Aufbruch von Vila Châ nach Murtosa vor den Toren von Aveiro, dem portugiesischen Venedig

Am heutigen Tage checkten wir nach zwei Tagen beim Campingplatz aus und gingen noch vor Abfahrt zum Abschluss eine Runde am Strand spazieren. Hier verlaufen Holzstege durch die Dünen, auf denen auch der portugiesische Jakobsweg entlang führt. Dieser ist bedeutend schöner zu gehen als der spanische Küstenweg, welcher vorwiegend über Landstraßen mit viel Straßenverkehr geht. Marc übernahm dann bei Abfahrt das Steuer, weil die Hinfahrt zum Campingplatz schon sehr holprig und eng gewesen war. Ich hatte ihn darum gebeten. Und es sollte nicht einfacher werden. Nach 3 km Pflasterstraßen folgten enge Dörfer mit Häusern, deren Vorgärten direkt mit Mauern an die Straße grenzen. Einen Bürgersteig o.ä. gibt es nicht. Man hat die Wahl bei Gegenverkehr, gegen die Mauer zu fahren, oder den Gegenverkehr zu rammen, wenn es eng wird. Oder am besten stehen bleiben und evtl. rückwärts die Straße zurück zu fahren. Dazu kamen tief liegende Kanaldeckel, überragende Balkongeländer im ersten Stock, Laternenmasten, die direkt am Bordstein stehen und somit potenziell auch mit unserem Spiegel geküsst werden können, und Straßenschilder, die auch sehr dicht an der Straße stehen. Damit habe ich nur die unbeweglichen Verkehrshindernisse aufgezählt, die fahrenden sind die Krönung. Dazu mehr von Marc. Plötzlich las ich „Matosionhos“, ein Vorort von Porto, in dem wir vor Jahren schon einmal während eines City-Trips gewohnt hatten. Da wusste ich, wir sind direkt vor den Toren von Porto, was wir eigentlich hatten großzügig mit unserem EU-GO umfahren wollen. Unser Navi wollte uns aber mitten durch die Stadt lotsen, und das taten wir dann auch, hintern den Touribussen her, zwischen Stadtbussen und vielen Touristen. Viele Stellen erkannten wir wieder, und tatsächlich war das Fahren in der Stadt nicht ganz so stressig wie in den engen Dörfern. Als wir eine Brücke überquerten, machten wir an einer uns noch bekannten Stelle von damals einen Foto-Stop, wer hätte das gedacht, dass wir hier noch einmal Langfahren würden, und das mit unserem Wohnmobil. Porto ist echt eine Reise wert.

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Ein Blick über Porto mit seiner legendären Brücke

Hinter Porto sollte die Fahrerei nicht einfacher werden, wir erreichten einen Schnitt von ca. 35 km/h, da kann man sich vorstellen, was das bedeutet. Es war genauso stressig wie in den Picos de Europa, wo man hinter jeder Häuserecke, bzw. jedem Felsvorsprung nicht erahnen konnte, was da kommt. Gegen 15 Uhr erreichten wir dann unseren Zielort toll gelegen an der Aveiromündung mit schönen Fischerbooten und Fischerhäuschen.

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Hier machten wir dann erst mal ein Brunchinner (unsere Worterfindung für Frühstück, Mittag- und Abendessen in einem). Gespannt auf die nächste Etappe beendeten wir diesen Tag.

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