Die ersten Kilometer am Mittelmeer entlang (LaLínea – Sotogrande – Estepona)

Nach einer fast ruhigen, aber sehr kalten Nacht bei unter 10 °C sind wir entlang der Mittelmeerküste gen Osten gefahren. In der Nacht haben nur einige Hunde und Hähne unseren Schlaf geringfügig gestört. Mittlerweile haben wir uns wohl schon fast an das ständige Gekläffe gewöhnt, das uns praktisch seit der Einreise nach Portugal begleitet. Hunde gibt es immer mehr, nicht aufgehobene Hundesch… auch und Besitzer, die ihre Tiere absolut nicht unter Kontrolle haben ebenfalls. Leider sind viele Menschen wohl auch deshalb im Wohnmobil unterwegs, damit sie ihre Tiere mit in Urlaub nehmen können. So haben wir schon mehr Volumen Hund in kleinen Kastenwagen bestaunen dürfen, als Menschen… Und das nennt sich dann Tierliebe, ok, jedem das Seine… Aber egal, jedenfalls war es in der Nacht sehr kalt, so kalt, dass das campingplatzeigene Pfauenpärchen die Hälse ganz eingezogen hatte und aus kleinen Augen in Richtung der Gäste schaute. Die Menschen, die im Zelt unterwegs waren, waren irgendwie schon sehr früh auf den Beinen, haben sie doch auch nicht mit solch winterlichen Temperaturen gerechnet.

Wir sind dann auch recht bald aufgebrochen und an den Strand nach Sotogrande gefahren, wo wir unsere Frühstückspause verbringen und noch ein wenig am Strand spazieren gehen wollten. Tatsächlich entpuppte sich der Ort als ein sehr nobler Ferienort mit einer riesigen Marina und farbenfrohen Häuschen. Die Luxusyachten, die teilweise dort lagen, waren ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Da mittlerweile die Sonne herausgekommen war, fühlten sich die angeblich 15 °C auch deutlich wärmer an und im Windschatten saßen mache Menschen schon mit T-Shirts und kurzen Hosen in der Sonne. Wir haben das gute Wetter natürlich ebenfalls genossen und vor allem die Tatsache, dass es wenig bis keinen Wind gab. Das waren wir von der Atlantikseite in den letzten Wochen ganz anders gewöhnt.

img_2637
Die Marina von Sotogrande mit den farbenfrohen Häusern und den Kleinstyachen. An anderen Stellen der Marina lagen deutlich größere Yachten, dann sieht man aber von den Häusern nichts mehr 😉

Nach dem kleinen Spaziergang, der dann doch wieder einige Kilometer weit war, gab es lecker Frühstück mit Blick auf die nächste Marina, denn wir sind noch bis Estepona weitergefahren und haben dort einen – wie wir dachten – sehr ruhigen Parkplatz gefunden. Nach einem kurzen Mittagsschläfchen sind wir dann an der wahnsinnig langen Strandpromenade von Estepona entlangspaziert. Diese Promenade reicht tatsächlich bis Málaga und bildet einen Teil eines großen Rundwanderweges (GR 249). Wir sind nur einige Kilometer auf und ab spaziert, und das Ganze hat sich so lange hingezogen, bis die Sonne unterging. Dafür sah die Promenade im Sonnenuntergang auch noch einmal besonders prächtig aus.

img_2655
Die Promenade von Estepona… mit Palmen und meiner tollen Frau

Als wir dann zum EU-GO zurückgekehrt waren, haben wir lecker zu Abend gegessen und uns schlafen gelegt. Zuvor haben wir beschlossen, dass wir Málaga und Marbella links (in Wirklichkeit rechts) liegen lassen und daran vorbei fahren wollen, denn beide Städte hatten wir vor einigen Jahren schon besucht, und sie sind uns nicht in bester Erinnerung geblieben. Außerdem sind die Innenstädte nur bedingt wohnmobiltauglich. Den Campingplatz “Don Cactus” haben wir uns als nächstes Ziel ausgeguckt. Einen Zwischenstopp planen wir in Nerja einzulegen.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.