anfang an nicht „rund“, machte komische Geräusche und hatte zu wenig Leistung, so dass auch nach dem Motortausch die Werkstatt das Zuhause des Nuggets blieb. Es wurde noch eine Drosselklappe und was auch immer getauscht sowie etliche Einstellungen verändert, zufriedenstellend war das alles nicht mehr. Als wir dann endlich gerade alle Probleme gelöst zu haben schienen, verunglückte unser lieber Mechaniker Rico auf einer Probefahrt mit dem Fahrzeug. Ergebnis: Totalschaden. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, an einer Rechts-Vor-Linkskreuzung hat ihm eine viel zu schnell fahrende Dame die Vorfahrt genommen, er konnte also nichts dafür. Außerdem hat er heftige Verletzungen davongetragen, auch wenn die Fahrgastzelle des Nugget erstaunlich stabil war. Der neue Motor nütze nun nichts mehr…  bei exakt 87849 Kilometern auf dem Tacho, am 11. Juni 2014 endete unsere gemeinsame Geschichte durch den Verkauf an den Verwerter. Trotz aller Macken haben wir den Nugget geliebt, und als er auf den Anhänger des Verwerters gefahren wurde, ein Augenblick der Sonja glücklicherweise erspart blieb, war das schon schmerzhaft und ein trauriger Moment, denn immerhin war er unser Hochzeitsauto.

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