Abendessen und Schildkröten

An unserem zweiten Urlaubsort in Sri Lanka, nahe Matara, unterscheidet sich der Tagesablauf nur unwesentlich von dem in Weligama. Da wir allerdings deutlich näher am Strand und den Surfspots wohnen, entfallen die langen Spaziergänge zum Surfen. Dafür ist das eigentliche Stadtzentrum wesentlich weiter entfernt, so dass wir für unser Abendessen nur eine begrenzte Anzahl von Restaurants zur Auswahl haben. Einige davon liegen direkt am Strand, so dass man entweder von der Terrasse einen wunderschönen Ausblick auf das Meer genießen kann oder aber mit den Füßen im Sand zu Abend isst. Bei diesen Restaurants handelt es sich um kleinere, meist von Einheimischen geführte „Buden“, die aber ganz klar Touristen als Zielgruppe haben. Das merkt man zum einen an der in englischer Sprache verfügbaren Karte, zum anderen an den deutlich höheren Preisen. Deutlich höher bedeutet, dass wir zu zweit, inklusive Getränke knapp unter 10 Euro für ein Abendessen ausgeben.

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Der Blick von der Restaurantterrasse auf den Strand war wirklich unwirklich, fast wie aus Filmen.

Der Betreiber eines dieser kleinen Restaurants kümmert sich zudem auch noch um die Schildkröten, denn der „Black Sand Beach“ wird von Wasserschildkrötenweibchen zur Eiablage genutzt. Der Besitzer des kleinen Restaurants buddelt die Eier anschließend aus und vergräbt sie in einem kleinen, durch Netze geschützten Bereich seines Strandabschnitts. Jeden Morgen, wenn die kleinen Schildkröten schlüpfen, sammelt er diese ein und „lagert“ sie in einem großen Eimer mit Meerwasser, bevor er sie abends in den Indischen Ozean in die Freiheit entlässt. Tagsüber sind zu viele Menschen im und am Wasser, und auch die Vögel könnten die kleinen Schildkröten viel zu schnell erkennen und fressen. Wir hatten bei einem Abendessen das Glück, beim Aussetzen der Schildkröten „zu helfen“. Am nächsten Morgen konnten wir durch Zufall dann auch noch das Schlüpfen einer neuen Gruppe Schildkröten beobachten. Diese durften dann in ihrem Eimer bis zum Abend „abwarten“.

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Die frisch geschlüpften Schildkröten im Eimer, noch ohne Wasser, in dem sie bis zum Abend abwarten „dürfen“, bevor sie in den Ozean entlassen werden.
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Sonja beim Entlassen einer kleinen Schildkröte in die Freiheit.

An der Hauptstraße gibt es noch ein kleines Restaurant, das praktisch rund um die Uhr von Einheimischen und einigen wenigen Touristen frequentiert wird. Dort bekommt man ein Hauptgericht wie z.B. Reis und Curry oder Fried Rice für 150 Rupien, was etwa 75 Cent entspricht. Wir haben dort sowohl vor Ort gegessen als auch das Essen einpacken lassen und auf unserer Terrasse verspeist. Die Qualität ist absolut hervorragend, und wir werden beide locker davon satt, Sonja hebt sich oft noch die Hälfte des Abendessens für das Frühstück am nächsten Tag auf.

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„unser“ Koch beim Zubereiten der Portion Reis für das Abendessen.

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