Das Oceanogràfic in Valencia – ein unvergesslicher Besuch!

Wie bereits geschrieben, haben wir den Mittwoch im Oceanografic in Valencia verbracht. Generell bin ich, was die Präsentation von Lebewesen in Zoos oder Tierparks angeht, ja immer recht skeptisch, da naturgemäß zu wenig Raum zur Verfügung steht, und der Auslauf der Tiere sich daher in Grenzen hält (für Fische und schwimmende Säugetiere gilt entsprechendes). Was wir allerdings am heutigen Tag erleben durften, waren wahnsinnig engagierte und motivierte Tierpfleger, die jedes der Tiere beim Namen und  mit den Eigenheiten kannten.

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Der Eingangsbereich mit Informationszentrum wirkt ebenso gepflegt wie die gesamte Anlage

Ein eindrucksvolles Beispiel erlebten wir bei den Pelikanen: Ein besonders neugieriger Kollege hat bei der Fütterung im Nachbargehege sein eigenes verlassen und ist in den Bereich zwischen zwei Holzgittertore geflogen. Eine Tierpflegerin ging daraufhin zwischen die Tore, von denen eines direkt an den Besucherbereich grenzte, sprach den Vogel mit Namen an und sagte ihm, er solle doch mitkommen. Dann öffnete sie die Türe zum Pelikangehege, hielt die anderen Vögel durch Worte und Gesten zurück und ermöglichte dem Ausbrecher so einen bequemen Rückweg. Dieser blieb allerdings kurz vor dem Tor stehen und hatte offensichtlich keine Lust auf seine Artgenossen. Daraufhin schloss die Tierpflegerin das Tor zum Pelikangehege wieder und meinte: „Wenn du es nicht einfach haben willst, dann musst du eben selbst zusehen wie du wieder zurückkommst… Raus hast du es ja auch alleine geschafft“. Sie verließ den Bereich zwischen den Toren und den vorwitzigen Pelikan und zog eine Absperrung einige Meter weiter vorne zu. Den umstehenden Besuchern erklärte sie, dass die Pelikane gerne mal nach den Besuchern schnappen und sie daher zur Sicherheit der Besucher diese Absperrung vorgenommen habe.

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Der etwas sehr neugierige Pelikan, der sich von seinen Artgenossen (im Hintergrund) abgegrenzt hat…

Einen solchen motivierten und engagierten Umgang mit den Tieren haben wir gleich mehrfach feststellen dürfen. Alle Menschen, die mit den Tieren zu tun hatten, wirkten absolut konzentriert, fröhlich und in ihrem Element. Einen solchen Tierpark habe ich bislang noch nicht erlebt, ein großes Kompliment an das Management. Die Gestaltung der einzelnen Gehege und Aquarien ist dem natürlichen Lebensraum möglichst nachempfunden. Es gibt keine unglaubliche Anzahl verschiedener Arten, dafür wird auf die Bedürfnisse jeder einzelnen wohl tatsächlich eingegangen, denn alle Tiere waren topgepflegt und augenscheinlich kerngesund. Der Bildungsauftrag wurde durch entsprechende kurzweilige Infografiken und Informationen ebenfalls nicht vernachlässigt, Schulklassen gleich von mehreren Angestellten begleitet. Und ja, der Eintrittspreis ist mit 30,70€ pro Erwachsenem recht hoch, aber das Geld wird offensichtlich auch zum Wohle der Tiere eingesetzt (es gibt zum Beispiel eine Krankenstation für verunfallte Meeresschildkröten).

Die in der Delphinshow eingesetzten Tiere sind allesamt gerettete Tiere, die wieder aufgepeppelt wurden. Manchem Tier sieht man das auch noch an, denn so fehlen Teile von Flossen, oder große Narben sind erkennbar. Allerdings ist allen Tieren der Spaß anzumerken, und auch wie sie mit Ihren Trainern interagieren ist absolut vertrauensvoll. So war zum Beispiel im Nachbarbecken zum Showbecken zu beobachten, wie Tiere, die nicht an der Show beteiligt waren, ebenfalls kleine Kunststücke vorführten.

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Verspielte und motivierte Tiere und Mitarbeiter in der Delphin-Show

Natürlich dürfen auch ein paar Bilder nicht fehlen, sie können aber das Erlebnis vor Ort nicht ersetzen. Falls Ihr einmal nach Valencia kommen solltet, der Besuch im Oceanografic sollte eingeplant werden (nicht unter einem halben Tag!).

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Wunderschön in Szene gesetzte Medusen, die Aufzucht wird in gläsernen Labors ebenfalls für den Besucher sichtbar durchgeführt
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Mit einer Glasscheibe getrennt und entsprechend beleuchtet sehen die Tiere wirklich toll aus, im Meer begegnet man ihnen doch eher ungerne…
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Auch Clownfische dürfen – spätestens seit Nemo – in einer solchen Ausstellung nicht fehlen!
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Auch Aquarien für Großfische sind gleich mehrere – nach Herkunftsregionen getrennte – vorhanden. Durch dieses kann man in einem gläsernen Tunnel hindurchgehen und Haie, Rochen und viele andere Fischarten aus nächster Nähe (wie hier Sonja) erleben. Genau dieses Aquarium ist das größte Europas mit einer Füllmenge von 7 Millionen Litern Wasser! Die Gesamtwassermenge de Komplexes beträgt 42 Millionen Liter!

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