Auf nach Avignon: Wiedersehen mit französischer Austauschschülerin von Sonja

Nach einer stürmischen Nacht sind wir dann auch recht früh aufgebrochen, um unsere 300 km in über 4 Stunden Fahrtzeit nach Avignon entspannt angehen zu können. Denn morgen wollten wir uns mit meiner ehemaligen Austauschschülerin aus Charleville-Mézières, die seit über 10 Jahren in Avignon lebt, samt Familie treffen. Das erste Stück, was wir zum Stellplatz im Dunklen gefahren waren, war sehr kurvenreich, danach lotste uns das Navi über breite, gut ausgebaute Nationalstraßen. Je weiter wir uns Avignon annäherten, umso hektischer wurde der Verkehr. Mehrspurige Straßen, Kreisverkehre, Leitplanken, Straßengeländer, hohe Bordsteine, alles war dabei. Dass man durch die ganze Stadt nicht mit 3,5 Tonnen fahren durfte, stellte Marc dann auch noch fest. Mir als Fahrer war dies nicht aufgefallen. Die Busfahrer schauten uns schon verdächtig an, ebenfalls eine Polizeistreife. Wir fuhren die kilometerlange beeindruckende Stadtmauer entlang. Genießen konnte ich den Anblick nicht bei diesem Verkehrsaufkommen, oft trennten uns nur Zentimeter vom Nachbarauto, Motorradfahrer, die gerne auch mal nur auf dem Hinterrad fahrend überholen, scherten kurz vor uns ein. Puh, was für eine Hektik. Der anvisierte Parkplatz war nicht auffindbar, weil die Beschilderung immer irgendwo endete. Wir hatten die Schnauze voll und wollten schon wieder aus der Stadt raus, als Marc einen Lidl-Parkplatz entdeckte, der in 100 Meter Entfernung lag. Dieser rettete uns zunächst einmal.

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Die schöne Stadtmauer von Avignon mit ihren Wachtürmen

Die Rast auf dem Parkplatz nutzten wir erst mal, um unser sehr sehr spätes Frühstück zu uns zu nehmen. Unterwegs hatten wir nur etwas dunkle Schokolade und Walnüsse geknabbert. Als wir dann gut gestärkt waren, schauten wir mal nach, wie weit es denn bis zu Audes (Sonjas Freundin) Wohnung war. 1,6 km ist nicht wirklich weit. Aber unseren EU-GO in dieser unheimlichen Gegend stehen zu lassen, war uns zu heikel. Wir hatten schon öfter von Wohnmobileinbrüchen in Avignon gehört, selb st auf Campingplätzen. So kontaktierte ich Aude und beschrieb ihr die Lage. Da sie sehr spontan ist, schlug sie vor, uns mit ihrem Sohn mit ihrem Auto aufzusuchen. Das kam uns sehr entgegen, denn wir waren ja extra nach Avignon gekommen, um sie wiederzusehen. Das letzte Mal liegt 13 Jahre zurück! Mittlerweile hat sie einen dreijährigen Sohn (Siméon), der total Auto- und LKW begeistert ist. Das kam gerade richtig, ihm einmal das Wohnmobil zeigen zu können.

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Der stolze Siméon im Wohmobil
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Er durfte sogar am Steuer sitzen und die Hupe betätigen!

Es war eine große Freude für uns, dass die beiden uns in unserem kleinen Einzimmer-Apartment aufgesucht haben. So haben wir einen netten Abend mit ihnen verbracht, viel erzählt und gelacht. Wir sind gespannt, wie lange das nächste Wiedersehen auf sich warten lässt.

Eine nervenaufreibende Fahrt entlang der felsigen Küstenstraße nach Pineda de Mar

Einer der letzten geöffneten Campingplätze vor der französischen Grenze liegt um diese Zeit in Pineda de Mar, nördlich von Barcelona. Diesen hatten wir uns für den heutigen Tag als Ziel gesetzt, da wir Barcelona schon vor ein paar Jahren mehrere Tage lang erkundet hatten, und sich somit ein Zwischenstopp dort erübrigten. Großstädte meiden wir ja Bekannterweise gerne, zumal, wenn wir sie bereits kennen. Da wir ja Mautstraßen mit dem Wohnmobil meiden und auch etwas von der Landschaft mitbekommen möchten, navigierte uns unser Navi über eine sehr enge, abenteuerliche, felsige Küstenstraße. Die Aussicht war die ganze Zeit grandios, nur dass wir diesen Anblick des himmelblauen Mittelmeers so gar nicht genießen konnten. Die Straße schlängelte sich an sandgelben Felsen vorbei, rechts senkrecht der Abgrund, für mich als Beifahrer mit der erhöhten Sitzposition über der Leitplanke ein „Graus“. Zum Glück habe ich hundertprozentiges Vertrauen in meinen lieben Marc, mit niemand anderem würde ich diese Straße fahren, ohne das Steuer selbst in die Hand zu nehmen, allerdings dann lieber mit einem VW Polo o.ä. Die Herausforderung war der ständige Gegenverkehr, der an seiner Seite auch eine senkrechte Felswand nach oben hatte, und somit sich auch von dieser gerne fernhielt und nicht selten auf unsere Spur kam. Oft waren es nur Zentimeter, die uns von einem Crash verschonten. Dann nutzten auch viele sich im Urlaub befindende Spanier die Straße für ihr Rennradtraining, was uns zu herausfordernden Überholmanövern zwang. Alle paar hundert Meter galt es einen Radfahrer unversehrt zu überholen. Freiwillig wäre ich diese Route nicht mit meinem Rennrad gefahren. Die Krönung war, dass man auf dieser Felsenstraße ganz weit vorausschauen konnte, und kein Ende in Sicht war. Irgendwann senkte sich die Straße langsam in Richtung einer großen Ebene, Barcelona war in Sichtweite. Und wie wir es auch in Porto erlebt haben, ging unsere Route mitten durch die Stadt. Das war ein Erlebnis, wir konnten den Montjuïc diesmal von einer Seite sehen, von der wir ihn noch nicht kannten. Nämlich von der gigantischen Friedhofseite, wo sich tausende Gräber in Schreinen aneinander- und übereinander reihten. Sehr beeindruckend, und das direkt zur Meerseite hin. Genau unter der Kolumbusstatue am Ende der Ramblas tauchten wir dann ein einen Tunnel ab und unterquerten so die Stadt mit einigen Öffnungen nach oben, wo wir Teile der Stadt erkennen konnten. Das war ein tolles Erlebnis, so auch die nördlichen Vororte von Barcelona zu durchfahren. Ca. 50 km weiter lag dann unser Campingplatz. Als wir dort ankamen, waren wir total erschöpft, Marc vom Fahren und ich vom „Beifahren“.

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Der Strand von Calella, im Winter hat man dort seine Ruhe

Bei einem Spaziergang durch Calella, welches neben Pineda de Mar liegt, fanden wir einen großen Friedhof mit einer Kapelle, wo in der Eingangstür extra für Marc eine Aussparung eingebaut war, damit er sich nicht wie so oft seinen Kopf stößt 🙂

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So müssten die Türen öfter gebaut sein!

I am stoked! – Heute erwischte ich die höchste Welle meines Lebens

Heute morgen wurden wir gegen 8 Uhr von einem strahlend blauen Himmel geweckt. Es war mit 12 Grad noch etwas frisch, so dass wir dann einfach noch ein bisschen im Bettchen unter unserem Panoramadachfenster liegen geblieben sind und Pläne geschmiedet haben. Gegen 9.30 h zog ich meine Laufklamotten an, und ging eine halbe Stunde am Strand entlang joggen, um mich aufzuwärmen, und um Ausschau nach den Wellen zu halten, im Fachjargon „Wellencheck machen“. Dieser fiel gut aus, so dass ich sofort zum Campingplatz zurücklief und meinen Neoprenanzug überzog. So langsam hatte die Sonne auch richtig Kraft, so dass es sich echt warm anfühlte. Marc wollte mich heute bei meiner morgendlichen Surfsession noch einmal begleiten und Fotos machen. Meine Wellenausbeute war sehr gut, besser als oft am Atlantik, dessen Wellen man ja eine gute Qualität nachsagt. Beim Rauspaddeln (raus bedeutet hier aufs Meer hinaus!) zog mich in Strandnähe eine starke Seitwärtsströmung Richtung Norden, so dass ich versuchte, mit den Füßen den Boden zu spüren, um mich mit meinen Füßen im Sandboden „festzuankern“. So konnte ich ein Stück weiter ins Meer hinaus gehen, anstatt zu paddeln, um ein weiteres Abtreiben zu verhindern. Als ich die nächste Sandbank in 20 Meter Entfernung vom Strand erreichte, konnte ich von dort aus weiter paddeln. Hinter dieser Brechungslinie ließ auch die Strömung nach, so dass ich auf einer Stelle bleiben konnte. Das Wasser hat 15 Grad, was sich gar nicht so kalt anfühlt. Beim Paddeln wird einem ja auch warm, und die Sonne tat ihr übriges. Außerdem habe ich ja seit ein paar Wochen einen neuen Neoprenanzug, der innen gefüttert ist und so die Körpertemperatur gut hält, weil kein Wasser durchläuft. Eine gute Neuanschaffung!

In der halben Stunde, während der Marc am Strand stand, hat er wie immer gute Schnappschüsse von mir gemacht. Im richtigen Moment, wenn ich eine gute Figur in der Welle machte! Vielen Dank an meinen Starfotografen!

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Hier gleite ich am grünen Wellenkamm die kleine Welle entlang, immer weiter, gefühlt endlos…..und es fühlt sich immer wieder berauschend an, auf der Welle zu schweben…..

Nach einer warmen Dusche gab es dann gegen Mittag unser lang ersehntes Frühstück, ein Megaobstteller und danach eine spanische Tortilla, ein Kartoffelomelette mit Pilzen, Käse und Chorizo. Nach dem Frühstück unternahmen wir dann einen kleinen Strandspaziergang über die Strandpromenade in Richtung Supermarkt, um noch einige Vorräte zu besorgen. Nachmittags wurde es immer wärmer.

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Tagsüber hatten wir wirklich 23 Grad (links unten), dagegen rechts im Bild die Temperatur von Deutschland bzw. bei uns die Kühlschranktemperatur!😁😎

Auf dem Rückweg am Strand entlang beobachteten wir zwei einheimische Surfer, wie sie in den Wellen herumtollten. Da bekam ich sofort Lust auf eine zweite Surfsession am Nachmittag. Bei diesen sommerlichen Temperaturen war es auch echt keine Überwindung, noch einmal ins kühle Nass zu springen. Diesmal ging ich alleine Richtung Beach. Die Wellen wurden immer größer, allerdings habe ich hier gelernt, dass die Mittelmeerwellen nicht so brutal sind und man keine Angst vor der Höhe haben muss. So lag ich auf meinem Brett und sah einen Megabrecher von ca. 2 Metern auf mich zurollen, was blieb mir? Die Welle nehmen oder ihr entgegen paddeln, um über sie hinweg zu kommen und sie unter sich durchlaufen zu lassen. Ersteres ist Zielführender.

So drehte ich die Surfbrettnase Richtung Strand und begab mich in Startposition: Auf dem Bauch liegend schräg in Richtung Strand paddeln und warten, bis die Welle das Heck vom Surfbrett leicht anhebt, dann noch zwei weitere Paddelschläge, um in die Welle hineinzukommen und aufzustehen, den Take Off zu machen. Dies gelang mir mit Bravour, ich glitt die glitzernde fast senkrechte Wasserwand entlang………..gefühlt endlos.

Mir gelang es sogar, in der Welle etwas hoch und runter zu fahren. Ein Wahnsinnserfolg.

Danach wurde ich beim Hinauspaddeln mehrmals von dicken Brechern gewaschen und herumgewirbelt, so dass ich nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Salzwasser in Nase und Ohren, aber das kenne ich auch von anderen Tagen am Atlantik. Es war mir nicht mehr möglich, über die riesigen senkrechten Brecher aufs Meer hinter die Brechungszone zu kommen. Immer wieder spülten sie mich zurück Richtung Strand.

Voller Adrenalin surfte ich eine letzte kleine Welle bis zum Strand und beendete die Surfsession für den Tag. Denn man soll immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist.

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Strahlend geht es aus dem Wasser nach einer gelungenen Surfsession

Voller Stolz ging ich zum Campingplatz zurück und verkündete, dass ich mich 2020 für die Deutschen Wellenreitmeisterschaften in Frankreich anmelden werde. Im September dieses Jahres waren wir ja vor Ort, als der Wettkampf stattfand, und bei den Frauen über 40 hätte ich gute Chancen!

Paella Valenciana

Während unserer Besichtigung der Stadt Valencia, die Wiege der spanischen Paella, haben wir viel über die Stadt, deren Geschichte und Umgebung gelernt. Schon in Oliva, unserer letzten Station auf dem Campingplatz, waren uns in der Umgebung die vielen Reisfelder aufgefallen. Auf der Fahrt nach Valencia wurden es noch mehr, ergänzt um riesige Zitrusfruchtplantagen. Einer der Hauptwirtschaftszweige der Region ist der Export von Orangen, Mandarinen und Zitronen. Die Reisfelder südlich von Valencia werden hauptsächlich durch die dortigen Flüsse bewässert, kurz vor Valencia vom größten Süßwassersee Spaniens, der im Naturschutzgebiet Albufera liegt.

Zurück zur Paella: Nachdem wir dann unsere Stadtbesichtigung beendet hatten, fuhren wir wieder mit dem Stadtbus zu unserem Campingplatz. Es war nicht wirklich geplant, aber mein Gefühl sagte mir, dass wir noch etwas Vollkornreis aus Oliva in unserer Vorratskiste hatten. Damals im Spanischunterricht auf dem Gymnasium hatten wir über die Zutaten einer Paella gesprochen, und während meiner vier Spanienreisen mit der Schule kam ich mehrmals in den Genuss, eine originale Paella essen zu dürfen. Nicht lange überlegt, und schon köchelte der von mir mit Kurkuma gefärbte Reis vor sich hin, bevor ich frische Hähnchen geschnetzelt in der Pfanne anbriet, ergänzt um Pilze, Erbsen,  Zucchini, Möhrenstückchen, Mais und Chorizowürfel. Meeresfrüchte gab meine Vorratskammer nicht her, außer Thunfisch, der befand sich allerdings schon in der Salatvorspeise.

Eine saftige Paella, verfeinert mit Gewürzen und Olivenöl, erwartete uns am Ende  unseren ersten Tages in Valencia. Spontan „original“.

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Meine Pfanne über allen drei Gasflammen, allerdings nur von der mittleren „befeuert“

Die Bücher, die wir in der letzten Zeit gelesen haben – vielleicht ist ja auch etwas für Euch oder Eure Liebsten dabei?!?

Sergio Bambaren ist der Erfolgsautor und hat mit seinem Buch „Der träumende Delfin“ Millionen Leser auf der ganzen Welt erreicht. Wir stehen mit ihm persönlich im Kontakt und haben natürlich auch sehr viele seiner Bücher, die zum Nachdenken anregen gelesen. So schnell sich diese Bücher jeweils lesen lassen, so lange kann man darüber nachdenken. Je nach Lebenssituation „sagen“ einem die Bücher auch immer wieder etwas anderes, so dass man sie getrost mehrfach lesen kann:
Der träumende Delfin, Sergio Bambaren
Die Stimme des Meeres, Sergio Bambaren
Lebe deine Träume, Sergio Bambaren
Ein Strand für meine Träume, Sergio Bambaren
Das weiße Segel, Sergio Bambaren
Die beste Zeit ist jetzt, Sergio Bambaren
Die Rose von Jericho, Sergio Bambaren
Stella, Sergio Bambaren
Die Bucht am Ende der Welt, Sergio Bambaren
Die Botschaft des Meeres, Sergio Bambaren
Der kleine Seestern, Sergio Bambaren
Die Heimkehr des träumenden Delfins, Sergio Bambaren
Die blaue Grotte, Sergio Bambaren
Die Stunde der Wale, Sergio Bambaren
Samantha, Sergio Bambaren
Der Traum des Leuchtturmwärters, Sergio Bambaren
Lieber Daniel: Briefe an meinen Sohn, Sergio Bambaren

Ein tolles und absolut im positiven Sinne detailverliebtes Buch von DEM Kenner der Geschichte des Nürburgrings. Leider bislang nur in kleiner Auflage und im Eigenverlag erschienen. Ich habe das Glück das Exemplar NR. 77 mit Widmung mein Eigen zu nennen. Wer Interesse hat, schaut doch einfach mal auf Nordschleifologie.de vorbei und/oder schreibt Alex direkt an:
Vor 90 Jahren – Die Geschichte des Nürburgrings; Alexander Matthias Kraß

Einer DER Klassiker, bei dem der Name Programm ist und das in unserer konsumorientierten Gesellschaft erst recht zum Nachdenken anregt:
Haben oder Sein, Erich Fromm

Schon legendär sind die Bücher von John Strelecky, kurz und dennoch sehr tiefgründig. Wer nicht über sich selbst oder seinen Lebensinhalt nachdenken möchte, der sollte die Finger davon lassen;-):
Das Café am Ende der Welt, John Strelecky
Wiedersehen im Café am Rande der Welt: Eine inspirierende Reise zum eigenen Selbst; John Strelecky
The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben; John Strelecky, Bettina Lemke

Buch über verschiedenste Reisetypen und Länder sowie ihre Eigenarten, allgemeine Verhaltensregeln und Informationen über verschiedene Länder, Ausrüstungstips:
Off the Path, Sebastian Canaves

Reiseberichte als Kurzgeschichten aus verschiedensten Ecken der Welt. Unterhaltsam zu lesen, bestimmt für jeden etwas dabei:
The Travel Episodes, Johannes Klaus

Buch über die Macht des Unterbewusstseins, das auch konkrete Vorschläge macht, wie man das Unterbewusstsein programmieren kann und so konstruktiv im Leben nutzt:
Autosuggestion: Die Kunst der Selbstbeeinflussung durch mentales Training, Coué

Manche Menschen sind sensibler als andere und nehmen die Welt anders wahr als ihre Mitmenschen. Das Buch gibt einen Einblick und hilft so Hochsensible sich selbst und andere Menschen die Hochsensiblen besser zu verstehen:
Hochsensibel – Wie Sie Ihre Stärken erkennen und Ihr wirkliches Potenzial entfalten: Mit umfangreichem Selbsttest; Eliane Reichardt

Sehr interessante Beobachtungen und Gedankenexperimente… Erstaunlich, wie wir ticken
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten – Die Macht der Gedanken -, Thorsten Hagener und Dr. med. Michael Spitzbart

Das Buch was mir bei der Erstellung dieses Blogs am allermeisten weitergeholfen hat:
Bücher von Ken Robinson, einem begnadetenBeobachter und Autor, der sich mit den angeborenen Talenten und Herzenswünschen auseinandersetzt:
Natürlich hat er sich auch des Themas „schulisches Lernen“ angenommen:

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors:
Das Fundament der Ewigkeit: Historischer Roman (Kingsbridge-Roman 3); Ken Follett

Zwei Bücher vom langjährigen Schulleiter der Schule Schloss Salem, einem der bedeutendsten Internate weltweit:
Unsere Reise im Wohnmobil und das Auflösen der Wohnung hat auch etwas mit Minimalismus zu tun, daher haben wir uns auch theoretisch damit auseinandergesetzt:
Ein tolles Feuerwehrbuch von einem langjährigen Mitarbeiter der Feuerwehr Köln und einem ziemlich charismatischen Menschen, wirklich sehr lesenswert, nicht nur für Feuerwehrler:
Toll geschriebene Bücher über zwei Mädels, die ihr normales Leben satt haben und mit einem uralten Bus nach Spanien fahren und sich dort „durchschlagen“ und aus der ursprünglich einjährigen Reise wird viel mehr… wirklich lesenswert, wir haben die Bücher verschlungen!:
Zwei Bücher über verschiedene Reisemobile im Gestalten-Verlag erschienen. Tolle Bilder, teils ziemlich verrückte Mobile, immer mit tollen Fotos, daher unbedingt als gebundenes Buch zu empfehlen:
Das Gerät auf dem wir einen Großteil der Bücher lesen (wirklich praktisch, denn man kann überall auf der Welt viele Bücher mitnehmen und sehr viele Bücher unterwegs auch einfach erwerben (W-LAN vorausgesetzt):

und eine passende Hülle zum Schutz:

Kochen und Essenzubereitung in unserem Wohnmobil

Heute darf ich zu meinem weiteren Hobby etwas schreiben, was vielleicht viele von euch interessieren wird. Wie und was kochen wir so im Wohnmobil, wie sieht unsere Küche aus, welche Geräte haben wir mit an Bord, und wie praktikabel ist das Ganze mit Zubereitung und Vorratshaltung.

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Der bereits mehrfach erwähnte legendäre Obstsalat zum Frühstück

Grundsätzlich bin ich für unser Essen zuständig, wie es sich so in einem typischen Haushalt gehört. Die Frau macht das Essen, der Mann ist für Technik, Handwerkliches, Spülen und Müll wegbringen zuständig. Kleiner Spaß am Rande, ganz so strikt ist das bei uns nicht.

Jedenfalls erledige ich meist den Einkauf im Supermarkt, während Marc auf dem Parkplatz davor auf unser Wohnmobil aufpasst. Nicht selten werden dort Wohnmobile aufgebrochen, während die Fahrer gerade beim Einkaufen sind. Sicher ist sicher! Wenn wir auf einem Campingplatz wie jetzt stehen, dann gehen wir auch gemeinsam in den Supermarkt und auf den Wochenmarkt, wenn es sich ergibt. Wir haben mittlerweile die Warensortimente von Portugal und Spanien durchschaut, ja, auch Aldi und Lidl haben hier ein komplett anderes Sortiment. Die Spanier und Portugiesen lieben Bohnen in jeglicher Form, des weiteren Kichererbsen und Oliven. Dazu sind die Thunfischauswahl und allgemein Meeresfrüchteauswahl auch besonders groß. Wir bevorzugen den neutralen Thunfisch im eigenen Saft und Sardinen in der Dose. So können wir selbst würzen und mit Olivenöl etc. verfeinern.

Frischen Fisch zu braten, würde unsere Einzimmerwohnung ein wenig „unbewohnbar“ machen, von daher verzichten wir darauf.

Thunfisch gibt es jeden zweiten Tag in immer anderen Konstellationen. Die Ideen gehen mir nicht aus, und Marc ist immer wieder erstaunt, was er alles noch nicht gegessen hat (bestimmte Konstellationen). Grundsätzlich koche ich ohne Rezept, alles ist Improvisation, je nach Vorräten, die aufgebraucht werden müssen oder nach diversen Gelüsten am jeweiligen Tag.

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ein inhaltsreicher Eisbergsalat mit Thunfisch, Zucchini, hartgekochten Eiern, geraspelter Käse, Mais, Erbsen, Möhren, Kartoffelstücken, garniert mit Dressing und Sonnenblumenkernen

Fertiggerichte sind ein No-Go, da ich auch Fast-Food mit frischen Zutaten zaubern kann! Natürlich habe ich mich während jahrelanger Beschäftigung mit gesunder und gleichzeitig genussvoller Ernährung mit wenig Zeitaufwand auch ein wenig inspirieren lassen. Zum Beispiel vom Buch „Forever Young – Geheimnis Eiweiß“ von Dr. Ulrich Strunz, dem Laufpapst der 90er Jahre. Das Thema Eiweiß hat mich auch in meiner letzten Tätigkeit als Trainerin in einem Sport-Studio für gesundheitsorientiertes Krafttraining während unserer Zeit in Stuttgart sehr interessiert, was mich auch zu einem Selbsttest beim Muskelaufbau bewogen hat. Da ich als Angestellte auch selbst kostenlos im Studio trainieren konnte, habe ich dies natürlich einmal in der Woche zu meinem täglichen Ausdauertraining als Ergänzung genutzt. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine begnadete „Genussläuferin“ bin. Am frühen Morgen – leicht, locker und lächelnd der Sonne entgegen. Ganz meditativ. Danach kann ich so richtig in den Tag starten. (Seit Beginn unserer Tour bin ich nicht mehr gelaufen, sondern genieße die ausgiebigen Spaziergänge mit Marc zusammen! Und täglich gehen wir ja auch zwischen 10 und 20 km, das reicht vollkommen aus!) Mit Krafttraining hatte ich bisher „nichts so richtig am Hut“. Kurz und gut, im letzten Jahr habe ich den Eiweißanteil meiner und teilweise natürlich dann auch Marcs Mahlzeiten erhöht, um zu schauen, wie sich das „Mehr an Eiweiß“ auf mein Muskelwachstum auswirkt. Das Ergebnis geht hier zu weit. Wen es interessiert, kann mich „persönlich“ fragen. Ich kann nur sagen, es ist höchst interessant, wie sich die Umstellung auf Schlafqualität, Sättigung und gute Laune ausgewirkt hat!😁😎☀️🤙😊🤓 Kleine Anekdote noch am Rande: Eine von Marcs Tanten fragte uns gestern, wie wir die, ja es waren 40 kg, Lebensmittel transportiert haben. Ganz einfach, Marc ist eh ein starker Mann, und seitdem ich ein Jahr im Fitnessstudio Gerätetraining mit Gewichten gemacht habe, kann ich 10 kg mehr tragen als vorher. Sprich, mein Kreuz, meine Beine und Arme sind extrem stark geworden. Die Körperanalysewaage sagte: Muskelzuwachs von 2 kg in einem Jahr. Für meine Statur extrem viel!

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Beweisfoto mit 3 x 6 l Kanistern und ein 8 l Kanister, 26 kg für mich eine „Leichtigkeit“ 😎

Zurück zum Essen. Unser Hauptnahrungsbestandteil sind Obst und Gemüse, dazu Käse, Walnüsse, Mandeln, Samen…..und die für Spanien typische Chorizo-Wurst, die fast täglich gewürfelt unser Essen verfeinert. Dafür gibt es hier natürlich eine riesige frische Auswahl. Auch Serrano-Schinken, allerdings hat Marc den Schwarzwälder Schinken bevorzugt. Den gibt es auch hier in den Supermärkten.

An Geräten haben wir einen Kühlschrank, der auf Gas oder Strom läuft. Wenn wir frei stehen, über Gas und auf Campingplätzen über Strom, wenn wir Strom dazu gebucht haben. Er ist recht groß und besitzt dazu noch ein Gefrierfach für Gefrorenes wie Gemüse etc. So können wir Vorräte halten, die uns bis zu einer Woche versorgen können, ohne dass wir „verhungern“ müssten. Unser Herd ist ein dreiflammiger Gasherd, dessen Flammen so eng beieinander liegen, dass sinnvoll nur ein Topf oder eine Pfanne darauf Platz haben. Da war ein Designer am Werk, der mit Kochen nichts am Hut hat. Meines Erachtens, denn wer kocht mit einer 18 cm Durchmesserpfanne? Unsere normal große Pfanne muss ich dann auch regelmäßig drehen, weil sie immer nur zur Hälfte erhitzt wird. Ich praktiziere es so, dass ich entweder ein Pfannengericht kreiere oder ein ausschließliches Topfgericht, somit haben wir mehr Platz auf dem Herd und auf der Küche und weniger Abwasch, ganz einfach. Bei Reisgerichten liegt der Reis unten im Topf und das Gemüse dünstet darüber im Dampf. Ganz einfach und Platz sparend. Meist ist es auch gleichzeitig gar. Fast jedes Gericht wird verfeinert mit Käse, Ei und unserer lieb gewonnenen Chorizowurst. Oft gibt es auch Eintöpfe oder Pfannengerichte mit Kartoffeln und Pilzen, Zucchini, dazu immer wieder Rührei und Käse. Das verleiht Geschmack und macht für lange Zeit satt.

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Marcs bunter Obstteller garniert mit Walnüssen, bei mir gab es zur Abwechslung einen Smoothie 🙂

Morgens gibt es wie ja schon erwähnt immer einen riesigen Berg Obst, garniert mit Sonnenblumenkernen und Walnüssen, manchmal auch mit Käsespänen. Danach kommt der herzhafte Teil. Manchmal ein Thunfischsalat oder auch ein Omelett mit Pilzen, Käse und Schinken. Da wir nur zweimal am Tag essen, sind unsere Mahlzeiten entsprechend groß und umfangreich, dass wir mittags und abends lange Zeit mit „Essen“ verbringen. Abends gibt es meist drei Gänge, als Vorspeise Salat, dann ein warmes Hauptgericht sowie ein süßer Nachtisch, oft naschen wir dann etwas Müsli, bis wir irgendwann müde ins Bett fallen. Für die, die es noch nicht wissen, seit vielen Jahren essen wir keinen Weizen mehr, also auch kein Brot etc., falls es jemand vermisst.

Für zwischendurch liegen hier immer Powerfood in Form von Walnüssen und dunkler Schokolade (mind. 85% Kakao) parat, wenn wir eine extra Portion Energie brauchen!

Spülen tun wir ausschließlich in den externen Vorrichtungen auf dem Campingplatz, da wir unsere Rohre im Wohnmobil nicht mit Essensresten verstopfen wollen.

Alles in Allem funktioniert die Essenzubereitung ganz routiniert, ab und zu fehlt es mir ein wenig an Platz, wenn ich Gemüse schneiden, Käse raspeln etc. will. Dann wird es auf meiner Küche manchmal ein wenig eng, und ich muss ein wenig hin- und her räumen. An Stauraum mangelt es auch nicht, da wir ja nur Geschirr für zwei Personen dabei haben (in dreifacher Ausfertigung, falls wir mal nicht zum Spülen kommen). Die anderen Schränke haben wir mit unserem persönlichen Büromaterial etc. belagert.

Urlaub – Surfen Teil III

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Unser Strandzugang vom Campingplatz mit Blick auf die Wellen

Heute war unser erster Urlaubstag. Als solche bezeichnen wir Tage, an denen wir nicht fahren und auf einem Campingplatz stehen. Das bedeutet für uns Erholung pur. Eine große warme Dusche, Spülmöglichkeit mit warmem Wasser, sanitäre Anlagen, Möglichkeiten zum Wäschewaschen und einfach mal auf unseren Campingmöbeln vor unserem EU-GO zu sitzen, was auf Stellplätzen nicht gewünscht ist.

Heute haben wir erst mal schön ausgeschlafen. 10 Stunden Schlaf sind bei uns schon fast normal und hat es in unserem bisherigen Leben nie gegeben, außer vielleicht mal am Wochenende. Danach wollten wir einen Strandspaziergang machen, aber es war so windig und kalt, dass wir kehrt gemacht haben. Kaum zu glauben. Wir hatten doch gedacht, dass es am Mittelmeer wärmer sei als am Atlantik. Trugschluss. Die vielen deutschen Rentner hier auf dem Platz (wir sind die jüngsten Urlauber hier), die jedes Jahr hier den Winter verbringen und sich schon alle kennen, sagen, so kalt sei es noch nie um diese Zeit gewesen. Sie frieren ebenfalls wie wir bei 19 Grad, aber haben immer gute Laune. Hier wird viel gelacht, man hilft sich gegenseitig, ein Weihnachtsmarkt wird sogar organisiert. Echt nett hier. Das kann man sich mal für in ein paar Jahrzehnten vormerken :-).

Nichtsdestotrotz wurde es gegen Nachmittag wärmer, und so haben wir uns doch noch mal an den Strand begeben und sind auf- und abspaziert. Ich, Sonja, bin dann Hals über Kopf doch noch in meinen Neoprenanzug gesprungen, habe mein Surfbrett geschnappt und habe mich in das 16 Grad kalte Wasser begeben. Mein Neo wärmt sehr gut, so dass ich eine halbe Stunde in den bis ein Meter hohen Wellen trainiert habe. Für 30 Minuten war die Wellenausbeute sehr gut. Da hat das Mittelmeer seinem Klischee getrotzt, dass es dort keine Wellen gibt. Mal sehen, wie es morgen wird, bei ähnlichen Wellen und wärmeren Temperaturen steht einem zweiten Surftag nichts im Wege.