Mit dem Fahrrad bis ans Mittelmeer…

Klingt jetzt sehr beeindruckend, oder? Wenn wir irgendwo in Deutschland gestartet wären, dann wäre es das durchaus, so sind wir allerdings “nur” etwa 10 Kilometer gefahren, um von unserem Campingplatz Valdavaqueros bis ans Mittelmeer zu fahren. In Tarifa, der südlichsten Stadt Kontinentaleuropas, treffen sich Mittelmeer und Atlantik, und wir mussten natürlich ein Beweisfoto machen. Tatsächlich ist das Mittelmeer wesentlich ruhiger als der Atlantik, was allerdings auch an der vorherrschenden Windrichtung liegt.

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Sonja zwischen den Meeren. Links im Bild das Mittelmeer, rechts der Atlantik. Im Hintergrund kann man “unseren Strand” bzw. die Düne von Valdevaqueros am linken der beiden Berge hell “leuchten” sehen.

Neben dem Besuch des Meere, bzw. des Dammes dazwischen, der auf die (leider abgesperrte) Isla de las Palomas führte, haben wir natürlich auch die teilweise sehr engen Gassen Tarifas erkundet und neben dem zentralen Markt auch einige Kirchen besucht (wie sollte es anders sein), die uns allerdings mehr von Außen als im Inneren beeindruckt haben.

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Die Kirche des heiligen Franz von Assisi in Tarifa. Inmitten der engen Gassen in direkter Nachbarschaft eines schön mit Bougainvillea bewachsenen Hauses.

Danke noch an Manuel (MPR), einen lieben Exkollegen aus Fellbach, für den Tipp, Tarifa zu besuchen. Wer damals noch nicht mitgelesen hat: Die Kollegen aus Fellbach haben mir zum Abschied einen sehr individuellen Reiseführer geschenkt, in dem jeder einen oder mehrere Orte vorgestellt hat, die es sich zu besuchen lohnt. (Wer die rosafarben eingefärbten Textstellen anklickt, landet direkt an den angesprochenen Artikeln).

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Dieses “Türmchen” überblickt den Hafeneingang, beeindruckend auch, was darunter im zweiten Weltkrieg für Bunkeranlagen angelegt wurden.

Da wir ja auch immer an Wellenreitbrettern interessiert sind, haben wir jeden einzelnen Surfshop in Tarifa aufgesucht. Der Schwerpunkt liegt in der windigen Stadt allerdings mittlerweile deutlich auf dem Kite- und Windsurfen, so dass es keine allzu große Auswahl an Wellenreitbrettern anzuschauen gab.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir den Wind dann auch “genießen dürfen”, denn er wehte ziemlich kräftig entgegen unserer Fahrtrichtung. So haben wir nach dieser Frühsporteinheit dann noch geduscht und ausgiebig gebruncht, denn vor unserer Abfahrt haben wir schon etwas Obst zu uns genommen.

Und falls ihr Euch über den schönen blauen Himmel wundert… Der war natürlich extra bestellt 😉 Der Nachteil ist allerdings, dass die Temperaturen nachts auf unter 10°C sinken, was dann schon recht frisch ist. So hat sich Sonja heute früh auch das Surfen verkniffen, da es ihr schlicht zu kalt war. Beim Radfahren wurde uns dann ja warm, und wenn die Sonne herauskommt, fühlen sich die 18°C sogar deutlich wärmer an.

Leider ist nicht alles Sonnenschein… Denn bereits gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Freund und Ex-Nachbar “Hermann” am Wochenende verstorben ist. Wir werden Ihn immer in Erinnerung behalten und hoffen, dass er nun auf einer Wolke bei seiner lieben “Sanni” sitzt und uns zuwinkt. Danke, dass wir Dich kennenlernen durften.

Wir nähern uns Afrika… Natürlich entlang der Küste Aguadulce – El Palmar – Valdevaqueros

Am heutigen Tag sind wir aus Aguadulce weiter gefahren und haben zuerst das schöne Surferörtchen Al Palmar besucht. Dort haben wir verschiedene Surfläden aufgesucht und einen tollen neuen Neoprenanzug für Sonja gefunden, denn ihr bisheriger ist nach 10 Jahren des Gebrauchs schon ziemlich verschlissen und unbeweglich geworden. Eigentlich wollten wir uns aber verschiedene Surfbretter genauer anschauen und die Unterschiede erklären lassen. Um diese dann probezusurfen, wären wir sogar gerne dort geblieben, aber die Distanz vom Campingplatz zum Strand beziehungsweise zum Surfshop, wo man die Bretter leihen und ausprobieren konnte, war mit deutlich über einem Kilometer einfach zu groß. Eine solche Distanz geht man eben doch nicht mit Surfklamotten und ggf. Brett entlang einer Straße. So sind wir dann kurz nach Mittag und unserem Frühstück, schweren Herzens weitergefahren.

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Der Strand von El Palmar, wirklich schön und endlos lang… 

Anschließend haben wir noch unsere Obst, Gemüse und vor allem Trinkwasservorräte aufgefüllt (diesmal als gute Deutsche im Aldi ;-)) und haben uns auf die Suche nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit gemacht. Dabei waren wir unter anderem am Campingplatz Bahia de la Plata, der wirklich sehr schön, direkt am Strand gelegen ist. allerdings sind die kleinen Parzellen wirklich sehr klein, nämlich nicht mal 5 Meter tief, so dass selbst ein VW-Bus Schwierigkeiten hat darauf zu stehen. Die großen Parzellen hätten 28 € pro Nacht gekostet und das war uns dann doch zu viel, denn eigentlich nutzen wir ja lediglich die Duschen und Toiletten… Wir haben zwar beides im Auto, aber es ist schon sehr großer Luxus eine Dusche mit unbegrenzt warmem Wasser zu haben, die man anschließend nicht austrocknen (und vorher nicht ausräumen) muss. Unsere Toilette versuchen wir ausschließlich für das “kleine Geschäft” zu nutzen, denn den anderen Geruch muss man nicht unbedingt direkt im ganzen restlichen Haus (direkt neben Küche und Bett) haben… Daher sind wir dann weitergefahren. Einen anderen Campingplatz haben wir schon im Vorbeifahren aussortiert, denn die Lage direkt an der Hauptstraße wäre vielleicht noch ok gewesen, aber auf beiden Seiten Kuhweiden, das war dann doch das KO-Kriterium, denn Fliegen gibt es hier sowieso schon genug und in der Nähe von Kühen sicher nicht weniger. Letztlich wollten wir dann einen Campingplatz am Strand von Valdevaqueros anfahren. Das haben wir dann auch gemacht, um kurz vor Einbruch der Dunkelheit vor einem verschlossenen Tor zu stehen. Natürlich hatten wir einen Plan B (und ich meine nicht den guten Tropfen von unserem Freund Johannes Bauerle), nämlich den Campingplatz, der ebenso heißt wie der Strand anzufahren. Als wir allerdings am Ende der Straße wenden wollten, stießen wir auf einen traumhaften Parkplatz, direkt am Strand, der auch schon von einigen anderen, meist windsurfenden Wohnmobilisten, bevölkert war, und entschieden uns spontan die Nacht ebenfalls hier zu verbringen. Natürlich gingen wir noch eine kleine Runde am Strand spazieren, denn nach der ganzen Sitzerei tat ein bisschen Bewegung not.

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Der Strand von Valdevaqueros kurz nach Sonnenuntergang

Den Camping Valdevaqueros werden wir dann voraussichtlich morgen ansteuern und wenn er uns gefällt für einige Zeit zu unserem vorübergehendem Wohnsitz machen.

Kleiner Exkurs – Wellenreiten, meine große Liebe 💕

Wie Marc ja schon angekündigt hatte, werde ich kurz mal etwas über mein “geliebtes Surfen” berichten. Auch heute war ich mal wieder für eine halbe Stunde im Wasser, auch wenn die Bedingungen alles andere als gut waren. Die Surfprofis sagen, man lernt immer dazu, egal wie schlecht die Bedingungen sind, vielleicht sogar noch besser als in guten Bedingungen. Denn man muss viel schneller reagieren, da die Wellen entweder aus verschiedenen Richtungen kommen oder sich unmittelbar hinter einem aufbauen, während man in guten Bedingungen die Wellen schon aus der Ferne anrollen sieht und sich dementsprechend darauf vorbereiten kann. Kurz vorab für die Laien unter euch:

Die Surfer sind durch eine “Leine”, der Leash, mit dem Brett verbunden, damit man das Brett nicht verliert, wenn man stürzt. Befestigt ist diese Leash am Fußgelenk des hinteren Fußes. Sie Surfer paddeln auf dem Brett liegend aufs Meer hinaus hinter die Linie, wo die Wellen brechen und dann in Form von großen Weißwasserwalzen zum Strand zu laufen.  Dort setzt man sich auf sein Brett und wartet auf die entsprechende Welle, die man surfen möchte. Wenn man sie ankommen sieht, legt man sicher wieder auf das Brett mit der Spitze ich Richtung Strand und beginnt wie ein Irrer zu paddeln, um Geschwindigkeit aufzubauen. Wenn einen dann die Welle von hinten einholt und das Brett leicht anhebt, paddelt man noch zwei weitere Schläge, stützt sich auf die Hände, platziert auf dem Brett in Höhe links und rechts neben der Brust, und springt mit Schwung auf beide Beine, dann sollte man die Welle erwischt haben, wenn man alles richtig gemacht hat. Ziel des Surfers ist es, die Welle noch im grünen Bereich zu surfen, also kurz vor dem “Zusammenbrechen”, vor dem “weiß werden”. In diesem Bereich der Welle ist die Welle stabil. Mit den Kanten des Bretts kann der Surfer an der Wellenwand entlang gleiten. Je länger, desto besser und schöner. Dafür braucht man eine gute Wellenkenntnis und Erfahrung über Entstehung und Entwicklung einer Welle. Keine Welle ist jemals gleich wie die vorherige. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür. Wellen brechen auf Sand, auf Stein und auf Riffen, wir bevorzugen Sand, da es ungefährlicher ist. Allerdings sind die Wellen über Riffen und Felsen sauberer, da der Sandboden sich immer wieder verändert, und sich die Sandbänke, auf denen die Wellen brechen, sich verschieben. Vor 23 Jahren habe ich das erste Mal auf dem Brett gestanden, da war ich 18. Seitdem lässt mich meine Leidenschaft für das Surfen nicht mehr los, und ich kann nicht genug bekommen, denn das Gefühl, mit dem Brett über das Wasser vor einer Welle zu “schweben”, ist einfach unbeschreiblich. Es hat ein bisschen etwas von Schwerelosigkeit, die man durch Bewegung des Bretts beeinflussen kann. Wie von Geisterhand geschoben, fühlt man sich, als würde man über das Wasser schweben. Wenn man dann völlig erschöpft aus dem Wasser kommt, fühlt man sich wie neu geboren. Man war eine Zeitlang fernab des Alltags, eins mit sich, dem Brett und dem Meer. Wer dieses Gefühl einmal erlebt hat, kann nicht mehr genug davon kriegen. Das verstehen nur die Menschen, die “es” erlebt haben. Mein Bruder Daniel ist unter anderem auch einer von “denen”.

Beeindruckend ist das Surfen besonders am Atlantik abends, wenn die Sonne über dem Meer untergeht, und wenn sie von hinten durch die Wellen scheint und diese grün leuchten lässt. Gekrönt wird das ganze, wenn durch die Wellen dann noch kleine Fischschwärme schwimmen (oder man sogar Delfine am Horizont sieht!). Da man beim Paddeln auf dem Surfbrett liegt, schwimmen die Fische quasi wie in einem Aquarium über einem……unglaublich!

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abends nach einer Surfsession in Moliets-Plage

Jedes Jahr fahren wir zwei Wochen zum Wellenreiten nach Moliets-Plage, wo wir ca. 10 Tage surfen. Das ist eine recht kurze Zeit, um wirkliche Fortschritte zu machen. Bisher habe ich auf unserer Reise so viele Tage wie nie zuvor in meinem Leben auf dem Brett gestanden, und ich merke, dass ich von Tag zu Tag besser werde. Abends schauen wir uns manchmal auf YouTube Videos über Surftechniken an, die ich dann nachts verarbeite um am nächsten Tag trainiere. Es klappt wirklicht, diese Art des Lernens. Verinnerlichen, darüber schlafen und MACHEN!

Jetzt scheinen sowohl Marc als auch ich an die Grenzen unserer Bretter gestoßen zu sein. Wir merken mittlerweile, dass unsere Kannten nicht wirklich greifen. Bei nächster Gelegenheit versuchen wir einmal, andere Bretter zu testen. Ich bin gespannt auf die weiteren Fortschritte und wünsche mir noch mal ein paar bessere Wellen als jene vom Wind verblasene, wie ich sie heute und die letzten Tage hatte. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Mit welcher Leichtigkeit Kelly Slater hier an der grünen Wellenwand entlang gleitet – einfach genial

 

SUPen (Stand-Up-Paddeln) in Salema

Heute haben wir den kostenlosen Shuttle Service des Campingplatzes in Anspruch genommen und haben uns mit Stand-Up-Paddelboard und Wellenreiter zum Strand fahren lassen, denn das Material den Kilometer entlang der Straße zu tragen, war irgendwie keine Option.

Wir haben ja aufblasbare SUPs dabei, die sich ganz gut transportieren lassen, allerdings ist das Aufpumpen schon fast so viel Sport wie das paddeln selber, denn der notwendige Druck von etwa 1 Bar will erst einmal erzeugt werden und für unsere Bretter bedeutet das etwa 600 Pumpenhübe mit der Luftpumpe. Daher haben wir heute auch nur ein SUP mitgenommen und uns abgewechselt.

Am Strand angekommen schob sich die Wolkendecke beiseite und wir hatten strahlenden Sonnenschein. Die Wellen brachen allerdings direkt auf den Strand, so dass Wellenreiten nicht möglich war. Für das SUPen waren die Bedingungen aber wirklich nett und die Perspektive vom Brett auf den Strand zu schauen, ist einfach doch noch einmal etwas anderes. Die recht hohe Dünung machte das Gleichgewichthalten auf dem Brett allerdings dennoch recht schwierig. Sonja hat das mit Ihrem Leichtgewicht deutlich besser hinbekommen als ich, was neben mangelnder Geschicklichkeit vielleicht auch am höheren Schwerpunkt liegt. Solange man nichts lange im Wasser war und die Sonne schien, waren die 20 Grad Lufttemperatur und 16°C Wasser gut zu ertragen, allerdings war ein längerer Aufenthalt im nassen Element doch recht frisch. Daher waren wir auch beide froh, als wir auf dem Campingplatz die heiße Dusche genießen konnten.

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Sonja auf dem SUP
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Der Strand und die Klippen von Salema, eine Welle kurz vor dem Brechen und Sonja auf dem SUP im Gegenlicht
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Zumindest getragen habe ich das Brett auch 😉 Nee ich war auch eine Runde paddelnd unterwegs, es gibt aber keine Beweisfotos…

Nach unserem SUP Ausflug waren wir beide ordentlich geschafft und das Material wollte ja auch noch entsandet und wieder verstaut werden, was für Sonja immer eine Kletteraktion auf dem Dach unseres EU-GO bedeutet, wohingegen ich lediglich von unten das Material angebe oder die Gurte festzurre… Auch das ist nicht etwa meiner Faulheit, sondern dem höheren Gewicht geschuldet, denn das Dach des Reisemobils mag keine größere Gewichte an einer Stelle, sonst gibt es nämlich Beulen.

Peniche: World Surf League Wettkampf 2. und 3. Tag und selbst surfen

Da das Wetter in Peniche dann doch deutlich besser wurde, sind wir noch zwei weitere Tage dort geblieben und haben den Morgen begonnen, indem wir selbst surfen gegangen sind. Nach der warmen Dusche, die nach 17 Grad Wassertemperatur besonders angenehm war, und unserem relativ frühen Frühstück sind wir dann noch (Donnerstag zweimalig, Freitag einmalig) zum Supertubos und den Profisurfern gepilgert. Was wir dort zu sehen bekamen, war wirklich sehr imposant, und ich konnte weiter üben, gute Fotos von Surfern zu machen… mittlerweile klappt das – wie ich finde – ganz gut.

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Surflegende Kelly Slater – heute nicht nur als Pappkamerad – sondern höchst selbst und vollkonzentriert vor seinem ersten Auftritt. Netterweise ist er direkt vor die Linse und etwa 2 Meter an mir vorbeigelaufen.
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Kelly Slater beim “Take Off” – dem Start des Abreitens einer Welle
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Auch mit solchen Situationen muss man als Profi klarkommen… da kommt einem plötzlich ein Tube entgegen. Kelly hat es mit Bravour gelöst und eine der höchsten Punktzahlen des Freitags dafür bekommen – Am Sonntag hat es ihm leider nicht geholfen
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Es geht auch “einfach mal” nur eine grüne Wand entlang, hier der Turn unten in der Welle (bottom turn), bevor es wieder nach oben zu einem weiteren Manöver oder Sprung geht.

Natürlich gab es neben der Legende Kelly Slater auch viele andere gute Surfer, so auch den amtierenden Weltmeister und führenden der Gesamtwertung in diesem Jahr Gabriel Medina. Allerdings sind  am Sonntag, nachdem Samstag wegen schlechten Wetters keine Wettkämpfe stattfanden, sowohl Kelly Slater (USA) als auch Gabriel Medina (Brasilien) in der nächsten Runde (der Top 16) aus dem Wettkampf geflogen. Nur der aktuell zweite der Wertung für die Weltmeisterschaft Filipe Toledo (Brasilien) konnte sich in seinem Heat durchsetzen und so wichtige Punkte sammeln. Selbiges gelang auch Jordy Smith (Südafrika), dem aktuell drittplatzierten, so dass der Herr Medina es sich nicht zu gemütlich machen sollte. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Kelly Slater in der Weltcupwertung auf Platz 13 liegt. Und auch wenn er am Freitag einen überragenden Heat gezeigt hat, war am Sonntag dann leider Schluss.

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Gabriel Medina auf einer kleineren Welle, aber auch aus diesen das Optimale herauszuholen, war in Peniche die Herausforderung, denn an einem Sandstrand brechen die Wellen nicht so planbar, wie z.B. an einem Riff.

Wir haben jedenfalls Stunden den Profis und auch am anderen Surfstrand immer wieder den unbekannten, aber teilweise ebenso hervorragenden Surfern zugesehen. Nebenbei habe ich noch eine Schulklasse glücklich gemacht, da ich Ihr Klassenfoto aufgenommen und dann per Email versendet habe.

Peniche – World Surf League Pro Portugal und Stadtrundgang

Leider waren die Bedingungen für die 2019er Ausgabe des Meo Rip Curl Pro Portugal heute am ersten Tag des Wettkampfes noch weit davon entfernt ideal zu sein, dennoch waren wir natürlich mehrfach am Veranstaltungsort. Am heutigen Tag sollten dann, eben wegen der ungünstigen Bedingungen, keine Wettkämpfe stattfinden. Dennoch waren einige der Profis im nur 16 Grad kalten Wasser und haben den Bedingungen getrotzt. Besonders die Surfer aus Australien, Brasilien und Florida, die eher warmes Wasser gewöhnt sind, hatten so ihre Schwierigkeiten und blieben auch nicht übermäßig lange im Wasser.

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Am Nachmittag haben wir einige von den Profis in mitten der anderen Surfer und Surfschulen am anderen Strand wiedergesehen, denn dort war der Wind ablandig, was deutlich besser für die Wellen ist. Einen Wettkampf haben wir aber natürlich noch nicht zu Gesicht bekommen. Da es uns hier aber auch langsam zu kühl uns stürmisch wird, werden wir bald weiterziehen. Wir haben uns daher auch entschieden nicht selbst zu surfen, denn uns war bereits am Strand kalt 😉 Wir sind ja auch keine Profis und müssen nicht erfrieren.

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Surfer auf dem Weg aus dem Wasser vor der Kulisse der Stadt Peniche

Die Organisation des Events ist dennoch beeindruckend, so hat zum Beispiel jeder Surfer einen eigenen Parkplatz im VIP Bereich, der mit seinem Namen gekennzeichnet ist. Für die Zuschauer ist das dann gleichzeitig ein Anhaltspunkt, wer sich auf dem Wettkampfgelände aufhält. Allerdings haben wir mehrere Surfer gesehen, die keinen PKW auf ihren Parkplätzen stehen hatten, aber definitiv im Wasser waren… Aber man will vielleicht auch einmal seine Ruhe haben.

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Sonja mit dem Parkplatzschild von DEM Surfer überhaupt. Kelly Slater war der jüngste und ist der älteste Gewinner von Profiwettkämpfen und mehrfacher Weltmeister. Leider haben wir Ihn noch nicht live getroffen.

Am Nachmittag sind wir dann durch die Altstadt von Peniche spaziert und auf dem Rückweg natürlich wieder an den Surferstränden gelandet, wo wir noch einmal den Surfern zugesehen haben. Zumindest so lange, bis wir uns vor der Kälte wieder in unseren EU-GO verabschiedet haben. Die alte und sehr sehenswerte Kirche von Peniche haben wir heute sogar sehr intensiv kennengelernt, denn eine nette Dame hat sich bereit erklärt uns die Besonderheiten der Kirche und die darin gelagerten Kunstwerke zu erklären und auch die weniger bekannten Stücke in den Nebenräumen zu zeigen. Die Dame sprach hervorragendes Deutsch und so haben wir viele neue Informationen sammeln können, die ich Euch aber im Detail erspare. Falls Ihr nach Peniche kommt, unbedingt die Kirche anschauen! Es lohnt sich. So nebenbei sind wir heute also wieder 15 Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen – also nicht untätig – wenn auch nicht aktiv surfend…

Abschied nehmen von Moliets – wirklich nicht leicht

Heute schreiben wir keinen Roman, sondern zeigen Euch einfach einige Bilder von heute Abend. Lasst sie auf Euch wirken und vielleicht wisst ihr dann, warum wir diesen Strand und Ort so mögen…

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Spuren im Sand
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Das ist tatsächlich Sonja! Als einzige Surferin überhaupt auf dem Wasser, denn die Bedingungen waren wirklich schwierig…
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JUMP…
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Surfergirl im Sonnenuntergang
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unendliche Weite…