Unser Traumurlaub endet mit einem Crash! Ein großer Schock! Unser EU-GO muss von einem spanischen Autotransporter abgeschleppt werden……wird er überleben?

Einige von euch wissen es schon, für einige wird die Nachricht neu sein……nach einem wirklichen Traumurlaub mit viel Entspannung, Sonne, Lesen, Schlafen, Spazieren gehen etc. machten wir uns dienstags abfahrbereit, da Marc am Freitag vor Schulbeginn arbeiten musste. Für die Rückfahrt planten wir wie für die Hinfahrt zwei Fahrtage ein, damit wir entspannt ankommen würden und das Auto noch ausladen und winterfest machen könnten. Mittwoch früh verließen wir den Campingplatz Punkt 8 Uhr, als die Schranke von der Nachtruhe geöffnet wurde. Wir fuhren noch einmal zur Tankstelle, da der Dieselpreis um 30 Cent unter dem französischen Niveau lag. In der Nacht hatten wir kaum ein Auge zugemacht, da ein heftiger orkanartiger Sturm, der auch angekündigt war, über das Land fegte. Ständig lagen wir im Wachmodus und lauschten, ob nicht irgendwelche Vorzelte der Nachbarn etc. wegflogen. Sie hatten am Abend zuvor schon alles windfest gezurrt bzw. abgebaut. 


Jedenfalls war der Wind immer noch sehr stark, so dass ich Marc bat, die erste Strecke zu fahren, da er als LKW Führerscheininhaber mit großen Fahrzeugen einfach bessere Erfahrung hat. Unser EU-GO lag zwar recht sicher auf der Straße auch wegen des großen Fahrwerks, aber seine große Angriffsfläche machte sich schon bemerkbar. Auch auf der Autobahn war das Fahren recht anstrengend, auch für mich als Beifahrer, da die LKW auch oft Schlangenlinien fuhren bzw. die Spur verließen und ausscherten. Angenehmes Fahren ist anders. Und wir hatten uns auf die tollen spanischen Autobahnen gefreut, da wir ja sonst immer Landstraße fahren, was tendenziell immer etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Nach anderthalb Stunden machten wir noch eine Pause, wo wir auf dem Rastplatz beim Gang zur Toilette gefühlt fast weggeflogen wären. Von der Autobahn aus hatte man oft auch einen Blick aufs Meer, was wir so aufgewühlt noch nie in unserem Leben gesehen hatten. Es war dunkelgrün mit weißen Schaumkronen, und meterhohe Gischt flog über die Oberfläche. 


Wieder auf der Autobahn Richtung Barcelona entfernten wir uns vom Meer, und der Wind ließ tatsächlich nach. Wir waren sehr erleichtert, da das Fahren jetzt viel angenehmer wurde. Bei einem Autobahnkreuz mussten wir die Autobahn wechseln und fuhren auf der Überholspur über einen Verteiler Richtung neuer Autobahn. Rechts war langsamer, stockender Verkehr, an dem wir vorbeifuhren. Plötzlich scherte ein spanischer BMW ohne Blinker direkt aus der rechten Spur vor unserem EU-GO aus auf unsere Spur, was Marc zu einer Vollbremsung veranlasste. Der BMW fuhr seinerseits auf ein anderes Auto halb vor ihm auf, so dass wir durch dieses abrupte Stehenbleiben des BMWs keine Chance mehr hatten, einen Crash zu vermeiden. Das vordere beschädigte Auto beging Fahrerflucht, wir hatten keine Chance, das Kennzeichen zu erkennen. Der BMW konnte sich noch auf den Seitenstreifen retten. Wir blieben auf der Überholspur stehen, da der Motor wegen der automatisch abgestellten Dieselzufuhr nicht mehr zu starten war……..meine erste Reaktion……..Warnweste an, Warndreieck auspacken…….und dieses irgendwie platzieren…..uns war glücklicherweise nichts passiert, da Marc schon vor dem Aufprall sehr stark die Geschwindigkeit gedrosselt hatte.
Ich wollte gerade mit dem Dreieck bewaffnet den EU-GO verlassen, da kam auch schon ein Rettungswagen, der gerade zufällig vorbei kam, und stellte sich mit seinem blinkenden Auto direkt hinter uns als „Schutz“ auf…….das war unser erster Schutzengel….denn so musste ich nicht mit dem Warndreieck über die viel befahrene Autobahn spazieren.
Zurück im EU-GO stellte ich fest, dass der ganze Schrankinhalt vom Kleiderschrank nach vorne katapultiert worden war. Die Tür hatte sich durch den Aufprall geöffnet…..die anderen Schränke waren erstaunlicherweise geschlossen geblieben wegen der guten Verschlüsse. 
Ansonsten war hinten eigentlich nur unser Mülleimer mit unzähligen Walnuss-und Eierschalen umgeflogen und hatte ein wenig Schweinerei gemacht. …..ansonsten hatten wir alles wohl sehr gut verstaut. Marc versuchte unterdessen auf Englisch der Polizei zu erklären, wo wir uns genau befänden. Einer der Sanitäter gab mir eine Info über den genauen Standort, den wir ihnen nannten. Der BMW war vorne und hinten beschädigt. Wir trauten uns dann vorsichtig raus, um zu schauen, wie es um EU-GO stehen würde…….ich konnte es nicht einschätzen, es sah einfach erst mal schlimm aus. 

Unser EU-GO sieht ganz schön verblötscht aus….:-(

Die Polizei war dann auch recht schnell da….nahm den Unfall auf, die Strassenmeistereien beseitigte gleichzeitig die Scherben der BMW-Heck-Scheibe, die auch teilweise auf unserer Motorhaube liegen geblieben waren. Wir hatten einen sehr kompetenten älteren Chef-Polizisten, der sich sehr bemühte, alles richtig aufzunehmen, und der auch sehr gut Englisch sprach. Er machte uns noch auf eine Verkehrsüberwachungskamera aufmerksam, die evlt. den Geflüchteten aufgezeichnet hat und sogar den Unfallhergang. 
Über den ADAC organisierten wir uns einen Abschleppdienst, der allerdings eher für schmälere Autos gedacht war. EU-GO stand mit seinen Reifen wirklich seitlich halb in der Luft, aber der Fahrer sicherte ihn sehr gut, dass er nicht runterfallen konnte. Mit diesem durften wir dann vorne in der Fahrerkabine zu einem Depot mitfahren, wo EU-GO die nächsten Wochen stehen bleiben würde, bis ein Autotransporter Richtung Deutschland fahren würde. Für uns organisierte der ADAC nach gefühlten Stunden in irgendwelchen Warteschleifen (da man sich immer wieder über die Zentrale einwählt und von dort weitergestellt wird.) ein Taxi nach Barcelona, ein Hotel für eine Nacht und einen Flug nach Stuttgart am nächsten Tag, was zu aktuellen Zeiten eine Besonderheit ist, zumal Stuttgart sogar unser „Heimatflughafen“ ist.

Unser EU-GO auf der Ladefläche, man erkennt, wie schmal diese ist.

Wie es weiter geht, was wir alles im Depot erleben, was wir dort alles einpacken müssen und wie, erfahrt ihr im nächsten Artikel.

Ein Gedanke zu “Unser Traumurlaub endet mit einem Crash! Ein großer Schock! Unser EU-GO muss von einem spanischen Autotransporter abgeschleppt werden……wird er überleben?

  1. Der Unfall tut uns sehr leid für euch. Es war bestimmt ein großer Schock nach dem tollen Urlaub. Wir drücken die Daumen, dass der EU GO nochmal zum Leben erweckt werden kann.LG Ruth und Klaus

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