7. Tag Marokko: Ouarzazate – Marrakesch

Nach dem Frühstück haben wir die Besichtigung der Kasbah Aït-Ben-Haddou (UNESCO-Weltkulturerbe) unternommen. Dann ging es weiter nach Marrakesch mit Besuch einer Apotheke in den engen Gassen der Altstadt, mit Demonstration der Arganölproduktion. Anschließend stand der Besuch des Gaucklerplatzes Djemaa el Fna an, wo es neben Schlangenbeschwörern und Affenvorführungen vor allem hunderte Essensstände zu bestaunen gab. Diese wurden um die Mittagszeit aber gerade erst aufgebaut. Wir haben uns im benachbarten Souk (Markt) mit frischem Obst für die Heimreise eingedeckt. Anschließend ging es dann ins Hotel.

Sonja beim Einkauf unserer Verpflegung für den Rückflug am nächsten Tag. Die Essensstände werden am frühen Nachmittag auf den Platz geschoben und in Windeseile aufgebaut. Der recht leere Gaucklerplatz

Frauen bei der Produktion von Arganöl. Die Früchte werden zuerst mit Steinen geknackt, die Schalen entfernt und die Kerne ausgepresst.
Ein Einblick in die Gassen der Altstadt von Marrakech.

Von Agadir über Marrakesch nach Casablanca

Heute haben wir unmittelbar nach dem Frühstück vor allem „Kilometer gemacht“, denn wir wurden von Agadir über Marrakesch nach Casablanca gebracht. Das entspricht einer Fahrt von etwa 500 Kilometern. Selbst bei den hervorragend ausgebauten marokkanischen Autobahnen geht dabei verdammt viel Zeit ins Land.

Ziegen in den Bäumen, die damit die schmackhaften Früchte erreichen, aus denen das berühmte Arganöl gewonnen wird.

Da außerdem den deutschen Reisenden ja immer Gelegenheit gegeben werden muss die – ohnehin überflüssigen Pfunde – noch weiter auszubauen, ist mindestens eine weitere Stunde zur Nahrungsaufnahme in der Mittagszeit notwendig. Das ist der Preis den es für eine Gruppenreise zu zahlen gilt. Meist gelingt es uns eine Alternativprogramm zu finden, denn das inkludierte Frühstück und Abendessen in Kombination mit unseren selbst zusammengestellten Lunchpaketen, reichen uns völlig aus. Aber „jeder Jeck ist anders“. Die heutige Mittagspause fand in Marrakesch statt und von der Terrasse hatte man einen guten Blick über die Altstadt.

Teppichweber bei der Arbeit. Im Vordergrund wird das Garn auf die Spulen gewickelt.

Nachdem wir diesen Ausblick ausreichend genossen hatten, haben wir uns mit den Teppichwebern im Erdgeschoss des Hauses unterhalten und auch einiges über die Herstellung der verschiedenen Teppiche, die charakteristisch für die jeweiligen Regionen sind, erfahren. Positiv ist uns dabei aufgefallen, dass die Begeisterung für die Kultur und Herstellungsverfahren nicht nachließ als klar war, dass wir nichts kaufen würden. Es war einfach ein nettes Gespräch. Überhaupt sind die Verkäufer hier im Land bislang sehr zurückhaltend, ganz anders als wir es in Ägypten, der Türkei oder gar Tunesien erlebt haben.

Die riesige römisch-katholische Kirche in Casablanca nicht weit von unserem Hotel entfernt. Allerdings ist sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Die Weiterfahrt ging dann langsam wieder bergab und die Landschaft wurde deutlich grüner, nachdem am Vormittag unterschiedliche Braun- und Grautöne vorherrschten. Es regnete sogar recht ausgiebig. Als wir – bereits im Dunklen – in Casablanca ankamen war es aber wieder trocken und die Temperaturen deutlich milder. Nach dem Abendessen gingen wir dann noch kurz aus dem Hotel, auf einen kleinen Verdauungsspaziergang. Dabei fanden wir dann auch die Kirche wieder, auf der wir auf der Hinfahrt vorbei gekommen waren.