Valencia – die Stadt der Künste und Wissenschaften

Nachdem es gestern vor allem ins historische und maritime Valencia ging, waren wir heute im modernen Teil unterwegs. Primär ging es ins Oceanografic, doch davor haben wir uns das “moderne Valencia” angesehen, das sich ganz in der Nähe befindet, bzw. einen Teil davon bildet. Der Bezirk Alameda beherbergt neben dem Oceanografic, und das ist tatsächlich räumlich zu verstehen, noch das Palau de les Arts Reina Sofía (Opernhaus), das naturwissenschaftliche Museum Príncipe Felipe, das Hemisfèric (3D-Kino mit einer 900 Meter langen Leinwand), den Umbracle (einen riesigen frei zugänglichen Garten, unter dem sich auch ein riesiges Parkhaus für die Veranstaltungshäuser befindet), das Ágora (einen multifunktionalen Veranstaltungsraum, dessen Außenhaut aus blauen Kacheln besteht) und die Brücke L’Assut d’Or, die den ehemaligen Flusslauf und heutigen Garten des Turia überspannt. Da die Fakten (die hinter den jeweiligen Links verborgen sind) nur halb so beeindruckend sind wie die Gebäude selbst, folgen hier direkt die Bilder, und Ihr könnt Euch selbst einen Eindruck davon machen:

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Die Sehenswürdigkeiten von links nach rechts: Palau de les Arts Reina Sofía, Hemisfèric, naturwissenschaftliches Museum Príncipe Felipe, L’Assut d’Or, Ágora und Sonja 😉 mehr als sehenswert!
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Im Hintergrund das naturwissenschaftliche Museum Príncipe Felipe,  die beeindruckende Konstruktion der Brücke L’Assut d’Or und der Veranstaltungsraum Ágora
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Es gibt deutlich hässlichere Parkhäuser auf dieser Welt… ok, das ist ja auch nur die Dachbegrünung 😉
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Der Eingang zum Oceanogràfic, auch architektonisch nicht uninteressant, die inneren Werte überzeugen allerdings noch mehr… dazu später einmal mehr.

 

 

 

 

Valencia erkunden mit dem Bus und per Pedes

Bereits gestern sind wir von Oliva, mit mehreren Einkaufs- und Tankstops, in die Nähe von Valencia, auf den Campingplatz Coll Vert gefahren.

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Imposante ältere Gebäude, die heute meist von Banken genutzt werden, gibt es jede Menge…

Heute sind wir zur Abwechslung noch einmal früh aufgestanden und vor 9 Uhr mit dem Linienbus in die Stadt Valencia gefahren. Dort haben wir dann den ersten Stadtrundfahrt-Bus der roten Linie genommen, der sich durch die historische Altstadt bewegt. Dabei haben wir schon eine grobe Orientierung bekommen und da die Altstadt aber garnicht vollständig vom Bus durchfahren werden kann, sind wir im Anschluss an die 90-minütige Tour zu Fuß durch die engen Gassen spaziert.

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Der Turm und das Portal der Kathedrale mit einer schönen Krippe im Park davor.

Im Inneren viel beeindruckender als die (kostenpflichtige) Kathedrale war allerdings die Basilika. Das hat Valencia dann mit Trier gemeinsam. In beiden Städten sind die beiden Kirchen in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht und von außen wirkt die Basilika in beiden Fällen recht unscheinbar.

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Versteckt hinter hohen Mauern findet sich auch so manche Besonderheit, wie hier der Jardines de Monforte

Im Anschluss haben wir dann den Tag mit der weiteren Rundfahrt, diesmal in der blauen Linie, zum Hafen, der Marina und entlang der imposanten neuen Gebäude gemacht. Anschließend sind wir müde und geschafft von soviel Eindrücken und etwa 10 Kilometern zu Fuß wieder in den Bus der Linie 25 gestiegen, der uns zurück zum Campingplatz gebracht hat.

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Auch im Mercado Central, einer sehr imposanten Markthalle, war eine dreidimensionale Krippe sogar mit Wasserläufen aufgebaut.

Für den morgigen Tag haben wir uns den Besuch des Oceanografic vorgenommen und werden, da die imposanten Neubauten in der Nähe liegen oder sogar Teil des Oceanografic sind, dann noch einmal darauf eingehen.

Den Tagesabschluss hat Sonja mit einem Thunfischsalat und einer anschließenden Paella kulinarisch gestaltet:

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Eine komplett selbstgemachte Paella von meiner liebsten Sonja. Was passt besser zur Stadt Valencia, dem Ursprung der Paella…

Surfen am Nikolaustag

Es ist kaum zu glauben, aber wir waren heute morgen tatsächlich zum Nikolaussurfen auf dem Mittelmeer. Die Wellen waren mit etw 2 Metern draußen immer noch recht hoch und brachen auch ziemlich “close out”, also in einer Linie, so dass an das Absurfen “grüner” Wellen nicht wirklich zu denken war. Wir haben beide recht viele Weißwasserwalzen “erwischt” und selbst dabei schon deutlich gemerkt, dass wir an die Grenzen unserer Bretter kommen. So bin ich mit Sonjas Brett besser klargekommen als mit meinem eigenen, und auch dabei sind uns die Dinge aufgefallen, die die Bretter eben nicht leisten. Unsere bisherigen Surfbretter sind eben mehr für Anfänger ausgelegt, d.h. sie verzeihen “falsche” Kantenbelastungen und fahren relativ ungerührt mehr oder weniger geradeaus die Welle hinab. Genau diese Kantenbelastung ist aber notwendig, um in der Welle die Richtung zu verändern. Ein Brett zu haben, das jegliche Steuerversuche ignoriert, ist auf Dauer einfach nicht zielführend, und daher freuen wir uns schon sehr auf unsere neuen Surfbretter, die ja bereits in Euskirchen bei Sonjas Eltern auf uns warten.

Nach einiger Zeit kam die Sonne richtig heraus, und sie hat wirklich spürbar gewärmt. Da die Wassertemperatur allerdings nur 16 Grad betrug, sind wir nach einer Stunde ziemlich durchgefroren aus dem Wasser gegangen und haben uns unter der warmen Dusche aufgewärmt.

Anschließend gab es dann Frühstück, und wir haben teilweise tatsächlich im T-Shirt vor dem Wohnmobil auf den Campingstühlen gesessen. Ungefähr so hatten wir uns ein Überwintern in Spanien vorgestellt. Der Regen der letzten Tage ist damit schon vollständig vergessen, und wir freuen uns auf die nächsten Sonnentage mit Über 20 Grad.

Vom heutigen Tag gibt es keine Bilder, ebenso wie es von mir keine Surffotos gibt, denn Sonja ist irgendwie immer auf dem Wasser, wenn ich auch drauf bin… Sie hat aber versprochen, irgendwann eines zu machen, vielleicht glaubt mir dann auch mal einer, dass ich ab und an auf nem Brett stehe…

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Deshalb einfach noch mal ein altes Bild (2009) von Sonja… ist auch viel schöner anzusehen ;-)…
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…und von vor ein paar Tagen… Die Technik hat sich verbessert (sowohl Sonjas Surftechnik als auch die Fototechnik), das Brett geändert, aber Sonja hübsch wie eh und je…durch meine rosa Brille!

Nach unserem obligatorischen Strandspaziergang haben wir dann noch alte Fotos angeschaut, denn hier haben wir die Zeit dazu, und wir haben beschlossen, nun jeden Abend einige Zeit Bilder anzusehen, denn etwas mehr als 52.000 befinden sich auf dem Rechner, und es kommen ja fast täglich einige – mittlerweile aber deutlich weniger – hinzu.

VW T5 Kastenwagen Selbstausbau (2014 bis 2015)

Nachdem unser Fort Transit Nugget ja sehr plötzlich verstorben war, wir aber noch mehrere Reisen mit dem Wohnmobil geplant hatten und außerdem unser Wohnmobil ja fast immer – so auch zu dieser Zeit – unser einziges Auto war, brauchten wir dringend Ersatz.

Auf die Schnelle fiel mir dann der liebe Ralf Zimmer von Autocollection.de in Bonn ein, der mir bereits den T5 Multivan sehr günstig als EU-Import besorgt hatte und uns auch mit seinen Kontakten bei der Beschaffung des Ford Transit Nugget sehr behilflich war. Und so kam es, dass wir nur wenige Tage nach unserem Kontakt einen Kastenwagen in Bonn abgeholt haben. Wieder lief alles reibungslos und absolut professionell ab. Wenn wir jemals wieder ein “normales” Auto, also alles, was nicht Wohnmobil ist, benötigen sollten, wird Ralf Zimmer und Autocollection.de mein erster Ansprechpartner sein. Vor allem die offene und ehrliche, markenunabhängige Beratung und die unglaubliche Detailkenntnis des Firmeninhabers haben mich sehr beeindruckt, und die Hilfe endete nicht mit Abschluss des Kaufvertrages.

Jedenfalls stand dann ein leerer Kastenwagen (mit dem sehr schönen Nummernschild TR-EU 1010 – was der 10.10. für ein Datum ist, könnt ihr hier nachlesen) vor unserem Haus in Oberbillig. Ich habe mich dann daran gemacht, ihn zu isolieren (mit Armaflex), eine Innenverkleidung zu basteln, die Lampen durch LEDs auszutauschen, ein Bett und einen Innenboden aus Siebdruckplatte hineinzurasseln, so dass das Fahrzeug wenigstens ein rudimentäres Wohnmobil wurde, was wir dann allerdings schon nach einem Jahr gegen unserem Pössl Vario 545 eingetauscht haben.

Hier jedenfalls einige Bilder vom Auto und Ausbau:

Auf dem Markt in Oliva… und kaum Regen, obwohl er angekündigt war

Am heutigen Donnerstag sind wir um 10 Uhr mit dem Bus nach Oliva gefahren. Warum nicht mit dem Fahrrad? Der Wetterbericht sagte wieder einmal ausschließlich Regen an, und außerdem benötigen wir wieder Wasser zum Trinken. Da der Nachbar uns zwar letztes Mal angeboten hatte, dieses mitzubringen und das auch getan hatte, aber wenig begeistert wirkte, haben wir uns entschlossen, dieses Mal selbst dafür zu sorgen. Da wir 18 Liter Wasser (3×6 Liter Kanister) sehr schlecht auf dem Fahrrad transportiert bekommen und zudem ja auch noch Obst und sonstige Lebensmittel benötigten, haben wir uns entschieden, mit dem Bus zu fahren, der direkt vor dem Campingplatz abfährt.

Normalerweise ist ja immer freitags Markt in Oliva, diesmal wegen des Feiertags am 6. Dezember allerdings schon am Donnerstag. Jetzt fragt man sich natürlich, welcher Feiertag am 6. Dezember in Spanien gefeiert wird… Und es ist nicht Nikolaus, sondern der Tag der Verfassung. Wieder etwas dazu gelernt.

Wir sind dann jedenfalls um 10 Uhr mit dem Bus nach Oliva zum Markt gefahren und haben zuerst den Konsum, dann den Aldi, anschließend den Markt und dann noch den Mercadona aufgesucht, denn mittlerweile wissen wir recht gut, welche Lebensmittel es in welchem Markt besonders gut oder günstig gibt. Bezüglich Frische und Qualität ist allerdings der Markt absolut ungeschlagen. Heute haben wir dort zwei Kilogramm Walnüsse für sechs Euro, zwei Kilogramm Trauben für zwei Euro und als absolutes Highlight drei Kilogramm Mandarinen für sage und schreibe einen Euro (nicht das Kilogramm, sondern insgesamt!!!). Zusätzlich gab es dann noch 5 Kilogramm Äpfel und Zucchini, Kartoffeln, anderen Gemüse, Thunfisch, Chorizo, Käse, 24 Eier und Müsli. Was jetzt nach einem Einkauf für einen Monat klingt, ist gar nicht so viel, denn wir essen jeder jeden Tag knapp ein Kilogramm Obst und da ist das sehr schnell weg…

Der Regen ließ sich jedenfalls nur um uns herum blicken, aber wir sind die ganze Zeit in Oliva nicht nass geworden, im Gegenteil, wir hatten teilweise sogar Sonne. Um 13 Uhr fuhr der Bus dann mit uns und einigen wenigen anderen Gästen zurück zu den Campingplätzen. Wie sich während der Fahrt herausstellte, waren auch drei Damen vom Nachbarcampingplatz dabei. Die Damen (alle deutlich jenseits der 60 Jahre alt) sind jeweils alleine mit je einem Wohnmobil unterwegs und haben sich, da sie die weite Strecke von Deutschland nicht unbedingt alleine fahren wollten, verabredet, um im Konvoi bis hierher zu fahren, und dann den Winter im Süden zu verbringen. Das hat uns beiden sehr beeindruckt, und die Damen waren wirklich gut drauf. Es zeigt sich wieder einmal: “Man ist so alt, wie man sich fühlt”. Wir wünschen den dreien jedenfalls einen tollen Aufenthalt und haben uns gefreut, sie kurz kennenzulernen.

Nach unserem Einkaufsausflug haben wir uns entschlossen, noch einen Strandspaziergang zu machen. Am Strand war es immer noch recht wenig da, dass die Wellen immer noch sehr hoch sind, aber der angekündigte Regen blieb weiterhin aus.

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In Blickrichtung Süden war der Himmel sogar blau, allerdings war es nicht sooo warm, wie man unschwer an Sonjas Kleidung erkennt 😉

Pünktlich, als wir zurück zum Auto kamen, fielen auch die ersten Tropfen, also ideales Timing, wie so oft.

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Hand in Hand am Strand… was kann es schöneres geben?!? So spazieren wir sehr häufig und nun schon seit über drei Monaten fast täglich 💖
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Es ergaben sich – dank des komplett eingeschlafenen Windes – wirklich tolle Spiegelungen und wenn es etwas wärmer gewesen wäre, hätten wir uns vermutlich auch mit den Wellenreitern noch in die Fluten gestürzt, aber so ist das auf einen anderen Tag verschoben.

Da der Regen den gesamten Abend und die Nacht andauern wird, haben wir auch noch ausreichend Gelegenheit zu lesen und uns auszuruhen. Zudem genießen wir das ein oder andere Telefonat mit unseren Lieben, die daheimgeblieben sind. Natürlich sind Geburtstagstelefonate immer besonders nett, und Sonjas liebe Patentante hat heute Geburtstag und sich sehr über Sonjas Anruf gefreut.

Regentag der dritte… Reflexion

So langsam ist es mal gut… aber irgendwie auch nicht… Wir sind jedenfalls heute morgen um 8 Uhr wieder in einer Regenpause für eine Stunde am Strand entlang spaziert, wobei soviel Strand war aufgrund der großen Wellen und des Windes nicht da. Die Wellen schwappten teilweise bis an die Düne, so dass wir immer wieder ausgewichen sind. Wir waren mit Gummistiefeln und Regenklamotten zwar gut verpackt, aber ein Fußbad oder gar mehr musste dann doch nicht unbedingt sein. Wobei mich dann kurz vor Ende des Spaziergangs doch eine Welle erwischte und mir ein unfreiwilliges Fußbad verpasst hat… Sonja war schneller, wie so oft 😉

Anschließend sind wir dann unter die heißen Duschen des Campingplatzes gegangen und haben den Tag über viel gelesen, denn der Regen war wieder da. Die größeren Überschwemmungen und Pfützen auf dem Platz sind aber mittlerweile wieder verschwunden.

Aktuell “schaffen” wir jeder täglich etwa ein Buch von etwas über 100 Seiten, oder eben entsprechende Seitenzahlen von umfangreicheren Werken.

Außerdem ist es wirklich interessant, welche Gedanken uns kommen, wenn wir mal “herunterkommen” und nicht einfach wie in den letzten Jahren praktisch permanent nur “funktionieren” müssen. Dabei wird mir auch immer mehr bewusst, dass viel Stress auch selbstgemacht ist und es im Leben auch ganz andere Schwerpunkte geben kann. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass gerade eine Führungskraft einen gesunden Ausgleich zum Job haben muss, bzw. gerade durch die aktive Freizeitgestaltung und die Beschäftigung mit anderen Themen den Blick über den Tellerrand überhaupt erst schaffen kann. Und dieser Weitblick ist erforderlich, um für die Zukunft sinnvolle Entscheidungen zu treffen, denn wer zu sehr im Tagesgeschäft “gefangen ist”, der wird kaum strategisch planen und denken können. Das gilt ebenso für den Beruf, wie für das Privatleben.

Irgendwie ist damit jeder in seinem Leben eine Führungspersönlichkeit, denn jeder Mensch muss täglich etliche Entscheidungen treffen, und einige davon haben weitreichende Folgen. Manchmal gilt es vielleicht, sich selbst und seine Situation und Fähigkeiten in Ruhe zu betrachten, um dann zu entscheiden, in welche Richtung das weitere Leben verlaufen soll, statt es einfach nur “geschehen zu lassen”. Ich jedenfalls möchte zusammen mit Sonja das Leben wieder aktiver gestalten und nicht nur “gelebt werden”. Unsere Karrierewende hat sich für mich bereits zu diesem Zeitpunkt voll gelohnt, und vor allem die Regentage, die zur Beschäftigung mit sich selbst zwingen, waren eine hervorragende Zeit, die alles andere als leer war. Wie so oft im Leben kommt es darauf an, was man daraus macht…

Regentag 2 – einfach mal Nichts tun

Das, was wir heute gemacht haben, haben wir bereits seit Jahren nicht gemacht… Nämlich NICHTS. OK, nun fragt ihr Euch sicher, wenn nichts passiert ist, warum schreibt er dann überhaupt einen Artikel? Nun ja, das liegt daran, dass Nichts manchmal ziemlich viel und zumindest für uns sehr wichtig sein kann…

Entgegen der Wettervorhersage war heute morgen exakt von 8 bis 9 Uhr eine Regenpause, bzw. der Regen kam nur nicht direkt hier am Strand herunter, sondern erst etwas weiter im Landesinneren. Wir sind dann sofort spontan bei relativ starkem Wind zu einem Strandspaziergang aufgebrochen und exakt mit dem einsetzenden Regen wieder am Wohnmobil angekommen.

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Hohe Wellen gibt es auch am Mittelmeer und einen ziemlich bedrohlich wirkenden Himmel ebenfalls, aber es ist – zumindest für einige Zeit – trocken.

Der Regen (und ich meine Regen, wir wir ihn sonst nur im Regenwald in vergleichbarer Intensität erlebt haben…) hörte dann tatsächlich den gesamten Tag nicht mehr auf,  und wir haben unseren EU-GO auch nicht mehr verlassen, sondern haben gelesen, gegessen, viel gesprochen, geschlafen und einfach Zeit miteinander verbracht. Und entgegen meinen Erwartungen war es überhaupt nicht langweilig. So haben wir Entscheidungen  und Optionen für die Zukunft besprochen, von denen wir noch nicht einmal wissen, ob sie überhaupt anstehen. Aber es tat gut, sich intensiv auch über verschiedene Alternativen und Optionen abzustimmen und die jeweiligen Vorstellungen des Partners zu hören. Dankbarerweise durften wir feststellen, dass sich unsere Ideen und Vorstellungen nur in kleinen Details unterscheiden. Das war bisher bei “großen Entscheidungen” Gottseidank immer so. Allerdings wohl auch, weil wir uns immer sehr intensiv über unsere Ideen und Vorstellungen austauschen und ausgetauscht haben.

Und falls ihr euch fragen solltet, ob es uns stört, das wir uns auf unseren paar Quadratmetern nicht aus dem Weg gehen können… Bislang nein. Denn natürlich ist jeder auch mal mit seinen Dingen beschäftigt, so dass man sich nicht permanent miteinander beschäftigt, aber wir genießen immer noch die Nähe des Partners, für die wir im “normalen Leben”, also vor unserer Karrierewende, viel zu oft keine Zeit hatten, oder uns diese eher nicht genommen haben, weil es ja sooo viele vermeintlich wichtige Dinge zu erledigen galt.

Da es mit 12 °C Außentemperatur zur Zeit auch recht frisch ist (zumindest für spanische Verhältnisse) und wir nicht die ganze Zeit unsere Heizung laufen lassen wollten, haben wir einen Großteil des Tages unter dicken Decken und gut eingepackt, teilweise im Bett verbracht.

Unsere Heizung ist im übrigen eine Dieselheizung, die sich aus dem Fahrzeugtank “bedient”, also kein Gas verbraucht. Innerhalb von einigen Minuten ist der Innenraum angenehm temperiert, denn entgegen der Radiatoren oder Fußbodenheizungen, die man zuhause kennt, ist die Heizung eine reine Warmluftheizung, also im Prinzip eine Standheizung, wie sie auch in PKW verbaut werden kann. Über Ausströmer, die im gesamten Fahrzeug und auch der Garage verbaut sind, wird die von der Heizung erwärmte Luft gleichmäßig verteilt. Die Menge des dabei verbrauchten Diesels ist so gering, dass wir keine Ausschläge auf der Tankanzeige erkennen konnten. Für alle Fälle ist aber eine Schaltung installiert, die eine weitere Dieselentnahme aus dem Fahrzeugtank verhindert, wenn dieser nur noch mit der Reserve (die bei unserem Fiat etwa 100 Kilometer weit reicht) gefüllt ist.