Die Bücher, die wir in der letzten Zeit gelesen haben – vielleicht ist ja auch etwas für Euch oder Eure Liebsten dabei?!?

Sergio Bambaren ist der Erfolgsautor und hat mit seinem Buch “Der träumende Delfin” Millionen Leser auf der ganzen Welt erreicht. Wir stehen mit ihm persönlich im Kontakt und haben natürlich auch sehr viele seiner Bücher, die zum Nachdenken anregen gelesen. So schnell sich diese Bücher jeweils lesen lassen, so lange kann man darüber nachdenken. Je nach Lebenssituation “sagen” einem die Bücher auch immer wieder etwas anderes, so dass man sie getrost mehrfach lesen kann:
Der träumende Delfin, Sergio Bambaren
Die Stimme des Meeres, Sergio Bambaren
Lebe deine Träume, Sergio Bambaren
Ein Strand für meine Träume, Sergio Bambaren
Das weiße Segel, Sergio Bambaren
Die beste Zeit ist jetzt, Sergio Bambaren
Die Rose von Jericho, Sergio Bambaren
Stella, Sergio Bambaren
Die Bucht am Ende der Welt, Sergio Bambaren
Die Botschaft des Meeres, Sergio Bambaren
Der kleine Seestern, Sergio Bambaren
Die Heimkehr des träumenden Delfins, Sergio Bambaren
Die blaue Grotte, Sergio Bambaren
Die Stunde der Wale, Sergio Bambaren
Samantha, Sergio Bambaren
Der Traum des Leuchtturmwärters, Sergio Bambaren
Lieber Daniel: Briefe an meinen Sohn, Sergio Bambaren

Ein tolles und absolut im positiven Sinne detailverliebtes Buch von DEM Kenner der Geschichte des Nürburgrings. Leider bislang nur in kleiner Auflage und im Eigenverlag erschienen. Ich habe das Glück das Exemplar NR. 77 mit Widmung mein Eigen zu nennen. Wer Interesse hat, schaut doch einfach mal auf Nordschleifologie.de vorbei und/oder schreibt Alex direkt an:
Vor 90 Jahren – Die Geschichte des Nürburgrings; Alexander Matthias Kraß

Einer DER Klassiker, bei dem der Name Programm ist und das in unserer konsumorientierten Gesellschaft erst recht zum Nachdenken anregt:
Haben oder Sein, Erich Fromm

Schon legendär sind die Bücher von John Strelecky, kurz und dennoch sehr tiefgründig. Wer nicht über sich selbst oder seinen Lebensinhalt nachdenken möchte, der sollte die Finger davon lassen;-):
Das Café am Ende der Welt, John Strelecky
Wiedersehen im Café am Rande der Welt: Eine inspirierende Reise zum eigenen Selbst; John Strelecky
The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben; John Strelecky, Bettina Lemke

Buch über verschiedenste Reisetypen und Länder sowie ihre Eigenarten, allgemeine Verhaltensregeln und Informationen über verschiedene Länder, Ausrüstungstips:
Off the Path, Sebastian Canaves

Reiseberichte als Kurzgeschichten aus verschiedensten Ecken der Welt. Unterhaltsam zu lesen, bestimmt für jeden etwas dabei:
The Travel Episodes, Johannes Klaus

Buch über die Macht des Unterbewusstseins, das auch konkrete Vorschläge macht, wie man das Unterbewusstsein programmieren kann und so konstruktiv im Leben nutzt:
Autosuggestion: Die Kunst der Selbstbeeinflussung durch mentales Training, Coué

Manche Menschen sind sensibler als andere und nehmen die Welt anders wahr als ihre Mitmenschen. Das Buch gibt einen Einblick und hilft so Hochsensible sich selbst und andere Menschen die Hochsensiblen besser zu verstehen:
Hochsensibel – Wie Sie Ihre Stärken erkennen und Ihr wirkliches Potenzial entfalten: Mit umfangreichem Selbsttest; Eliane Reichardt

Sehr interessante Beobachtungen und Gedankenexperimente… Erstaunlich, wie wir ticken
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten – Die Macht der Gedanken -, Thorsten Hagener und Dr. med. Michael Spitzbart

Das Buch was mir bei der Erstellung dieses Blogs am allermeisten weitergeholfen hat:
Bücher von Ken Robinson, einem begnadetenBeobachter und Autor, der sich mit den angeborenen Talenten und Herzenswünschen auseinandersetzt:
Natürlich hat er sich auch des Themas “schulisches Lernen” angenommen:

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors:
Das Fundament der Ewigkeit: Historischer Roman (Kingsbridge-Roman 3); Ken Follett

Zwei Bücher vom langjährigen Schulleiter der Schule Schloss Salem, einem der bedeutendsten Internate weltweit:
Unsere Reise im Wohnmobil und das Auflösen der Wohnung hat auch etwas mit Minimalismus zu tun, daher haben wir uns auch theoretisch damit auseinandergesetzt:
Ein tolles Feuerwehrbuch von einem langjährigen Mitarbeiter der Feuerwehr Köln und einem ziemlich charismatischen Menschen, wirklich sehr lesenswert, nicht nur für Feuerwehrler:
Toll geschriebene Bücher über zwei Mädels, die ihr normales Leben satt haben und mit einem uralten Bus nach Spanien fahren und sich dort “durchschlagen” und aus der ursprünglich einjährigen Reise wird viel mehr… wirklich lesenswert, wir haben die Bücher verschlungen!:
Zwei Bücher über verschiedene Reisemobile im Gestalten-Verlag erschienen. Tolle Bilder, teils ziemlich verrückte Mobile, immer mit tollen Fotos, daher unbedingt als gebundenes Buch zu empfehlen:
Das Gerät auf dem wir einen Großteil der Bücher lesen (wirklich praktisch, denn man kann überall auf der Welt viele Bücher mitnehmen und sehr viele Bücher unterwegs auch einfach erwerben (W-LAN vorausgesetzt):

und eine passende Hülle zum Schutz:

Regentag der dritte… Reflexion

So langsam ist es mal gut… aber irgendwie auch nicht… Wir sind jedenfalls heute morgen um 8 Uhr wieder in einer Regenpause für eine Stunde am Strand entlang spaziert, wobei soviel Strand war aufgrund der großen Wellen und des Windes nicht da. Die Wellen schwappten teilweise bis an die Düne, so dass wir immer wieder ausgewichen sind. Wir waren mit Gummistiefeln und Regenklamotten zwar gut verpackt, aber ein Fußbad oder gar mehr musste dann doch nicht unbedingt sein. Wobei mich dann kurz vor Ende des Spaziergangs doch eine Welle erwischte und mir ein unfreiwilliges Fußbad verpasst hat… Sonja war schneller, wie so oft 😉

Anschließend sind wir dann unter die heißen Duschen des Campingplatzes gegangen und haben den Tag über viel gelesen, denn der Regen war wieder da. Die größeren Überschwemmungen und Pfützen auf dem Platz sind aber mittlerweile wieder verschwunden.

Aktuell “schaffen” wir jeder täglich etwa ein Buch von etwas über 100 Seiten, oder eben entsprechende Seitenzahlen von umfangreicheren Werken.

Außerdem ist es wirklich interessant, welche Gedanken uns kommen, wenn wir mal “herunterkommen” und nicht einfach wie in den letzten Jahren praktisch permanent nur “funktionieren” müssen. Dabei wird mir auch immer mehr bewusst, dass viel Stress auch selbstgemacht ist und es im Leben auch ganz andere Schwerpunkte geben kann. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass gerade eine Führungskraft einen gesunden Ausgleich zum Job haben muss, bzw. gerade durch die aktive Freizeitgestaltung und die Beschäftigung mit anderen Themen den Blick über den Tellerrand überhaupt erst schaffen kann. Und dieser Weitblick ist erforderlich, um für die Zukunft sinnvolle Entscheidungen zu treffen, denn wer zu sehr im Tagesgeschäft “gefangen ist”, der wird kaum strategisch planen und denken können. Das gilt ebenso für den Beruf, wie für das Privatleben.

Irgendwie ist damit jeder in seinem Leben eine Führungspersönlichkeit, denn jeder Mensch muss täglich etliche Entscheidungen treffen, und einige davon haben weitreichende Folgen. Manchmal gilt es vielleicht, sich selbst und seine Situation und Fähigkeiten in Ruhe zu betrachten, um dann zu entscheiden, in welche Richtung das weitere Leben verlaufen soll, statt es einfach nur “geschehen zu lassen”. Ich jedenfalls möchte zusammen mit Sonja das Leben wieder aktiver gestalten und nicht nur “gelebt werden”. Unsere Karrierewende hat sich für mich bereits zu diesem Zeitpunkt voll gelohnt, und vor allem die Regentage, die zur Beschäftigung mit sich selbst zwingen, waren eine hervorragende Zeit, die alles andere als leer war. Wie so oft im Leben kommt es darauf an, was man daraus macht…

Reaktionen und Fragen von anderen Menschen zu unserer Langzeitreise

Wie ihr Euch vorstellen könnt, sind die Rückmeldungen und Reaktionen, die wir auf unsere “Auszeit” bekommen, sehr unterschiedlich.

Am weitaus häufigsten haben wir bislang gehört: “Super, dass ihr das macht, aber wir könnten das nicht“. Dazu können wir natürlich wenig Konkretes sagen, da die Situation von Menschen ausgesprochen unterschiedlich sein kann, aber wir haben unterwegs ganze Familien mit zwei schulpflichtigen Kindern getroffen, die eine Lösung gefunden haben, um mindestens ein Jahr zusammen zu reisen. Daher sind die meisten Grenzen und Hindernisse, die Menschen mit einer solchen Auszeit haben, die eigenen Denkmuster und Gewohnheiten. Denn was nicht geht, damit muss man sich ja nicht weiter auseinandersetzen. Niemand muss so etwas machen, aber wir haben genügend ältere Menschen getroffen, die nun gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, längere Reisen zu unternehmen, und alle haben positiv auf eine rechtzeitige Reise reagiert. Denn immer bis auf die Rente zu warten, dass kann auch schief gehen, wie wir leider mehr als einmal erleben mussten.

Die am häufigsten gestellte Frage war: “Wie finanziert ihr denn Euer Leben so ohne Einkünfte?“. Die Antwort ist relativ simpel und unspektakulär, denn wir haben schlicht ganz altmodisch gespart und können von unseren Rücklagen einige (auch längere Zeit) unterwegs sein. Dazu war es natürlich wichtig, sich alle regelmäßigen Ausgaben genau anzuschauen und nicht wirklich benötigte Verträge zu kündigen und Kosten zu reduzieren. Das haben wir zum Beispiel auch durch die Aufgabe unserer Wohnung in Stuttgart getan, denn die laufenden Kosten wären ja geblieben, obwohl wir keinerlei Nutzen gehabt hätten.

“Ihr habt also wirklich alle Eure Möbel weggegeben?”
Ja, also “fast”. Unser Heimtrainer, das Clavinova und ein Bürostuhl, der extra für meine Körpergröße angefertigt wurde, und ein Bett haben den Weg zu Sonjas Eltern ins Haus gefunden und warten dort auf unsere zukünftige Bleibe, um wieder von uns genutzt zu werden. Alles andere an Möbeln haben wir tatsächlich entweder separat oder mit der Wohnung verkauft.

“Habt ihr also (fast) nur noch das, was ihr in eurem EU-GO dabeihabt?”
Nein. Neben Winter- und Büroklamotten (Anzüge, Hemden und so Zeug…) haben wir auch noch Fernseher, Staubsauger, Windsurfbretter, Kajaks, Bücher, Spiele, CDs eine Stereoanlage und diverse Kleinteile an unserem Hauptwohnsitz und in einem gemieteten Kellerraum untergebracht, so dass wir nicht alles neu beschaffen müssen, wenn wir irgendwann wieder sesshaft werden.

“Habt Ihr noch einen festen Wohnsitz?”
Ja, wir sind in unserer beider Heimatstadt Euskirchen nicht nur gemeldet, sondern haben dort unseren “Lebensmittelpunkt”, auch wenn wir aktuell vorwiegend telefonisch und per Internet verbunden sind. Allerdings war es uns wichtig, in Deutschland weiterhin sesshaft zu sein, denn wir haben ja beide im Jahr 2019 noch zum Großteil in Deutschland gearbeitet und müssen daher z.B. auch noch unsere Steuererklärung machen. Außerdem ist es überaus hilfreich, wenn Briefe in Deutschland zugestellt werden können. Wir erhalten über deren Inhalt dank netter Verwandter umgehend Auskunft, bzw. Scans oder Fotos, so dass wir auch unterwegs alle wichtigen und dringenden Dinge erledigen können. Auch unsere Versicherungen laufen teilweise entsprechend angepasst weiter. (Siehe auch Krankenversicherung auf Langzeitreisen – nicht ganz so einfach wie man zunächst denkt)

“Wie lange wollt Ihr unterwegs sein?”
Wir haben aktuell mal ein Jahr ins Auge gefasst, da wir aber (noch) kein konkretes Ende in Sicht haben, ist dieser Zeitraum flexibel.

“Macht ihr ein Sabbatical?”
Jein, denn wenn man damit eine Auszeit aus dem Berufsleben meint, ist die Antwort klar “JA!” Die meisten verstehen darunter aber eine vom Arbeitgeber mehr oder weniger unterstützte Zeit, bei der der Arbeitsvertrag entweder ruht, oder aber die Freizeit vorgearbeitet wurde. Das ist bei uns nicht der Fall, da wir beide unsere jeweiligen Angestelltenverhältnisse durch Kündigung beendet haben. So haben wir im Anschluss an unsere Reise die Möglichkeit, uns an einem Ort der Wahl niederzulassen und neu zu beginnen.

“Was macht ihr danach?”
Das ist aktuell noch völlig unklar. Klar ist allerdings, dass wir beide wieder etwas arbeiten wollen. Was genau das sein wird, werden wir sehen, denn uns ist mittlerweile der Sinn der Arbeit deutlich wichtiger als nur der reine Broterwerb. Klar ein Luxus, den man sich auch erst einmal leisten können muss. Wir sehen uns also nach erfüllenden Tätigkeiten in Deutschland um, denn gerade weil wir schon eine Menge von der Welt gesehen haben, wollen wir Deutschland treu bleiben. Unsere deutlich bevorzugte Region ist der Norden Deutschlands, da uns sowohl die Landschaft und die Nähe zum Meer ebenso gefallen, wie die Mentalität der Menschen.

“Wo wollt ihr noch hin?”
Nach Frankreich und der Iberischen Halbinsel wollen wir auf jeden Fall noch nach Skandinavien, allerdings wohl erst im Frühsommer 2020. Wie die Reise bis dahin weitergeht ist von verschiedenen Faktoren abhängig, und auch eine Weiterreise bzw. ein Abstecher in andere Regionen der Welt ohne Wohnmobil sind explizit nicht ausgeschlossen. Wir wollen uns bewusst etwas treiben lassen, um auch auf äußere Einflüsse reagieren können. Bislang haben wir die Reise immer sehr nach dem Wetter ausgerichtet, aber auch familiäre Ereignisse oder potentielle Traumjobs können natürlich “dazwischen kommen”, und daher planen wir eher wochen- als monatsweise. So sind wir flexibel und haben keine Verpflichtungen.