El Gordo nach einer stürmischen Nacht

Heute morgen sollte sie dann starten, die große spanische Weihnachtslotterie um „El Gordo“, den Hauptpreis. Da bereits um 9 Uhr die Übertragung der Veranstaltung aus Madrid im Fernsehen startet, wollten wir zu dieser Zeit in der Stadt sein und uns eine Bar, ein Café oder eine Gaststätte mit Fernsehgerät suchen und dort dann die Ziehung oder zumindest den Beginn davon live verfolgen.

Ursprünglich hatten wir vorgehabt, vorher noch zu waschen, was wir heute sehr früh am Morgen auf später verschoben haben, da wir die Nacht über kaum geschlafen hatten. Das lag allerdings nicht an der Spannung bezüglich der Lotterie und eines potenziellen Gewinns, sondern am sehr starken Sturm, der unser Wohnmobil ordentlich durchgeschüttelt und geschaukelt hat. Zudem haben in der Umgebung Planen und Flaggen extrem laute Geräusche von sich gegeben.

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Hundemüde und ziemlich mitgenommen nach einer Nacht fast ohne Schlaf haben wir „El Gordo“ verfolgt… und waren neben dem Wirt die Einzigen, die sich dafür interessiert haben.

So sind wir dann heute gegen 8:30 Uhr in Richtung der Innenstadt aufgebrochen, und auf dem Weg dorthin kamen uns lediglich einige Frühsportler entgegen. Auch in der Stadt herrschte gähnende Leere, lediglich eine einzige Kneipe hatte geöffnet und war ebenfalls recht leer. Von einem großen gemeinsamen Erleben der Lotterie kann also zumindest in Peñíscola keine Rede sein. Wahrscheinlich verbringt jede Familie die Zeit in den eigenen vier Wänden und schaut die Veranstaltung, die eine Einschaltquote von 50% haben soll, im privaten Umfeld.

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Die Gaststätte in der wir die Ziehung der Zahlen und Gewinne verfolgt haben

Wir haben jedenfalls in einer eher rustikalen Kneipe gesessen und dem Gesang der Kinder zugehört. Besonders war in diesem Jahr, dass der Hauptgewinn schon nach 19 Minuten ausgespielt war, der zweitkürzesten Zeit der Geschichte der Lotterie.

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Immerhin hatten wir einen idealen Blick auf den Bildschirm und einen sehr netten Gastgeber

Leider wurden unsere Zahlen nicht gezogen, und nach knapp einer Stunde (die Veranstaltung dauerte bis fast 13 Uhr!) haben wir den ohrwurmverdächtigen Gesang der Schüler nicht mehr ertragen und sind zurück zu unserem Campingplatz gegangen. Dort haben wir dann noch gemeinsam die Waschmaschine beladen und gestartet. Sonja ist dann erneut surfen gegangen (bei dem recht starken Wind nicht unbedingt ein Vergnügen), und ich habe mich um das Aufhängen unserer Wäsche gekümmert. Dank Temperaturen von über 23 °C und teils heftigem Wind trocknete auch alles in Rekordzeit, und wir konnten unser Bett wieder mit derselben, frisch gewaschenen Wäsche beziehen.

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Fast wie aus der Waschmittelwerbung…

Anschließend fand hier auf dem Campingplatz noch ein Grillen der Seniorencamperfraktion statt, wir haben uns aber ferngehalten, denn „Herzilein“ von den Wildecker Herzbuben und das gesamte Repertoire von Heino ist nicht ganz unser Ding.

Stattdessen haben wir noch wieder viel gelesen und uns Gedanken bezüglich unserer Zukunft und dieser und weiterer Reisen gemacht. Dazu aber vielleicht später mehr…

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