Wir sind mit einer echten Berühmtheit unterwegs!

Und dabei meine ich nicht die teilweise wirklich sehr interessanten Mitreisenden. Wir haben als Reiseleiterin Amina, die erste und einzige Reiseleiterin in Morokko. Bereits 1996 erschien in der ND ein Bericht in dem Amina erwähnt wurde:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/602443.auf-dem-gauklermarkt-sind-die-affen-los-ostern-auf-der-insel-busreise-durchs-gruenende-marokko-zu-prachtvollen-moscheen-und-bunten-souks-l-tur-ss-i-etet-restplaetze-als-schnaeppchen.html

Auch in renommierten und bekannteren Zeitungen wie der NZZ (2007) oder dem Focus ist sie in Artikeln sogar deutlich prominenter erwähnt:

https://www.nzz.ch/magazin/reisen/ein_trumpf_fuer_marokkos_frauen-1.551123

https://www.focus.de/reisen/marokko/tid-16767/marokko-zwischen-imam-und-ipod_aid_468727.html

Amina mit einem unbekannten Model zur Demonstration des Turbanwickelns

Wir sind jedenfalls sehr froh Amina kennen lernen zu dürfen und mit ihr etwas tiefer in die marokkanische Gesellschaft einzutauchen.

Von Agadir über Marrakesch nach Casablanca

Heute haben wir unmittelbar nach dem Frühstück vor allem „Kilometer gemacht“, denn wir wurden von Agadir über Marrakesch nach Casablanca gebracht. Das entspricht einer Fahrt von etwa 500 Kilometern. Selbst bei den hervorragend ausgebauten marokkanischen Autobahnen geht dabei verdammt viel Zeit ins Land.

Ziegen in den Bäumen, die damit die schmackhaften Früchte erreichen, aus denen das berühmte Arganöl gewonnen wird.

Da außerdem den deutschen Reisenden ja immer Gelegenheit gegeben werden muss die – ohnehin überflüssigen Pfunde – noch weiter auszubauen, ist mindestens eine weitere Stunde zur Nahrungsaufnahme in der Mittagszeit notwendig. Das ist der Preis den es für eine Gruppenreise zu zahlen gilt. Meist gelingt es uns eine Alternativprogramm zu finden, denn das inkludierte Frühstück und Abendessen in Kombination mit unseren selbst zusammengestellten Lunchpaketen, reichen uns völlig aus. Aber „jeder Jeck ist anders“. Die heutige Mittagspause fand in Marrakesch statt und von der Terrasse hatte man einen guten Blick über die Altstadt.

Nachdem wir diesen Ausblick ausreichend genossen hatten, haben wir uns mit den Teppichwebern im Erdgeschoss des Hauses unterhalten und auch einiges über die Herstellung der verschiedenen Teppiche, die charakteristisch für die jeweiligen Regionen sind, erfahren. Positiv ist uns dabei aufgefallen, dass die Begeisterung für die Kultur und Herstellungsverfahren nicht nachließ als klar war, dass wir nichts kaufen würden. Es war einfach ein nettes Gespräch. Überhaupt sind die Verkäufer hier im Land bislang sehr zurückhaltend, ganz anders als wir es in Ägypten, der Türkei oder gar Tunesien erlebt haben.

Die Weiterfahrt ging dann langsam wieder bergab und die Landschaft wurde deutlich grüner, nachdem am Vormittag unterschiedliche Braun- und Grautöne vorherrschten. Es regnete sogar recht ausgiebig. Als wir – bereits im Dunklen – in Casablanca ankamen war es aber wieder trocken und die Temperaturen deutlich milder. Nach dem Abendessen gingen wir dann noch kurz aus dem Hotel, auf einen kleinen Verdauungsspaziergang. Dabei fanden wir dann auch die Kirche wieder, auf der wir auf der Hinfahrt vorbei gekommen waren.

Marokko

Heute sind wir schon um 7 Uhr aufgebrochen, und Klaus, Sonjas Vater, hat uns nach Euskirchen zum Bahnhof gefahren. Von dort sind wir per Regionalbahn nach Köln und von dort zum Flughafen der verbotenen Stadt (Dorf, in dem die Eingeborenen altes Bier trinken) gefahren.

Anschließend ging es reibungslos in den Flieger und nach Agadir. Dabei durften wir allerdings die bisher unfreundlichste Crew aller unserer Flugreisen erleben. Da wundert es kaum, wenn Condor pleite geht. Von Flugbegleitern angepampt zu werden, ist auch mal eine neue Erfahrung. Aber das hat uns den Start in die Reise nicht verdorben. Leider ist es ja mittlerweile üblich, dass es nicht einmal Trinkwasser kostenlos auf den Flügen gibt. Wir hatten aber vorgesorgt und uns die Getränkeflaschen nach dem Sicherheitscheck wieder aufgefüllt. Auch die Essensvorräte reichten bis zum Abend.

Blick aus dem Flugzeug auf Lissabon In Agadir schien bei Ankunft die Sonne und mit 20 Grad war es angenehm warm. Am Abend kühlte es aber deutlich ab.

In Agadir angekommen, ging es mit dem Bus direkt ins Hotel, das direkt am Strand gelegen ist. Nach einer Begrüßung ging es sofort zum Abendessen. Die Auswahl war riesig und die Qualität wirklich gut, so dass wir gut gesättigt sind. Anschließend haben wir uns am nahen Kiosk außerhalb des Hotels noch mit Wasser für morgen eingedeckt. Anschließend haben wir die Strandpromenade angesehen und sind zurück zum Hotel. Morgen dürfen wir dann um 7 Uhr frühstücken und um 8 Uhr geht es los. Also schnell in die Federn…

Wie geht die Reise weiter?!?

Da wir ja unseren EU-GO im Saarland bei Reisemobile Dörr in Wellnessurlaub gegeben haben, reisen wir nun ein wenig anders weiter…

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Um Kosten zu sparen, stecken wir Sonja dann in die Reisetasche, denn Gepäck ist billiger als ein Sitzplatz im Flugzeug… natürlich nicht, aber witzig, dass Sonja in die Reisetasche passt.

Unsere erste Etappe geht nach Marokko, das wir ja schon von Gibraltar und auch Tarifa aus bei unserer Wohnmobilreise haben sehen können. Nun fliegen wir aber hin und lassen uns auf einer Rundreise die Highlights von einem (hoffentlich) kundigen Reiseleiter zeigen. Wir genießen es, eine Zeit mal nicht selber fahren zu „müssen“ und auch an einem gedeckten Tisch zu sitzen und keinen Abwasch mit ab und an kaltem Wasser machen zu müssen oder durch die Kälte zum Duschen zu laufen…

Jedenfalls fliegen wir von und nach Düsseldorf, und bereits am Dienstag geht es los. Wir halten Euch ab und an auf dem Laufenden, auch was die Fortsetzung der Reise in wärmere Gefilde angeht… Ob und wie viel wir in Marokko schreiben können und werden, ist aktuell noch nicht absehbar, da wir nicht wissen, ob wir Internetzugang haben werden.

Unser geplanter Tourverlauf für Marokko sieht folgendermaßen aus:
Agadir – Marrakesch – Casablanca – Rabat – Meknès – Fès – Ifrane – Errachidia – Erfoud – Tinghir – Ouarzazate

Der EU-GO macht Urlaub und weitere Verwandten- und Bekanntenbesuche

In den Tagen um Sonjas Geburtstag herum haben wir beide viele Freunde, Bekannte und Familienangehörige besucht. Zwischendurch stand dann auch immer wieder Computer-, Handy- oder Tablettsupport an, aber das mache ich ja gerne, vor allem bei lieben Menschen, die sonst auch eine Menge für uns tun.

Unter anderem waren wir auch bei Uschi und Rainer, bei denen wir nicht nur lecker gegessen haben (wie überhaupt während unseres gesamten Aufenthalts bisher bei und mit vielen lieben Menschen), sondern auch „den Boten“ von Sergio Bambaren in Empfang nehmen durften.

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Rainer und Uschi mit Sergio Bambaren in einer Buchhandlung in Bonn bei einer Signierstunde

Sonst sind wir immer wieder spazieren gegangen, oder haben uns in der Stadt oder bei Bekannten getroffen, teils wir beide zusammen, teils auch getrennt.

Am Samstag bin ich dann um kurz vor 7 Uhr in Richtung Saarland aufgebrochen, um den EU-GO bei Reisemobile Dörr abzugeben. In den nächsten zwei Monaten soll er ein neues Panoramafenster über dem Fahrerhaus bekommen, die Fender an den Vordertüren sollen so montiert werden, dass sie beim Öffnen nicht an die Türen kommen, die Lampe in unserem Kleiderschrank soll instand gesetzt werden und die Aufbautüre mit neuen Komponenten in einen wieder vollumfänglich benutzbaren Zustand gebracht werden. Auch das „knartschen“ des Hubbettes und die Beweglichkeit der Rückfahrkamera werden überprüft.

Nach fast dreistündiger Fahrt durch die kalte Eifel, mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, kam ich in Marpingen an und würde fast unmittelbar von Herrn Dörr senior in Empfang genommen, da Herr Lehmann kurzfristig frei hatte. Wir haben uns dann das Auto und die „Problemzonen“ genauer angesehen und noch einmal das Thema Dachgepäckträger und unsere Erfahrungen erörtert. Nun wird der EU-GO sich beim Händler hoffentlich wohlfühlen und wir nehmen ihn Anfang April wieder in Empfang und setzen unsere Reise im Wohnmobil in Richtung Norden fort.

In der Zwischenzeit sind dann meine lieben Eltern auch in Marpingen eingetroffen, denn sie haben sich netterweise bereit erklärt mich wieder abzuholen und nach Euskirchen zu bringen. Sehr schnell konnten wir dann auch bereits die Rückfahrt antreten und waren bereits um 13 Uhr wieder zurück in Euskirchen, so dass ich dann zusammen mit Sonja, Britta und Christian eine Runde um die Steinbachtalsperre drehen konnte, was nach der ganzen Sitzerei wirklich gut tat.

Anschließend haben wir den Abend mit meinen Eltern in einer Euskirchener Pizzeria ausklingen lassen. Im Anschluss haben wir noch die letzten Stücke des von Sonjas Mutter liebevoll gebackenen Geburtstagskuchens „vernichtet“ und uns sehr bald ins Bett begeben.

Sonjas Geburtstag

In die Zeit unseres Aufenthaltes in Euskirchen fiel dann auch der 16. Januar und damit Sonjas Geburtstag. Sonja war daher fast den gesamten Tag von Gratulanten beschäftigt und konnte etliche Telefongespräche nicht persönlich oder nur mit Verspätung annehmen, da sooo viele Menschen ihr gratulieren wollten. Von den unzähligen Nachrichten auf allen anderen Wegen ganz zu schweigen. Natürlich hat Sonja den Morgen mit einem 10 km Morgenlauf durch ihre Heimatstadt begrüßt.

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Sonjas Geburtstagsrose (nicht von mir;-))

Mittags gingen wir dann mit Sonjas Eltern ayurvedisch essen. Alle Bestandteile des Buffets sind aus naturbelassenen Zutaten hergestellt. Es werden keine künstlichen Aromen, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder andere Zusätze verwendet. Die Basis der Gerichte bilden verschiedene Gemüsesorten und die Verwendung nahezu 30 verschiedener Gewürze. Für meinen Geschmack ein wenig sehr viel des Guten, aber ok… Während des Essens soll unter anderem wenig oder nur sehr leise gesprochen werden, was aber nicht alle Quatschtanten und Omas verstanden hatten… Egal, es war jedenfalls eine völlig neue kulinarische Erfahrung für uns beide, die allerdings voraussichtlich auch einmalig bleiben wird.

Anschließend habe ich dann noch einmal eine Computersupportsession eingelegt, und Sonja ist abends mit Ihren Eltern noch zur Wirbelsäulengymnastik gegangen und durfte natürlich direkt vorturnen… Kein Wunder bei meiner superfitten Frau.

Familienbesuche im Rheinland

Da wir unseren EU-GO ja nun demnächst für einige Zeit abstellen werden, sind wir zu unseren Familien ins Rheinland gefahren. Dort haben wir als erstes alles aus dem EU-GO ausgeräumt, was wir eventuell für die anderen Reisen benötigen könnten. Außerdem haben wir das Geschirr noch einmal „richtig“ gespült, teils unter Zuhilfenahme einer Spülmaschine. Wäsche waschen Stand natürlich ebenfalls auf dem Programm.

Außerdem die Besuche bei unseren Eltern, Tanten und Onkels, Geschwistern, Nichten, Freunden und Bekannten. Dabei sind wir das ein oder andere Mal spazieren gegangen, haben viel erzählt und ich durfte den ein oder anderen Computer oder andere technische Geräte „ansehen“…

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Burg Flamersheim bei einem Spaziergang mit den Eltern… Die alte Heimat kann auch ganz schön sein…

Parallel haben wir dann noch die Buchungen und Formalitäten für die weiteren Reisen erledigt, denn nicht alles ist „pauschal“ gebucht, so das es auch Transfers, Bahnverbindungen und Flüge, sowie Unterkünfte zu buchen galt. Darüber hinaus noch Visa beantragen und Packlisten erstellen, denn wir haben zwischen den einzelnen Reisen lediglich zwei bis vier Tage Zeit und dann muss alles passen.

Außerdem haben wir noch einen erneuten Werkstattaufenthalt in Marpingen/Bliesen bei Reisemobile Dörr vereinbart, bei dem der EU-GO dann ein neues Panoramadachfenster bekommt und diverse anderer Kleinigkeiten behoben werden sollen. Die Fahrt vom Rheinland ins Saarland dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden (eine Strecke) und da wir ja auch wieder zurück müssen und die Anbindung an den öffentlichen Nah und Fernverkehr im Saarland nicht wirklich gegeben ist, müssen wir uns auch noch jeweils entweder eine Fahrgelegenheit oder ein Auto organisieren.

So vergeht die Zeit doch sehr schnell und wir haben fast so viele Termine wie zu „Arbeitszeiten“. Daher schreiben wir aktuell etwas weniger ausführlich und auch nicht jeden Tag.