Zweiter Anlauf Gibraltar, dieses Mal mit Ausweis, geglückt

Heute haben wir erneut einen Versuch gestartet, die Halbinsel Gibraltar mit dem Fahrrad zu erkunden. Von Campingplatz bis zur Grenze hin am Strand entlang waren es ca. 6 km. Da auch ich heute meinen Ausweis dabei hatte, wurden wir beim Zoll direkt durchgewunken, zwischen Autos, Elektrorollern und Fußgängern. Zunächst fuhren wir Richtung Hafen und Hafen-Village, wo moderne Super-Yachten um die Wette strahlten. Ebenfalls funkelten die Glasbalkone der modernen Wohnhochhäuser in der Sonne. Am Hafen entlang reihten sich viele Bars und Restaurants aneinander. Weiter ging es Richtung Süden zum Leuchtturm und Europa-Point, dem südlichsten Punkt der Halbinsel, wo viele Touristen mit Bussen hingekarrt wurden. Wir als aktive Radfahrer hatten dafür das Erlebnis, durch mehrere abenteuerliche Tunnel fahren zu dürfen.

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Bei diesem Tunnel hatte man eher den Eindruck, durch ein Bergwerk oder einen Stollen zu radeln, anstatt durch einen normalen Straßentunnel

Dafür wurden wir am Ende mit einer tollen Aussicht auf Marokko und Spanien belohnt. Gegenüber vom Leuchtturm befand sich die Moschee von Gibraltar, direkt am südlichen Teil des großen Felsens.

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Aussicht auf die Moschee links und den Leuchtturm

Richtung Norden fuhren wir die Ostküste wieder zurück. Auch hier mussten wir durch einen mehrere hundert Meter langen Tunnel. Die Luft darin war sehr schlecht, aber immer noch besser als die Luft auf unserem letzten Campingplatz, wo der Nachbar gefackelt hatte. *grins*

Am Ende des Tunnels erreichten wir eine Art Feriendorf mit vielen bunten Häusern und einem kleinen Strand.

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Catalan Bay an der Ostküste, sehr authentisch, ruhig und nett anzusehen

Im Hintergrund hatte man immer den gigantischen Felsen mit seinen 426 m Höhe, über eine Breite von mehr als 4 km und Länge von einem Kilometer im Blick. An manchen Stellen fällt er regelrecht senkrecht ins Wasser ab. Teilweise mit weiteren Überhängen. So konnte auch Marc mal das Gefühl nachempfinden, welches ich habe, wenn ich ihn von unten anschaue, als er die Felsen ansah – Kopf in den Nacken und nach oben schauen – *hihihi*.

Zum Abschluss besichtigten wir noch den Friedhof mit vielen weißen Gräbern und weißen Heiligenfiguren sowie Kreuzen. Sehr beeindruckend direkt vor dem Mittelmeer.

Die Stadt an sich mit der Main Street war der reinste Tourirummel, da waren wir froh, dass wir schnell wieder raus waren. Bis zur Seilbahn, die aber nicht fuhr, haben wir es noch geschafft, ebenfalls zur Feuerwehrstation, die dort unten an der Seilbahnstation angesiedelt ist. Zurück ging es dann wieder wie auf dem Hinweg über die Lande-und Startbahn vom Flughafen, den die Zufahrtsstraße auf die Halbinsel kreuzt, und die dann durch Schranken geschlossen wird, falls mal eine Maschine startet oder landet. Ein tolles Gefühl, einmal über so eine Landebahn mit dem Fahrrad zu fahren. Beim Rausfahren über die Grenze musste man dem Zollbeamten vom Fahrrad aus nur noch den Ausweis zuwedeln, so handhabten es alle Rollerfahrer und Radfahrer, also schlossen wir uns dieser Vorgehensweise unauffällig an. Hat gut funktioniert. Den ganzen Tag über herrschten starke Windböen, die uns oft das Radfahren erschwerten, einmal kamen wir kaum von der Stelle, solche Windböen habe ich in meinem Leben noch nicht auf dem Fahrrad bezwungen. Man musste auch oft aufpassen, dass man nicht seitlich vom Fahrrad geweht wird, bzw. umgeweht wird.

Alles in Allem hat sich dieser Ausflug nach Gibraltar sehr gelohnt, zumal heute auch den ganzen Tag die Sonne schien. Erschöpft kamen wir am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz an und freuten uns auf eine warme Dusche sowie auf ein ausgiebiges Brunch, natürlich mit dem bereits bekannten Obstsalat als “Starter”. Mal sehen, wohin die Reise weitergeht.

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