Strandspaziergang, Büro, Mikrowellensurfen, Sonnenuntergang…

ungefähr so lässt sich unser heutiger Tag zusammenfassen. Denn mit einem 6 Kilometer Strandspaziergang begann unser Tag, dann gab es Frühstück. Anschließend hab ich ein bisschen “Büro” gemacht, denn auch das ist bei solch einer Reise ja hin und wieder notwendig. Rechnungen müssen kontrolliert und Kontostände abgeglichen werden, die Steuererklärung will ebenso vorbereitet, wie die Kosten unserer Reise im Blick behalten werden. Anschließend haben wir etwas gelesen, bzw. Mittagsschlaf gehalten, und dann hat Sonja befunden, dass die Vierzig-Zentimeter-Mittelmeerwelle hoch genug ist,  um von ihr gesurft zu werden, was sich überraschenderweise auch als tatsächlich funktionierend herausgestellt hat. Dazu hilft es sicherlich, dass Sonja schon verdammt gut und vor allem sehr leicht ist.

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Nachmittagssurfsession in Mikrowellen vor bezaubernder Kulisse

Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch einmal ein wenig über den Campingplatz gegangen und haben die atemberaubenden Farben des Himmels bewundert.

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Der Himmel sah heute wirklich ziemlich beeindruckend aus.

Anschließend gab es dann Abendessen, wie fast immer drei Gänge: Ein Salat vorab, eine warme Hauptspeise und dann noch ein Nachtisch.

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So sieht unser Zuhause aktuell bei Sonnenuntergang aus, mit frisch geschnittenen Hecken und Bäumen gleich viel aufgeräumter.

Nun ist der Tag schon fast wieder vorbei, und ich frage mich, wie wir die ganzen Aktionen in unserem früheren Leben in einen Tag gepackt haben. OK, alltägliche Dinge, wie Geschirrspülen, Wäsche waschen und trocknen, Wohnung reinigen, Einkaufen usw. nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch, da sowohl unsere Lagermöglichkeiten begrenzt sind, als auch keine eigenen Maschinen zur Verfügung stehen. Selbst mit den Wegen von und zum Waschhaus (Toilette, Zähne putzen, Spülen) kommen am Tag schnell mal 1,5 bis 2 Kilometer Strecke zusammen, die auch etwas Zeit benötigen. Kurzum, es dreht sich alles mehr um die essentiellen Dinge des Lebens. Zudem schlafen wir wirklich viel, da das Leben an der frischen Luft irgendwie anstrengend ist.

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Da Sonja unbedingt auch mal ein Foto von mir auf der Homepage haben wollte (ja ich bin tatsächlich auch dabei!)… hier ist es nun bei unserer abendlichen Campingplatzrunde aufgenommen.

Morgen früh geht es dann mit dem Fahrrad zum Markt von Oliva, um unsere Vorräte wieder aufzustocken und vielleicht noch ein wenig die Stadt anzusehen.

Aktuell werden wir immer wieder gefragt, wie (und wo) wir Weihnachten und Sylvester  verbringen werden, aktueller Stand: Wir wissen es selbst noch nicht, da wir das Ganze vom Wetter und unserer Lust abhängig machen wollen. Zunächst planen wir eine weitere Woche hier zu bleiben, um dann irgendwann mal weiter gen Norden zu fahren. Wann und wie?!? Wir werden sehen…

Die Versiegelung – nie mehr Fahrzeug schrubben?!?

Bereits Mitte August haben wir unseren EU-GO (Chausson 640 Welcome Premium) in Moers bei Ralph Krüger und seiner Coating Company mit einer Keramikversiegelung versehen lassen. Die Erfahrungen aus dem Bekannten- und Familienkreis ließen uns dieses doch recht kostenintensive Verfahren wählen. Optisch sieht man unmittelbar nach der Beschichtung lediglich bei Sonneneinstrahlung und auf den schwarzen Kunststoffflächen einen dezenten Glanzeffekt. Wer also glaubt, sein Auto würde sich nach der Versiegelung anfühlen wie eine Speckschwarte und ebenso glänzen, ist vielleicht erst einmal enttäuscht. Wichtiger ist aber ja auch die Langzeitwirkung, über die werden wir noch berichten. Bei der Abholung ist auf jeden Fall festzustellen, dass der Lack sich anders anfühlt, als das vor der Versiegelung der Fall war. Eine erste Reinigung soll erst nach frühestens einer Woche erfolgen, da die Beschichtung erst dann vollständig durchgehärtet ist.

Exakt einen Monat nach der Versiegelung haben wir nun die Probe aufs Exempel gemacht. Unser EU-GO war durch Salz, Sand und die Bäume, unter denen wir stehen, sowie etwa 3000 km Fahrtstrecke ganz ordentlich verdreckt.

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Mit einem Wisch… ist alles weg (nein hier geht es nicht um Papiertücher)

Die gesamte Reinigung hat etwa anderthalb Stunden in Anspruch genommen, und wir haben dabei etwa 1,5 Liter Wasser benutzt. Diese Zeit haben wir benötigt, um das Fahrzeug komplett zweimal abzuwischen. Zuerst wird das Reinigungsmittel (das uns Ralph Krüger – in mehr als ausreichender Menge – mitgegeben hat) mit einem Blumensprüher aufgetragen, dann mit einem Mikrofaserlappen einfach abgewischt und mit dem zweiten Mikrofasertuch trocken gewischt.

Das klingt extrem einfach und ist es auch! Selbst die Fliegen und sonstige Insekten, die wir auf der Front unseres Reisemobils angesammelt hatten, gingen durch einfaches Wischen ab. Bei stärkeren Verschmutzungen haben wir einfach noch einmal nachgesprüht, etwas länger (etwa eine Minute) einwirken lassen und dann abgewischt. Unsere Stellplatznachbarn kamen zwischendurch ungläubig schauen 😉

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Das Auto war wirklich so dreckig, wir haben das nicht extra gemacht…

Wenn die Reinigung weiterhin so einfach vonstatten gehen wird, dann war es die Investition sicher wert. Vom zusätzlichen UV-Schutz und damit verlangsamter Vergilbung und damit besserem Werterhalt einmal abgesehen.

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An den etwas schlechter zugänglichen Stellen ist es sehr hilfreich, wenn man eine leichtgewichtige Partnerin dabei hat 😉