Auf nach Avignon: Wiedersehen mit französischer Austauschschülerin von Sonja

Nach einer stürmischen Nacht sind wir dann auch recht früh aufgebrochen, um unsere 300 km in über 4 Stunden Fahrtzeit nach Avignon entspannt angehen zu können. Denn morgen wollten wir uns mit meiner ehemaligen Austauschschülerin aus Charleville-Mézières, die seit über 10 Jahren in Avignon lebt, samt Familie treffen. Das erste Stück, was wir zum Stellplatz im Dunklen gefahren waren, war sehr kurvenreich, danach lotste uns das Navi über breite, gut ausgebaute Nationalstraßen. Je weiter wir uns Avignon annäherten, umso hektischer wurde der Verkehr. Mehrspurige Straßen, Kreisverkehre, Leitplanken, Straßengeländer, hohe Bordsteine, alles war dabei. Dass man durch die ganze Stadt nicht mit 3,5 Tonnen fahren durfte, stellte Marc dann auch noch fest. Mir als Fahrer war dies nicht aufgefallen. Die Busfahrer schauten uns schon verdächtig an, ebenfalls eine Polizeistreife. Wir fuhren die kilometerlange beeindruckende Stadtmauer entlang. Genießen konnte ich den Anblick nicht bei diesem Verkehrsaufkommen, oft trennten uns nur Zentimeter vom Nachbarauto, Motorradfahrer, die gerne auch mal nur auf dem Hinterrad fahrend überholen, scherten kurz vor uns ein. Puh, was für eine Hektik. Der anvisierte Parkplatz war nicht auffindbar, weil die Beschilderung immer irgendwo endete. Wir hatten die Schnauze voll und wollten schon wieder aus der Stadt raus, als Marc einen Lidl-Parkplatz entdeckte, der in 100 Meter Entfernung lag. Dieser rettete uns zunächst einmal.

img_3499
Die schöne Stadtmauer von Avignon mit ihren Wachtürmen

Die Rast auf dem Parkplatz nutzten wir erst mal, um unser sehr sehr spätes Frühstück zu uns zu nehmen. Unterwegs hatten wir nur etwas dunkle Schokolade und Walnüsse geknabbert. Als wir dann gut gestärkt waren, schauten wir mal nach, wie weit es denn bis zu Audes (Sonjas Freundin) Wohnung war. 1,6 km ist nicht wirklich weit. Aber unseren EU-GO in dieser unheimlichen Gegend stehen zu lassen, war uns zu heikel. Wir hatten schon öfter von Wohnmobileinbrüchen in Avignon gehört, selb st auf Campingplätzen. So kontaktierte ich Aude und beschrieb ihr die Lage. Da sie sehr spontan ist, schlug sie vor, uns mit ihrem Sohn mit ihrem Auto aufzusuchen. Das kam uns sehr entgegen, denn wir waren ja extra nach Avignon gekommen, um sie wiederzusehen. Das letzte Mal liegt 13 Jahre zurück! Mittlerweile hat sie einen dreijährigen Sohn (Siméon), der total Auto- und LKW begeistert ist. Das kam gerade richtig, ihm einmal das Wohnmobil zeigen zu können.

img_3518
Der stolze Siméon im Wohmobil
img_3507
Er durfte sogar am Steuer sitzen und die Hupe betätigen!

Es war eine große Freude für uns, dass die beiden uns in unserem kleinen Einzimmer-Apartment aufgesucht haben. So haben wir einen netten Abend mit ihnen verbracht, viel erzählt und gelacht. Wir sind gespannt, wie lange das nächste Wiedersehen auf sich warten lässt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.