Das Essen in Sri Lanka

Nun sind wir schon zwei Wochen in diesem tropischen Land und haben das Essen zu schätzen gelernt. Zum Frühstück süße Ananas, kleine Bananen, Papayas, alles was unser Herz begehrt. Dazu Rührei oder typische Egghoppers. Das sind dünne Pfannkuchen aus Kokosmilch und Reismehl, gefüllt mit einem Spiegelei. Die Hoppers gibt es auch ohne Ei, dann streicht man einfach etwas Chilipaste darauf. Die wird übrigens auf fast alle Gerichte je nach Schärfegrad wunschweise hinzugefügt.

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Unsere Gastfamilie hat uns extra zum Probieren Hoppers mit und ohne Ei gebacken

Wer von dem Obst noch nicht genug hat, kann sich in einer der vielen Saftbars einen tollen Fruchtsaft frisch mixen und mischen lassen. Der Variation sind keine Grenzen gesetzt, oft auch noch mit Kokosnussfleisch und Avocado angereichert oder mit Honig abgerundet.

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Unsere Lieblingssaftbar um die Ecke, so man beim Shake zusehen kann

Die Einheimischen essen zu jeder Mahlzeit Reis und Curry, Reis ist ihr Lebenselixier. Brot ist für die Touristen. Kommt uns gerade recht, denn wir essen ja sowieso kein Brot. In Sri Lanka isst man ohne Besteck. Sie nehmen dafür die rechte Hand, drücken den klebrigen Reis zu kleinen Kugeln und tunken diese in ihr Curry. Dabei ist hier Curry wie oft in Europa nicht nur eine Gewürzmischung, sondern eine ganze Gemüsezubereitung mit unterschiedlichem Schärfegrad, Kokosmilch etc. So haben sie oft ca. drei verschiedene Currys zur Auswahl, oft rote Beete, Linsencurry (Dhal) oder eine gehackte Salatmischung. So kann man schön variieren. Oft gibt es noch ein Spiegelei dazu.

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Einladung zum Abendessen bei der Gastfamilie mit typischem Reis und Curry

Als Zwischenmahlzeit gibt es hier an jeder Ecke Stände oder Streetfood-Wagen, an denen man sich sogenannte Rotis kaufen kann. Dies sind eine Art dünne Pfannkuchen aus Reismehl, gefüllt mit Gemüse, Fisch, Chicken oder auch in süß mit Ananas oder Bananen gefüllt und dann zu einem Dreieck gefaltet. Ebenfalls gibt es diese Varianten auch als Rolls, die sind dann einfach zu Röllchen geformt, oft paniert und frittiert.

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frittierte Gemüsetaschen mit unterschiedlichen Füllungen

Dann gib es als Alternative für Reis noch das bekannte Kottu. Gemüsekottu ist dann eine Mischung aus Gemüse und klein gehacktem Reisfladen. Der Fladen ist dann wie durch einen Aktenvernichter zerkleinert nur noch bestehend aus 5 Millimeter breiten länglichen Stücken. Der Koch zerhackt diese Fladen mit einem breiten Messer schwungvoll auf einem Schneidebrett mit lautem Getöse. Sieht aus wie eine Art Nudeln und ist sehr nahrhaft. Wer in Sri Lanka glutenfrei leben will, hat es sehr einfach. Gluten muss man suchen gehen. Reis, Gemüse und Fisch sind hier die Hauptnahrungsmittel, was sehr bekömmlich ist.