Ein ruhiger Tag in Aguadulce… mit Fahrzeugpflege und Surfsession

Heute wollten wir ja mal ein wenig Urlaub machen, aber so ganz untätig waren wir natürlich nicht. Nach einem kleinen Strandspaziergang ist uns aufgefallen, dass unser EU-GO mal wieder ein Wellness-Programm verdient hat.

Beim Regen der vergangenen Nacht ist einiges an Dreck vom Dach heruntergelaufen und hat die bei Wohnmobilisten überaus “beliebten” Regenstreifen erzeugt. Das Problem an den Dingern ist, dass man sie praktisch nicht vermeiden kann, und leider sind sie auch recht hartnäckig. Da der Dreck, der an den Fahrzeugwänden herunterläuft, ja auch irgendwo herkommen muss, ist oft ein schmutziges Dach die Ursache dafür, bzw. sorgt neben dem Auswaschen von Luftschadstoffen durch den Regen selbst für Drecknachschub. Wie ihr ja schon wisst, ist unser Dach für mich nicht wirklich begehbar, da ich einfach zu schwer bin, und so konnte ich mich vor diesem Teil der Arbeit erfolgreich drücken… Und Sonja macht auch einfach eine deutlich bessere Figur.

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Sonja schrubbt das Dach unseres EU-GO

Da Sonja anschließend sowieso zum Wellenreiten ins Meer gehen wollte, hat sie sich schon vorher den Neoprenanzug und Neoprenschuhe angezogen, was den Vorteil hat, dass die Füße schön warm bleiben. Wie sich dann herausstellte, haben wir unseren EU-GO gestern viel zu gut in “die Waage” gebracht, denn das Wasser blieb auf dem Dach stehen. Aber Sonja hat mit der Bürste nachgeholfen und mit 20 Litern Wasser das Dach zum Glänzen gebracht. Um das restliche Auto habe ich mich dann gekümmert, und nun strahlt der EU-GO wieder vor sich hin. Ich bin dank der Versiegelung auch mit 2 Litern  Wasser hingekommen ;-).

Wir nutzen zum Ausrichten des Wohnmobils die Auffahrkeile von Thule in Kombination mit der App WomoSet. Das Praktische an dieser App ist, dass man – nachdem anfänglich Radstand und und Spurweite ermittelt und eingegeben wurden – das Telefon einfach auf eine ebene Fläche im Wohnmobil, in unserem Falle den Tisch, legt und die App einem “sagt”, was zu tun ist. Tatsächlich kann das Ding sowohl sprechen als auch über die Apple Watch anzeigen, was zu tun ist.

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Beispielhaft Anzeige der App WomoSet. Eine App für Dumme, die das Ausrichten des Fahrzeugs wirklich zum Kinderspiel macht.

Das waagerechte Ausrichten des Fahrzeugs hat neben dem angenehmen Nebeneffekt, dass man nicht aus dem Bett kugelt, die Schrank- oder Fahrzeugtüren schlecht oder von alleine aufgehen, auch den Sinn, dass Kühlschrank, Warmwasserboiler, Heizung und Herd ordnungsgemäß funktionieren. Da Flammen bekanntlich gerade nach oben brennen, macht es Sinn, wenn diese auch die Orte erwärmen, die geplant sind. Ja, auch der Kühlschrank funktioniert mit einer Gasflamme.

Sonja war jedenfalls, während ich das Auto geputzt habe (Sonja hatte ihren Teil ja bereits erledigt), auf dem Atlantik surfen und hat tatsächlich mehrere grüne Wellen bekommen, obwohl hier eigentlich nur eine Windwelle lief, wie man sie auch zum Beispiel von der Nordsee kennt. Auf das Thema “Wellenreiten” wird Sonja demnächst gesondert noch einmal eingehen.

Ein ruhiger Tag an der Küste entlang – sollte es werden…

Die Nacht haben wir, wie bereits gestern von Sonja beschrieben, in Muros de Nalón verbracht und tatsächlich hervorragend direkt am Meer geschlafen. Die doch recht lauten Wellengeräusche haben uns nicht im geringsten gestört, eher im Gegenteil. Sonja ist dann nach dem Aufstehen noch mal eben im Meer schwimmen gegangen, während ich zu sehr Frostbeule war. Direkt anschließend sind wir nach Coaña gefahren. Dort gibt es zwei Parkplätze, die beide über Treppen mit dem dortigen Strand verbunden sind. Wir sind zum etwas tiefer gelegenen Parkplatz gefahren, der allerdings nicht jener ist, an dem der Leuchtturm steht. Da wir den Turm dann auch aus der Nähe sehen wollten, haben uns auch 341 Stufen nicht abgeschreckt, denn genau so viele galt es zu bewältigen, um von einem Parkplatz über den Strand zum anderen zu kommen. So war das Kapitel Frühsport jedenfalls auch erledigt.

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Der Leuchtturm von Coaña und davor ein Häuschen, das aus den typischen Steinen der Küste gebaut ist, ebenso wie viele Mauern um die Grundstücke und die Dacheindeckungen

Im Anschluss sind wir danach O Vicedo an einen kleinen Strand weitergefahren und haben dort unsere Frühstückspause gemacht. Entgegen der Planung hat das aber bis etwa 13 Uhr gedauert, denn die Fahrtzeiten auf den teils sehr engen und verschlungenen Küstenstraßen sind deutlich länger als man das so erwartet. Die ein oder andere Engstelle verlangt vom Fahrer (oder der Fahrerin) doch ein hohes Maß an Konzentration. Weil es so spät war, haben wir beschlossen, nur noch zum nächsten Strand zu fahren, den wir uns ansehen wollten, zudem sollte es dort einen guten Stellplatz geben. So erreichten wir also gegen 18 Uhr den Strand von Ferrol, der wirklich ausgesprochen schön ist. Leider war vom angekündigten Stellplatz (angeblich sogar mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit) keine Spur, mehr noch, Übernachten im Wohnmobil ist ausdrücklich verboten. Das war bislang das erste Mal, dass uns unsere Campercontact-App im Stich gelassen hat, denn zuvor waren alle Angaben sehr gut und präzise. Außerdem hatten vermutlich freundliche Einheimische auf den Asphalt des Parkplatzes noch unmissverständliche Sprüche wie “Danger” oder “Campervans not welcome” gesprüht. Da kann auch ein Traumstrand nichts gegen das unwohl Gefühl  helfen.

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Der wirklich schöne Strand von Ferrol

Daher war unser Aufenthalt dort von deutlich kürzerer Dauer als ursprünglich geplant und wir machten uns, obwohl wir beide schon recht müde waren, auf in Richtung La Coruña. Glücklicherweise sollte etwa auf halber Strecke ein sehr ruhiger und kostenloser Stellplatz in Bergondo liegen. Auch wenn die Anfahrt wieder etwas “interessant” war, haben wir den Platz dann um kurz nach 19 Uhr endlich erreicht und konnten ganz bald müde in die Kissen sinken. Der Platz direkt am Wasser ist tatsächlich wohl ganz annehmbar, genaueres wissen wir dann morgen.

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Der Stellplatz in Bergondo, definitiv mehr als nur eine Notlösung

Morgen fahren wir dann nur bis La Coruña und werden voraussichtlich auch die folgende Nacht dort verbringen… Voraussichtlich, es bleibt spannend!

Mopeka Gasfüllstandsmesser

Gasfüllstand – Wieviel ist noch drin in der Flasche? Unsere Lösung

Wir haben uns für die Lösung über ein Ultraschallsensoriksystem entschieden. Und da einige sehr teure Systeme am Markt zu den Sensoren auch noch etliche weitere Elektronik zu benötigen scheinen, haben wir uns für recht einfache und relativ preisgünstige System vom Mopeka entschieden.

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Dieses System ist als ein und zwei Flaschen System erhältlich und optional mit einer zusätzlichen Anzeigeeinheit erhältlich. Da die App (erhältlich für Apple und Android) aber problemlos mehrere Sensoren verwaltet, die man auch sehr einfach selbst benennen kann, kommt das für uns nicht in Frage und den Sensor von einer auf eine andere Flasche umzubauen dauert ungefähr 20 Sekunden, ist also auch ein überschaubarer Aufwand.

Da es sich bei unseren Flaschen allerdings um Alugasflaschen handelt und an denen der Magnet natürlich nicht haftet, gibt es zum Beispiel im Shop von lieblingswomo.de nicht nur die Sensoren, sondern auch entsprechende Aluhalter, die den Sensor an den Flaschenboden pressen. um den Kontakt zu verbessern sollte man noch einen Tropfen des mitgelieferten Kontaktgels anbringen.

Der Sensor von Mopeka erwacht übrigens nach 5-maligem drücken auf den grünen Knopf aus seinem werkseitigem Dauertiefschlaf. der nächste Druck dient dazu ihn mit einem neuen Device (in unserem Falle einem iPhone) zu verbinden.

Wenn man dann anschließend die Einstellungen kontrolliert und ggf. anpasst, hat man auch sofort realistische Füllstandsangaben. Die gängigen Flaschengrößen sind bereits vorgegeben, man kann aber auch die Füllhöhe Manuel ermitteln und eingeben, das ist besonders für Gastanks interessant, die nicht die Standardmaße besitzen. Wie zu erkennen ist, aktualisiert der Sensor alle 3,5 Sekunden den Füllstand. Man kann seine Flaschen auch noch benennen, was vor allem dann interessant sein dürfte, wenn man zwei oder mehr Flaschen und dazugehörige Sensoren verbaut hat. Da wir allerdings über unseren Gasaußenanschluss im Reisemobil auch die eine Vorratsflasche für alle Aktivitäten, die Gas benötigen, benutzen werden, haben wir uns für lediglich einen Sensor entschieden.

Unmittelbar nach Aktivierung wird der Füllstand angezeigt und bei Unterschreiten der entsprechenden Warnschwelle erscheint sowohl eine Optische Warnung ⚠️ innerhalb der App, als auch eine Anzeige auf dem Startbildschirm, so dass man sich entsprechend auf den Flaschenwechsel oder das Nachtanken vorbereiten kann, je nachdem ob man einen Gastank oder eine Flasche verwendet:

 

Um diesen Effekt zu zeigen haben wir den Sensor an einer vollen und einer leeren (dachten wir zumindest), baugleichen Alugasflasche angeschlossen. dabei stellte sich heraus, dass in der vermeintlich leeren Flasche wohl noch – zumindest laut Anzeige – ein kleiner Rest Gas sein müsste. Wir gingen zuerst von einem Messfehler aus, allerdings entwich beim Aufdrehen der Flasche tatsächlich noch etwas Gas. Die Messenauigkeit scheint also mehr als ausreichend zu sein. Zusätzlich zum Füllstand zeigt die App auch noch den Batteriestand des Sensors (oben links), die Qualität der Bluetooth-Verbindung (oben Mitte) sowie die Qualität der Messung (oben rechts) die z.B. durch Tankbewegungen beeinflusst werden kann, denn das in Bewegung befindliche Flüssiggas bildet verschieden hohe Füllstände und beeinflusst damit die Messqualität. Zu Beachten ist, dass die Ultraschallsensoren ja sowieso lediglich die Füllhöhe der flüssigen Phase erfassen, d.h. immer nich ein kleiner Rest Gas in der gasförmigen Phase (und unter Druck stehend) in der Flasche vorhanden ist, wenn der Sensor “leer” meldet.