Rund um Hokitika

Heute Morgen ging es mit dem Bus etwas außerhalb des Städtchens, um auf einer kleinen Wanderung (1,5 Std., leicht) durch den Urwald zur Hokitika-Schlucht zu gelangen. Die Farbe des Wassers und der umgebende Wald waren wirklich toll.

Die Hängebrücke galt es zu überqueren um auf die andere Seite der Schlucht zu gelangen.

Auch wenn einige Menschen wohl Schwierigkeiten mit dem Zahlenverständnis haben, denn die Hängebrücke, die es zu überqueren galt, hat eine zulässige Belastung von 6 Personen, was aber z.B. eine asiatische Reisegruppe nicht daran hinderte mit der doppelten Anzahl Personen gleichzeitig stehen zu bleiben und Fotos zu machen. Da wundert es kaum, dass viele Menschen zu dumm sind einen exponentialen Anstieg von Erkrankungen nachzuvollziehen. Ich hoffe inständig, dass unter unseren Bekannten keine Idioten sind, die Corona-Partys veranstalten oder sich aktuell in größeren Gruppen treffen.

Der Hokitika-Fluss in der gleichnamigen Schlucht
Die Farne und Bäume sind wirklich wie aus einer anderen Welt.

Nach dem ersten Highlight fuhren wir wieder etwa 45 Minuten mit dem Bus um zum Mahinapua-See zu gelangen, den wir nach einem etwa halbstündigen Spaziergang erreichten. Auf dem Weg zeigte uns Jürgen welche Teile des Baumfarns essbar sind und wie ein Blatt des Pepper-Trees schmeckt.

Neue Blätter des Baumfarnes als Besonderheit hübsch herzförmig angeordnet

Am Nachmittag waren wir wieder zurück in Hokitika, wo wir den Rest des Tages zur freien Verfügung hatten. Sonja und ich besuchten das „national Kiwi Center“ um den bekanntesten, aber vom Aussterben bedrohten Laufvogel aus nächster Nähe zu sehen. Da die Tiere nachtaktiv sind, gaukelt man ihnen eben tagsüber die Nacht vor und die Besucher gehen dann in den abgedunkelten Raum. Tatsächlich hatten wir Glück und einer der Kiwis lief direkt an der Scheibe und damit nur einige Zentimeter an uns vorbei. Das war dank des recht großen Geheges nicht selbstverständlich. Da wir selbstverständlich das Fotoverbot respektieren, können wir leider keine Bilder vom Kiwi zeigen.

Der Blick über den Mahinapua-See

Anschließend gingen wir noch in der Stadt und am Strand spazieren. Dabei warfen wir auch in die zahlreichen Jadeläden einen ausgiebigen Blick. Anschließend gingen wir einkaufen und durften nicht nur feststellen, dass die Neuseeländer (noch) keine Hamsterkäufe tätigen, sondern dass noch das gesamte Sortiment erhältlich war.

Spaziergang durch den Whakarewarewa Forest und Maori Kultur

Der heutige Tag begann für uns mit einem Frühstück und ein Großteil der Gruppe machte Dich schon sehr bald auf nach Hobbiton, so dass nur wir beide und zwei weitere Mitreisende den Vormittag zur freien Verfügung hatten. Wir beschlossen einen Spaziergang durch den Whakarewarewa Forest zu unternehmen und wählten einen Aussichtspunkt zwischen Green und Blue Lake als Ausgangspunkt. Jürgen hat sich bereit erklärt uns vier mit dem Bus dort hin zu bringen. Bereits bei der Anfahrt sahen wir, dass ein großer Teil des Waldes in der Nähe der Seen abgeholzt und wieder aufgeforstet wurde, so dass ein Spaziergang dort nicht sehr abwechslungsreich gewesen wäre. Wir fuhren also zum Aussichtspunkt, warfen einen Blick auf die beiden Seen und fuhren dann wieder Richtung Rotorua.

Blick auf den blauen und den grünen See.

Im ursprünglichen und sehr natürlichen Teil des Waldes begannen wir unseren Spaziergang. Natürlich wollten wir auch die Redwoods sehen, wirklich riesige Bäume, die Höhen über 100 Meter erreichen können. Daher sollte das Visitor Center „The Redwoods – Whakarewarewa Forest“ unser Ziel sein, das nur etwas mehr als einen Kilometer von unserer Unterkunft entfernt liegt.

Manchmal sah der Wald aus wie eine Fototapete…

Das erste Stück des Weges führte durch dichten und ursprünglichen Wald, teils mit riesigen Baumfarnen und wir konnten uns am vielen Grün nicht sattsehen.

Ein kleiner Baumfarn stand wie ein Sonnenschirm am Wegesrand

Nicht minder beeindruckend waren die Redwoods, die recht eng stehend hoch in den Himmel hinauf ragen.

Sonja in Mitten der riesigen Redwoods

Am frühen Abend fuhren wir dann ins Maori Dorf Ohinemutu direkt am Lake Rotorua. Am Eingang begrüßte uns ein waschechter Maori. Shiloh Mitchell führte uns durch das Dorf und erzählte viele interessante Geschichten über die Kultur und Geschichte der Maori. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass unser lieber Fahrer Michael ebenfalls ein Vetter ist und somit relativ eng verwandt. Die Familie spielt eine große Rolle und es ist normal, dass mindestens die Erstgeborenen 24 Generationen in die Vergangenheit namentlich kennen. Die Namen der Stämme leiten sich von den Kanus ab, mit denen die ersten Siedler in Neuseeland ankamen.

Shiloh heißt Sonja mit der tradition Maori Begrüßung im Dorf willkommen.

Das von uns besuchte Dorf zeichnet sich durch sehr hohe vulkanische Aktivität aus, so dass es viele heiße Quellen gibt. Auch der Boden ist so warm, dass man sich, sollte es kühl werden, einfach hinlegen kann. Allerdings sollte man die Gefahren der Wasserlöcher nicht unterschätzen, denn etliche Menschen sind bereits umgekommen, weil sie die Wassertemperaturen unterschätzt haben. Wir haben heute bis zu 121Grad gemessen.

Auch wenn der kleine See einladend aussieht, so sollte man ein Bad doch lieber vermeiden, denn kalt wird einem dabei sicher nicht!

Nach der interessanten Führung sind Sonja und ich noch durch ein aktives geothermisches Gebiet zurück zum Motel spaziert.

Auf dem Rückweg zum Motel führte der Weg unmittelbar an heißen Löchern vorbei…
…und es ist definitiv eine gute Idee auf den Wegen zu bleiben, falls einem das Leben lieb ist.

Direkt in der Nachbarschaft haben wir uns Fish and Chips sowie Frühlingsrollen gekauft, die wirklich lecker und sehr günstig waren. Nach dem Abendessen entstand dann dieser Artikel, die Fotos des Tages wurden gesichtet und passende zur Ergänzung des Textes hochgeladen. Danach ging es direkt ins Bett.