Unsere geplant nächste Etappe nach La Coruña

Nach einer sehr ruhigen Nacht am Flussufer von Bergondo stand unsere Weiterfahrt nach La Coruña auf dem Programm. Da die Sonne schon schön schien, und es auf dem Stellplatz sogar einen kleinen Sandstrand mit Duschen gab, beschloss ich doch ganz spontan, noch gerade in den Fluss zu hüpfen und dann am Ufer zu duschen. Open-air Dusche bei strahlendem Sonnenschein und gefühlt 20 Grad, ein Traum, was will man mehr an einem Sonntagmorgen?

Auf den heutigen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut, da er nicht so anstrengend wie die letzten Tage werden sollte auch aufgrund der kurzen Fahrtzeit nach La Coruña von nur 40 Minuten. Dort wollten wir dann auch übernachten nach der Stadtbesichtigung.

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Unser Parkplatz mit Blick auf die Stadt

Auf einem schönen Parkplatz nahe dem Stadtzentrum und mit tollster Aussicht auf das tosende Meer stellten wir unseren EU-GO ab und machten erst mal Frühstück. Wir frühstücken meist erst mittags, da wir nach dem Aufwachen immer erst mal ein Stück fahren möchten, und dann wird es oft zwischen 12 und 14 Uhr, bis wir den frisch zubereiteten Obstsalat etc. genießen können. Gegen 14 Uhr brachen wir dann heute auf unseren Stadtrundgang auf.

Das Wahrzeichen der Stadt ist ein 2000 Jahre alter römischer Leuchtturm, den wir von unserem Parkplatz aus sehen konnten. Typisch für die Stadt sind schöne verglaste Holzerker, mit denen die Häuserfronten verziert sind, was der Stadt auch den Spitznamen “Kristallstadt” verleiht.

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Wir beide im Freizeithafen mit Blick auf die typischen Häuserfronten
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Der römische Leuchtturm überwacht die Stadt

Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, da sie mehrere Strandpromenaden hat, einen riesigen Stadtstrand, wo sowohl Surfer schöne Wellen surfen als auch Sonnenanbeter schwimmen gehen können. Die Altstadt besticht mit schönen gemütlichen Gassen und einigen alten Kirchen. Palmen säumen die Hafenstraße, wo Spaziergänger, Jogger und Radfahrer anzutreffen sind. Alles in Allem, hier lässt es sich sicher gut leben bei im Herbst selbst sommerlichen Temperaturen. Als wir dann gegen 17 Uhr zurück am Parkplatz sind, beschließen wir doch kurzum, wieder weiter zu fahren, da der Platz zum Schlafen nicht so gemütlich ist. Unser nächstes Ziel, was eigentlich für morgen gedacht war, ist Fisterra, das spanische “Ende der Welt”, und der westlichste Punkt Europas. Bis dahin wären es noch gut 2 Stunden zu fahren. Da wir heute ja erst 40 Minuten gefahren sind, brachen wir also auf. Die Straßen waren angenehm zu fahren, leere Autobahnen und gut ausgebaute Landstraßen, von denen man in Deutschland oft träumt. Gegen 19.30  Uhr kamen wir doch glatt rechtzeitig zum Sonnenuntergang an. Auf dem Weg zum Leuchtturm waren Pilgerströme unterwegs, Jakobspilger verlängern oft ihren Weg von Santiago bis hierhin, aber auch so manch andere Leute verirrten sich so spät noch auf diesem Felsen.

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Unser EU-GO am Ende der Welt mit Blick auf den Leuchtturm

Zum Glück bekamen wir noch einen Parkplatz, das Gefälle ist so stark, dass wir selbst mit den Auffahrkeilen die Unterschiede nicht ausgleichen konnten. Unsere französischen Nachbarn auf dem Stellplatz meinten: “Für eine Nacht wird das gehen. Dafür ist die Aussicht unbezahlbar.” Wir werden es heute Nacht erleben, wie die Schräglage so ist. Pünktlich um 20.09 Uhr ging die Sonne am Horizont über dem Atlantik unter. An diesem Punkt geht in unserer Zeitzone in Europa am spätesten die Sonne unter. Bis 20.50 Uhr war es noch nicht komplett dunkel. In Stuttgart zum Vergleich ging sie schon um 18.50 Uhr unter. Ein schönes Naturschauspiel zum Tagesausklang, wir sind gespannt auf den morgigen Tag.

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