Frühstück, Mini-Supermärkte (Tante-Emma-Läden) und das große Müllproblem

In unserer neuen Unterkunft ist das Frühstück nicht wie in Weligama inbegriffen und hätte pro Person und Tag für hiesige Verhältnisse teure vier Dollar gekostet, so dass wir beschlossen haben, selbst für das Frühstück zu sorgen. So sind wir zeitlich unabhängig und können täglich das kaufen, worauf wir Lust haben, bzw. was verfügbar ist.

So gehen wir morgens als erstes gegen 7.30 Uhr eine Stunde surfen und anschließend an die Dorfhauptstraße, wo sich ein Laden an den anderen reiht. In diesen Läden gibt es einfach alles. Sie sehen eher nach chaotisch vollgestopften „Bretterbuden“ aus. Das Sortiment spiegelt die „Von-der-Hand-in-den-Mund-Mentalität“ wider. Alles ist in kleinen Portionen in Tütchen verpackt. Die Tütchen hängen in langen „Ketten“ über einer Stange, und bei Bedarf reißt man sich einfach ein Tütchen ab. Preisvergleiche brauchen wir hier nicht anzustellen, da die Preise aufgedruckt und überall gleich sind. In den besagten Tütchen befindet sich u.a. Milchpulver, Kaffeepulver, Cappuccino, Kakao und andere Süßgetränke oder auch Seife als Pulver. Darüber hinaus werden Bonbons und andere Süßigkeiten wie „früher“ einzeln verkauft. Diese befinden sich in großen durchsichtigen Kunststoffdosen. Des weiteren gibt es oft noch einen Kühlschrank, in dem sich Joghurt in kleinen 80 gr Bechern befindet, Joghurtgetränke, Kakao, Vanillemilch (irgendwie stehen die hier total auf Vanille, sogar Fanta gibt es hier mit Vanillegeschmack) und andere gekühlte Süßgetränke, die wegen der Kühlung dann etwas teurer sind. In einer weiteren Abteilung befindet sich meist dann ein großes Obst- und Gemüsesortiment.

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In diesem Laden haben wir praktisch alles außer Reisfladen und Bananen gekauft. Gut zu erkennen sind die tausenderlei kleinen Packungen im Hintergrund.

Was auffällig ist, es gibt keine großen Vorratspackungen für z.B. Kaffeepulver etc. Dann könnte sehr viel Plastik-und Aluverpackung eingespart werden. Sogar die Klorollen sind einzeln in Tüten eingeschweißt. Das allerschlimmste ist, dass die ganzen Verpackungen, die man in den Läden so sieht, überall in der Böschung, neben schönen Hibiskussträuchern, im offenen Kanalsystem neben der Straße, einfach überall herumfliegen. Quasi die Verpackungen des ganzen Sortiments eines Ladens liegen gefühlt in dieser Menge einfach noch einmal vor, neben und hinter dem Laden einfach auf dem Boden und in jeder Ecke herum. Es sieht einfach schlimm aus. Wir wüssten gar nicht, wo wir mit dem Müllsammeln anfangen sollten. Glücklicherweise ist der Strand sehr sauber, da gibt es auch Mülltonnen. Die Menschen wissen diesen sauberen Strand zu schätzen und werfen den Müll dort in die Mülltonnen. Vor den Haustüren der Häuser liegen oft geöffnete Mülltüten, die zur Abholung vor die Tür bereitgelegt werden. Dass dann Tiere kommen und diese Tüten wegen eventueller Essensreste zerfetzen, das stört niemanden. Der lose Müll fliegt dann überall auf der Straße herum. Wir haben den Eindruck, dass sich niemand für das vor seiner Haustüre interessiert, Hauptsache auf dem eigenen Grundstück ist alles sauber.

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Ein typisches, allerdings sehr sortiertes Obst- und Gemüsegeschäft in SK Town

Wir haben bei unseren Einkäufen die Tüten in den Läden immer abgelehnt, da wir selbst Tüten bzw. Behälter oftmals wiederverwendet haben und in den Laden mitgenommen haben. Somit haben wir bei unseren Einkäufen in der ganzen Zeit sicher zig Tüten als Müll vermeiden können. Die Verkäufer schauen dann immer ganz verwundert, wenn man die Tüte nicht mitnehmen möchte.

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Sonja mit dem Bananenmann, der uns schon immer von weitem und über die Straße hinweg zugewonnen und freundlich gegrüßt hat, auch wenn wir (ausnahmsweise) nichts gekauft haben

Unsere süßen Minibananen, von denen wir täglich zusammen sicher zwischen 15 und 20 essen, kaufen wir immer bei unserem „Bananenmann“. Er macht uns immer super Angebote, für fast ein kg zahlen wir dann umgerechnet nur 10 Cent.

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Sonja mit „Siamesischen“ Zwillingsbananen natürlich aus Sri Lanka

Zum Frühstück kaufen wir uns immer leckere Reisfladen mit einem Spiegelei gefüllt. Dazu noch Reisdreiecke, ebenfalls aus Fladen ähnlich wie Wraps, die mit einer Art Curry-Linsen-Kartoffelmischung gefüllt sind. Diese sind sehr nahrhaft und oft auch „ein bisschen“ scharf. Die Bananen danach dienen der Neutralisierung. Damit sind wir tagsüber dann gut versorgt, da wir davon auch noch mittags essen.

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Die sehr scharf gefüllten Dreiecke sind für europäische Geschmacksnerven schon grenzfertig, die Reisfladen (Egg Rotti) sind hingegen lediglich „gut gewürzt“

Überall begegnen uns auch hier Hunde, wobei diese sehr friedlich sind und vor allem während des Tages absolut regungslos auf Wegen, dem Strand oder irgendwelchen Grundstücken liegen. Uns geht es während der Zeit, die die Sonne wirklich gnadenlos auf die Erde herabbrennt, oft nicht anders. Unsere Nachtruhe ist ebenfalls sehr von den Temperaturen abhängig, denn unser Räumchen verfügt lediglich über einen Ventilator, nicht jedoch über eine Klimaanlage. Wenn die Temperaturen manchmal selbst nachts nicht unter 27 Grad Celsius fallen, dann ist an guten Schlaf nicht unbedingt zu denken, denn für uns als Europäer dürfen die Schlafzimmertemperaturen gerne 10°C niedriger liegen.