Ankommen in Vadevaqueros nach der bisher kürzesten Tagesetappe.

Wohl eine der kürzesten Tagesetappen brachte uns gestern auf unseren Campingplatz. Wir fuhren nämlich nicht einmal 4 Kilometer und befinden uns nun auf dem Campingplatz Vadevaqueros. Dieser liegt in der Nähe (ziemlich genau 460 Meter entfernt) desselben Strandes, den wir bereits am Vorabend gesehen und für sehr schön befunden haben. Außerdem ist er windgeschützt mit vielen Hecken und dennoch nicht zu dunkel gelegen. Unser Spaziergang führte uns demnach wieder an denselben Strand wie schon am Vorabend.

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Beim gestrigen Morgenspaziergang war das Wetter noch sehr freundlich, anschließend aber auch ziemlich windig.

Den Montag begannen wir mit einer Surfsession und verbrachten trotz kühlen Wassers und frischen Außentemperaturen mehr als eine Stunde im Wasser. Dazu wird Sonja aber noch etwas schreiben.

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Pünktlich zum Abendspaziergang kommt die Sonne hervor. Im Hintergrund Tarifa, die südlichste Stadt des europäischen Festlandes und dahinter das Atlasgebirge in Marokko, also bereits Afrika.

Nach dem Surfen genossen wir die warme Dusche und brauchten auch eine geraume Zeit, um wieder “aufzutauen”. Anschließend verbrachten wir den Tag mit Lesen, einem Mittagsschlaf und natürlich dem obligatorischen Frühstück zur Mittagszeit. Das Wetter war leider nicht so einladend, denn lediglich kurz vor Sonnenuntergang kam dieselbige kurz zum Vorschein. Den restlichen Tag über war der Himmel bedeckt, und die Höchsttemperaturen mit maximal 17 °C auch ziemlich frisch. Bei unserem Abendspaziergang kam dann aber die Sonne noch einmal zum Vorschein.

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Sonja beim Abendspaziergang in  der überdimensionalen Flip-Flop-Dusche eines bekannten Herstellers

Manchmal ist es schon witzig, was Marketingmenschen sich so alles einfallen lassen… Der “Schlappenhersteller” hat tatsächlich an eine Surfschule hier am Strand eine Dusche in Form der von Ihm vertriebenen Fußbekleidung gestellt.

Nach dem Spaziergang haben wir uns noch mit ebenfalls deutschen Campingplatznachbarn unterhalten, und ich durfte einmal mehr die Arbeit von Stefan Isheim von der Firma FullSol loben, die uns von allen Stromsorgen befreit hat.

Von Sevilla an die Küste nördlich von Cádiz – einen ganzen Tag ohne Meer, das geht ja nicht…

Wir verbrachten eine ruhige Nacht in Sevilla, die recht früh nicht mehr ganz so ruhig war, da die Arbeit in einem Hafen wohl früh startet. Wie nah wir am Hafen und der damit verbundenen Betriebsamkeit waren, hatten wir am Vortag gar nicht so richtig wahrgenommen, denn am Sonntag war es sogar im Hafen ruhig. Das änderte sich allerdings dann am frühen Montag, dennoch haben wir sehr gut geschlafen, was vermutlich auch an  der Anstrengung des gestrigen Tages gelegen hat.

Bereits am Abend hatten wir beschlossen, dass wir nun wieder ein wenig Urlaub benötigen und etwas länger an einem Ort bleiben wollen. Dass dieser Ort möglichst direkt am Meer liegen sollte, war ja eigentlich klar. So haben wir uns für einen Campingplatz in der Nähe von Rota entschieden, den Camping Aguadulce (woher der Name kommt, haben wir bislang noch nicht herausgefunden, denn das Meerwasser ist bekanntlich salzig und weniger süß). Was allerdings sehr süß ist, ist die Distanz vom Platz zum Meer, was den Ausschlag gegeben hat, sich für diesen Platz zu entscheiden.

Nach einer morgendlichen Dusche, die der Stellplatz in Sevilla ja ebenso wie Toiletten anbot, der Leerung unseres Brauchwassertanks und der Abrechnung fuhren wir dann also schon recht bald wieder gen Südwesten in Grobrichtung Cádiz. Die Straßen waren viel besser, als wir es von Portugal gewohnt waren, und so kamen wir äußerst zügig voran. Mitten im Nirgendwo sahen wir dann auf einem Hügel ein prächtiges Bauwerk…

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Die Kirche in El Palmar de Troya

Natürlich haben wir angehalten, und da wir mal wieder Glück hatten, war das Tor von einem der Angestellten gerade geöffnet worden, so dass wir genau dieses eine Bild machen und einen Blick auf die Kirche erhaschen konnten. Das Gelände durften wir als “Ungläubige”, die zudem nicht festlich genug gekleidet waren (wir wollten ja auch Auto fahren und nicht heiraten), nicht betreten. Es stellte sich heraus, dass diese Kirche das Zentrum der “palmairanischen Kirche” darstellt. Diese Glaubensgemeinschaft, die sich als verbliebener Rest des “wahren Katholizismus” sieht, erkennt die Veränderungen des zweiten Vatikanischen Konzils nicht an und hat folglich auch einen eigenen Pabst. Die Messe wird nach wie vor in Latein gelesen und der Zehnt eingefordert. Die Kirche hat weltweit etwa 10.000 Mitglieder, viele davon auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So erklärt sich auch, dass mitten in der öden Landschaft ein solch prächtiges Bauwerk entstehen konnte, denn alles, was dafür gespendet wurde, wird im Leben nach dem Tode hundertfach zurückgegeben… Eigentlich logisch, dass vor allem Schwaben sich auf einen solchen Deal einlassen… Tatsächlich ist in Stuttgart wohl ein großer Teil der deutschen Anhänger zu finden, wie uns der Mitarbeiter erklärte. Außerdem erhielten wir auch Informationsmaterial auf deutsch.

Derart informiert machten wir uns dann auf die Weiterfahrt an die Küste. Kurz vor dem eigentlichen Ziel fand Sonja wieder eine ausgesprochen günstige Tankstelle, so dass wir unseren Treibstoffvorrat auffüllen konnten, und anschließend erledigten wir das auch noch mit den Vorräten für uns und kauften reichlich Nahrungsmittel ein. Die enge Zufahrt und der Parkplatz, der eigentlich nach deutschen Maßstäben lediglich für Kleinstwagen geeignet war, schreckte uns nach den Erfahrungen der letzten Wochen nicht mehr ab.

Bereits gegen Mittag erreichten wir den Campingplatz und stellten fest, dass dieser zu einem großen Teil von Dauercampern genutzt wird, diese aber nicht anwesend waren. Kurzum, es ist absolut ruhig und Menschen sehen wir eher selten. Die ideale Lage direkt am Strand hat sich bewahrheitet, denn von unserer Parzelle bis zum Meer sind es nicht einmal 100 Meter.

Natürlich haben wir auch den Strand direkt mit einem Spaziergang erkundet und nach knapp 5 Kilometern in eine Richtung umgedreht. Auf dem Rückweg gingen wir nicht direkt am Strand, sondern auf einem direkt dahinter liegenden Weg entlang. Dort waren auf dem Golfplatz tatsächlich vereinzelte Menschen zu sehen, alle Häuser und Wohnungen, die wir sahen, wirkten vollständig ausgestorben und das, obwohl die Luft mit 20 °C durchaus noch angenehm warm ist, und sogar das Wasser eine Temperatur von 19 °C hat. Auf dem Rückweg hörten wir mehrere Male laute Knallgeräusche vom Meer, und wir haben eine Weile gebraucht, bis wir festgestellt haben, dass die spanische Marine dort wohl ein Manöver abhielt, denn vereinzelt war auch Leuchtmunition zu erkennen. Unwahrscheinlich ist das hier nicht, da in Rota einer der größten Marinestützpunkte Europas liegt, was wir aber auch erst durch nachträgliche Recherche herausgefunden haben. Unter anderem leben auf der Base auch 3000 Amerikaner. Rota wurde im März 2019 sogar Operationshauptquartier der EU, auch eine Folge des Brexit, denn das Hauptquartier in Northwood (GB) wurde durch Rota ersetzt. Eines der fünf Hauptquartiere liegt übrigens in Potsdam (wo da ausreichend Wasser ist, ist mir allerdings ein Rätsel…). Es ist schon erstaunlich, wie nahe man an Ereignisse des Weltgeschehens kommt, ohne sich wirklich damit zu beschäftigen, denn wir verzichten aktuell bewusst auf “Nachrichten”.

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Ein Schiff der (spanischen?) Kriegsmarine

Von der Westküste über Luz nach Lagos – mit überraschendem Treffen

Als wir heute morgen an der Praia do Amado aufwachten, konnten wir kaum die anderen Wohnmobile erkennen, so nebelig war es. Anschließend fing es dann sogar an zu tröpfeln… So ein Wetter… OK, als ich dann eine Email von der Mosel bekam, in der unter anderem eine Temperatur von 0 Grad erwähnt wurde, ging es uns doch gleich viel besser, hatten wir doch die 18 Grad Marke in der Nacht nicht unterschritten, und im Auto war es eher zu warm als zu kalt. Da jedenfalls an größere Aktivitäten erst einmal nicht zu denken war, haben wir in aller Ruhe gefrühstückt, etwas gelesen und anschließend beide mit warmem Wasser in unserer wohnmobileigenen Dusche geduscht – Das ist wahrer Luxus.

Anschließend sind wir dann an den Strand gegangen und haben Heike und den anderen Surfern noch einmal bei Ihrem Kurs zugesehen, denn der Nebel hatte sich etwas gelichtet, und es tröpfelte nur noch sehr vereinzelt. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit und haben uns verabschiedet, denn wir wollen nun doch die Südküste der Algarve weiter erkunden. Daher fuhren wir zuerst in das kleine Städtchen Luz und spazierten durch den Ort und am Stadtstrand entlang (natürlich nicht ohne auch die Kirche zu besichtigen, aber das kennt Ihr ja bereits von uns…).

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Die Küste unmittelbar an der Stadt Lagos bietet viele Buchten, Sandsteinfelsen und die ein oder andere Höhle.

Recht bald ging es dann schon weiter nach Lagos. Auf dem offiziellen Wohnmobilstellplatz der Stadt stellten wir das Wohnmobil ab und machten uns auf einen unserer Stadtrundgänge. Diesmal war der Rundgang nur etwas über 7 Kilometer lang, denn das Stadtzentrum ist nicht wirklich groß und sehr touristisch. Auch ein Abstecher entlang der beeindruckenden Küste mit ihren Felsformationen, die teilweise Torbögen und Höhlen bilden, war dabei eingeschlossen.

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Die Innenstadt von Lagos ist wirklich sehr hübsch, allerdings auch sehr touristisch. Man findet viele enge Gassen und schöne alte Häuser, die teilweise hervorragend wieder hergerichtet wurden.

In der Innenstadt trafen wir dann völlig überraschend und zufällig Gitta und Uli Luther-Frömel vom Lions Club Fellbach. Eigentlich hat Uli mich gefunden… woran er mich nur erkannt hat… 😉 Gitta ist aktuell die amtierende Präsidentin des Lions Clubs, dem auch ich angehören darf – auch wenn aktuell ziemlich wenig aktiv. Auf diesem Wege herzliche Grüße an die anderen Freunde des Lions Club Fellbach!

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Gitta und Uli, Freunde aus Fellbach, die uns überraschenderweise in der Fußgängerzone von Lagos angesprochen haben… Die Welt ist klein…

Nach dem Stadtrundgang haben wir lediglich noch zu Abend gegessen und die nächsten Tage geplant. OK, zuerst haben wir das Wohnmobil ordentlich durchgelüftet, denn es herrschten im Inneren tropische Temperaturen von weit über 25 Grad, aber das ist viel besser als im deutschen Herbst zu frieren… Natürlich “musste” auch dieser Artikel  noch geschrieben werden. Aber wir sind wirklich froh, dass so viele Menschen mit uns virtuell mitreisen, so dass wir Euch alle auch bestmöglich mit Informationen versorgen wollen. Lasst gerne auch den ein oder anderen Kommentar oder Tipp da, wir freuen uns!

 

Weiter in Portugals Norden und “Hausarbeit” (Belinho – Esposende – Vila Chã)

Die Nacht auf dem Campingplatz Belinho war sehr ruhig und erholsam, nur das Meer hat man wieder deutlich rauschen hören. Der Vorteil auf einem echten Campingplatz zu stehen war vor allen Dingen die Dusche mit “unbegrenzt” warmem Wasser, die wir beide sehr genossen haben. Auch die Tatsache, dass man die Duschkabine auf dem Platz – im Gegensatz zu unserer eingebauten Dusche – nicht austrocknen musste, war wirklich luxuriös. Auch Ver- und Entsorgen war demnach nicht notwendig, und wir fuhren sehr entspannt an den Strand nach Esposende. Dort schauten wir einer Surfschule zu, die tatsächlich auch im Oktober noch mehrere Kunden hatte. Im Anschluss gab es im EU-GO den berühmten Obstsalat, bevor wir dann weiter auf den nächsten Campingplatz in Vila Chã fuhren.

Die Fahrtstrecke war auch insgesamt nicht sehr weit, führte aber zu etwa 60% über Kopfsteinpflaster und zusätzlich, teilweise gleichzeitig, durch enge Ortschaften mit hohen Mauern. Dazu kommt noch, dass die Portugiesen (nur die, die an diesem Tag zufällig in unserer Nähe waren selbstverständlich) entweder ein sehr hohes Gottvertrauen haben, oder Fahrzeuge jenseits der Größe eines Fiat Pinto schlicht nicht einschätzen können. Die Fahrmanöver, die wir an diesem Tag erlebten, waren jedenfalls recht abenteuerlich.

Der Grund, warum wir den Campingplatz in Vila Chã anfuhren, war unter anderem, dass gutes Wetter angesagt war, der Campingplatz über eine Waschmaschine verfügen sollte (im Gegensatz zu dem in Belinho) und wir schlicht einmal waschen und nicht Autofahren wollten. Daher planten wir von Anfang an zwei Übernachtungen ein, denn am Nachmittag, als wir ankamen, war es zu knapp zum Waschen, bzw. dass die Wäsche auch wieder trocken wurde. Die angekündigte Waschmaschine erfüllte dann auch alle Erwartungen, denn es handelte sich um  eine hervorragende Industriewaschmaschine, die in sehr kurzer Zeit ein hervorragendes Waschergebnis erzielt. Selbst das Waschmittel dosiert dieses Wunderwerk der Technik vollautomatisch (und im Preis von 5 € inklusive) hinzu. Oft haben wir unsere Wäsche auch in einer Waschschüssel von Hand gewaschen, aber diesmal waren auch einige Hand- und Badetücher, sowie die Bettwäsche “fällig”, so dass sich die 7 kg Trommel auch fast vollständig füllte.

Während die Waschmaschine lief, gingen wir an den Strand, um den Fischern zuzusehen, wie sie mit Ihrem Fang nach Hause kamen. Aber wohl wegen der recht aufgewühlten See, war nicht viel zu sehen, außer den Booten und den Fischerhütten, sowie einzelnen Fischern und ihren Frauen, die Netze flickten.

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Der Strand von Vila Chã mit Fischerbooten und Fischerhütten

Im Anschluss stand dann das Wäscheaufhängen an und anschließend “Fahrzeugpflege”, denn auch der EU-GO wollte mal wieder gereinigt werden und die Teerspritzer, die wir uns irgendwo unterwegs eingefangen haben, ließen diese Arbeit deutlich länger dauern als ursprünglich geplant. Diese erwiesen sich als sehr hartnäckig und auch die Versiegelung, die die sonstige Reinigung deutlich beschleunigte, hat dabei weniger geholfen. Nun strahlt unser Reisemobil aber wieder in vollem Glanz und ist bereit für die nächsten Touren.

Natürlich gingen wir noch einige Male zwischendurch an den Strand spazieren und der Himmel war erneut strahlend blau (und windig war es ebenso…):

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Wir basteln weiter – zusätzliche Trocknungsmöglichkeit in der Dusche

Auch wenn es nur eine ganz kleine Bastelaktion zu sein scheint… es steckte doch etwas Planung dahinter, denn in die Wohnmobilwände und vor allem in die Duschverkleidung kann man ja nicht so ohne weiteres schrauben, und das Material ist ja auch nicht standardmäßig im Wohnmobil vorhanden.

Was wollten wir eigentlich erreichen?!? Es ging darum, eine weitere Aufhängemöglichkeit in unserer Dusche zu schaffen, so dass man eventuell nasse Klamotten oder Handtücher in der Dusche zum Trocknen aufhängen kann. Bereits werkseitig ist ein Metallbügel um das Dachfenster herum installiert, an dem man auch ganz gut Jacken auf Bügeln aufhängen kann. Ein breites Handtuch ist jedoch immer zusammengeknautscht, daher habe ich eine zusätzliche Kleiderstange in der Dusche installiert (Die Stange ist gerade, ich habe nur schief fotografiert):

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Im Vordergrund sieht man den werkseitig installierten Metallbügel, der zusammen mit der zusätzlichen Kleiderstange genutzt wird.

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Wichtig ist auch die Position der Stange, da wir diese ja nicht bei jedem Duschen entfernen wollen. Ich kann jedenfalls ganz normal in der Dusche stehen und diese ordnungsgemäß benutzen (Sonja hat aufgrund der Körpergröße da eh keine Probleme). Dennoch ist die Stange ausreichend weit von der Duschbrause und der Wand entfernt, so dass einer Nutzung nichts im Wege steht.

Das benötigte Material haben wir bereits vor einer Woche im Baumarkt erworben und dann hier in Moliets auf dem Campingplatz verarbeitet. Die Schrankrohrlager wurden mit passenden Schrauben in der Wand der Duschkabine befestigt. Die Kleiderstange erwies sich doch als recht hartnäckig, so dass Sonja und ich uns an der kleinen Handmetallsäge abgewechselt haben, um sie auf die passende Länge zu bekommen.

Bei diesem Einsatz hat sich der Würth Ratschen-Magazin-Schraubendreher bestens bewehrt. Denn die enthaltenen Bits sind wirklich hochwertig, und die Magnetspitze sorgt auch dafür, dass die Schrauben in unzulänglichen Ecken auf den Bits sitzen bleiben. Kurzum dieser Schraubendreher ersetzt einen halben Werkzeugkasten.

Innenansicht unseres Chausson 640 Welcome Premium

Nachdem wir ja schon einige Bilder mit Außenansichten unseres Chausson 640 Welcome Premium gezeigt haben, legen wir nun mit einigen Innenansichten nach. Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen:

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Der Blick vom Cockpit nach hinten in den Wohnraum, Kunstleder-Polster auf den Pilotensitzen. Die Sitze sind natürlich auch drehbar, so dass die Sitzgruppe auf bis zu 7 Sitzplätze erweitert werden kann.

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Überblick über den Wohnraum: Vorne die Sitzgruppe, der teilbare und elektrisch absenkbare Tisch, dahinter rechts die Küchenzeile, links die Wohnraumtüre mit Garderobe und der Kühlschrank. Die Stufe hoch das geräumige Bad, geradeaus hinter den Spiegeln der riesige Kleiderschrank.

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Die doppelt verriegelte Eingangstüre mit verdunkelbarem Fenster, Fliegengittertüre, Garderobe mit Spiegel am Eingang, darüber das Bedienpanel für die Bordelektronik und der Kühlschrank mit separatem Gefrierfach.

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Toilette und Waschbecken, sowie Badschränke. Hinter dem Spiegelschrank verbirgt sich der riesige Kleiderschrank. Das Bad ist vom Wohnraub abtrennbar und verfügt über ein Fenster und ein Dachfenster oberhalb der Dusche.

DCIM100GOPROGOPR0059.JPGGanz links im Bild ist die Dusche zu erkennen, in der Mitte die Küche mit reichlich Stauraum. Die Arbeitsplatte kann durch das Klappbrett rechts noch erweitert werden, der Kocher ist dreiflammig.

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Der Blick vom Badezimmer Richtung Cockpit: Oben ist das Hubbett zu erkennen, das eine ausreichend große Liegefläche auch für lange Menschen über zwei Meter bietet. Es kann elektrisch bis auf die Höhe der Sitzpolster abgesenkt werden, so dass ein sehr bequemer Einstieg möglich ist, könnte aber auch auf halber Höhe verwendet werden, so dass darunter durch Umbau der Sitzgruppe zwei weitere Schlafgelegenheiten entstehen könnten (mit optionalen Polstern, die wir nicht mitbestellt haben). Der Tisch ist auf diesem Bild bereits abgesenkt. Die Sitzbänke lassen sich darüberhinaus zu zwei vollwertigen Einzelsitzen mit Dreipunktgurten umbauen, so dass bis zu vier Personen mitfahren dürfen.

Bei all diesen Bildern haben wir an einem regnerischen Tag das Licht dennoch nicht eingeschaltet. Es werden bestimmt noch stimmungsvollere, besser beleuchtete Bilder folgen.

Die Übernahme rückt näher – Checkliste

Wir haben schon seit längerem nach einer Checkliste gesucht, was bei der Übergabe alles zu beachten/zu kontrollieren ist. Leider sind wir nicht wirklich fündig geworden, bzw. keine dieser Listen passte auf unsere Anforderungen. Daher haben wir selbst eine Liste erstellt:

Mitnehmen:

  • Nummernschilder
  • Zulassungsbescheinigung
  • Marderschreck (wir lassen den direkt vom Händler montieren)
  • Gasflasche (voll)
  • Sanitärflüssigkeit (falls die Toilette direkt auf der Heimfahrt genutzt wird)
  • Wasserentkeimung
  • Schlauch oder Gießkanne (zum Befüllen des Tanks)
  • Ausziehleiter (um aufs Dach zu sehen, Luken, Verarbeitung, ggf. Solar, Dachgepäckträger usw.)
  • Stromkabel und Adapter (damit das Auto auch an Strom angeschlossen und das Ladegerät gecheckt werden kann)
  • Taschenlampe (um in dunkle Ecken gucken zu können)
  • 12V Adapter auf USB (so kann man mit dem Telefon die Steckdosen testen)
  • 220V auf USB (s.o. eben für 220V)
  • USB Ladekabel Mobiltelefon
  • GoPro + Handy
  • Markierungsklebeband/Post it
  • Stifte/Block
  • Feuerlöscher (am besten Schaum, denn bei Pulver ist das Fahrzeug komplett versaut)
    ggf. bei Übernachtung:
  • Bettzeug
  • Wechselwäsche
  • Kulturbeutel, Hygieneartikel und notwendige Medikamente

Checks am Basisfahrzeug:

  • Blinker
  • Warnblinker
  • Abblendlicht
  • Fernlicht
  • Rückfahrlicht
  • Nebenschlussleuchte
  • Rückfahrscheinwerfer
  • Scheibenwaschanlage
  • Scheibenwischer
  • Hupe
  • Fahrerhausverdunklung
  • Funktion Rückfahrkamera (Blickrichtung?)
  • Klimaanlage
  • Beifahrerairbag vorhanden
  • Tempomat/Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Elektrische Rückspiegel
  • Funktion Sitze und Anschnallgurte
  • Automatikgetriebe + ESP

Checks am Aufbau außen

  • Reifen (Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?)
  • Felgen (Alu 16 Zoll)
  • Schmutzfänger vorne
  • Spaltmaße
  • Anschluss „Hutze“ an Basisfahrzeug
  • Verbreiterungen
  • Verschluss/Dichtungen Gaskasten
  • Gasanschluss, Entlüftung
  • Verschluss/Dichtungen Aufbautüre (zweifach verriegelt?)
  • Verschluss/Dichtungen Toilettenklappe
  • Zustand und Vollständigkeit Toilettenkassette, Entnahme, Verriegelung
  • Verschluss/Dichtungen Heckgarage (Beifahrerseite)
  • Dichtigkeit Heckgarage
  • Verschluss/Dichtungen Heckgarage (Fahrerseite) /Schrankbretter (Klappbar)
  • Verschluss/Dichtungen Versorgungsklappe
  • Ladegerät (Ein-Ausschaltung), Sicherungen, Wassertank
  • Außendusche Funktion
  • Außengasanschluss
  • Montage und Funktion Fahrradträger
  • Montage und Funktion Dachgepäckträger

Vorhandensein von:

  • Fahrerhausteppich
  • Kissen zum Umbau Sitzgruppe zu Bett
  • Kissen Sitzgruppe
  • Holzrost in Dusche
  • Winterabdeckungen für Kühlschrank
  • Winterabdeckungen Fahrerhaus außen
  • Kurbel für Hubbett
  • Solarvorbereitung
  • Auflastung 4,4 Tonnen
  • Fliegengittertüre
  • Warndreieck
  • Erste Hilfe Kasten
  • Warnlampe (erforderlich, da über 3,5 Tonnen!)
  • Warnwesten (für jeden Fahrgast)
  • Reifen-Pannenset (oder Ersatzrad)

Checks am Aufbau innen/Technik

  • Bedienpanel innen
  • Batterie Wohnraum (welche, wie verbaut?)
  • Funktion und Bedienung Kühlschrank/Gefrierfach GAS/12V/220V incl. Umschaltung,
  • Schließen der Türen Kühlschrank
  • Funktion und Bedienung Diesel-Heizung
  • Funktion Brenner Herd
  • Funktion Warmwasserboiler
  • Funktion Wasserhahn Küche
  • Funktion Wasserhahn Bad
  • Funktion Brause Dusche
  • Funktion Toilettenspülung
  • Dichtigkeit Frischwassertank
  • Dichtigkeit Grauwassertank
  • Heizung Grauwassertank/Isolation zeigen lassen!
  • Funktion und Position der Lichtschalter und Lampen
  • Funktion Hubbett und Vorhandensein Komfortmatratze
  • Funktion Tisch (mechanisch und elektrisch)
  • Funktion USB Ladebuchsen
  • Funktion Steckdose 220V (auch Garage)
  • Funktion Steckdosen 12V (auch Garage)
  • Funktion Zentralverriegelung

Checks am Aufbau sonstiges:

  • Funktion Fenster (Verdunkelung, Insektenschutzrollo, Öffnen und dichtes Schließen)
  • Funktion Dachluke (Verdunkelung, Insektenschutzrollo, Öffnen und dichtes Schließen)
  • Kleiderschrank Heck: (Türen, Scharniere, Einlegebretter?)
  • Bad: Glashalter, Spiegelschrank, Schublade
  • Dusche: Fixierung Duschtüren und Brause
  • Klappe über Kühlschrank
  • Klappe unter Kühlschrank
  • TV-Fach
  • Auszüge Küche
  • Schränke Küche
  • Besteckfach
  • Schränke oberhalb der Küche
  • Verlängerung Küchenarbeitsplatte (klappbar)
  • Funktion der Klappe neben dem Eingang in Sitzbank
  • Umbau Notsitze aus Sitzbank
  • Umbau des Bettes unterhalb des Hubbettes
  • Staufächer in den Sitzbänken, deren Verschlüsse
  • Verarbeitung der Nähte der Kissen der Sitzgruppe Polster (Elite?)
  • Fixierung der Kissen (Klett?!?)
  • Funktion der Vorhänge
  • Funktion der Dachhaube über Fahrerhaus, Dichtigkeit (vor allen an Ecken! Verzogen? Rollos)

Fragen/ggf. kaufen:

  • Ersatzpumpe!
  • Sanitärflüssigkeit
  • Gießkanne (wenn nicht schon dabei s.o.)

Vielleicht ist das für Euch ja auch interessant oder es gibt noch Ergänzungen?!? dann Schreibt gerne einen Kommentar!

Danke an Uschi und Rainer, Eure Vorschläge sind eingearbeitet, Kevin auch Dir ein Dank nach Luxembourg ist ergänzt.