Es ist Zeit DANKE zu sagen, für so viel Interesse! 5000 Besucher!

Nun sind wir gerade einmal zwei Monate unterwegs und die Resonanz ist umwerfend!

Für die statistikinteressierten Menschen noch ein paar Zahlen:

  • bislang hatten wir über 15.000 Seitenaufrufe
  • von 5000 Besuchern (also ruft jeder Besucher im Schnitt drei Seiten auf)
  • 38.000 geschrieben Worte in bislang 95 Artikeln
  • 265 Menschen, die unserem Blog folgen

Wir sind jedenfalls sehr überrascht, denn mit einer solchen Resonanz für einen Blog, der eigentlich eher dazu gedacht war ein paar interessierte Menschen bezüglich unserer Reise auf dem Laufenden zu halten, hatten wir nicht gerechnet. Schreibt uns gerne an, lasst Kommentare da und gebt uns Tips bezüglich neuer Lokationen in der Umgebung in der wir uns aktuell befinden… Wir freuen uns!

Die Zugriffszahlen nach Ländern aus denen Karrierewende.de aufgerufen wurde und die jeweilige Anzahl der Aufrufe… Wirklich interessant wo die Menschen sich alle so aufhalten 😉

Deutschland,12448
Luxemburg,660
Schweiz,520
Frankreich,236
Vereinigte Staaten,207
Österreich,202
Italien,89
Niederlande,75
Schweden,70
Vereinigtes Königreich,69
Norwegen,62
Portugal,48
Belgien,46
Kroatien,43
Dänemark,43
Australien,38
Europäische Union,37
Spanien,34
Russland,26
Irland,19
Griechenland,14
Türkei,12
Polen,11
Albanien,9
Kanada,8
Tansania,7
Philippinen,6
Israel,5
Rumänien,5
Südafrika,5
Slowakei,4
Monaco,3
Tschechische Republik,2
Vereinigte Arabische Emirate,2
Island,1
Malta,1
Vietnam,1
Zypern,1
Katar,1
Thailand,1
Malediven,1
Slowenien,1
Dominikanische Republik,1
Neuseeland,1
Sri Lanka,1
Liechtenstein,1
Brasilien,1
Chile,1

Von Zambujeira do Mar über 5 Strände und Cabo de Sao Vicente bis Sagres

In Zambujeira do Mar haben wir einen Tag Pause eingelegt, um noch einmal zu waschen und vor allem Zeit zu haben, die Wäsche zu trocknen. Wir sind dann nur ein wenig spazieren gewesen und haben unter anderem den wunderschönen Sonnenuntergang genossen.

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Mit (m)einer schönen Frau wird ein schöner Sonnenuntergang an einem schönen Strand noch mal so schön 😉
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Die Klippen von Zambujeira do Mar fallen direkt zum Strand ab

Am nächsten Tag sind wir dann an weiteren schönen Stränden bis zum südwestlichsten Punkt Europas, das Cabo São Vicente gefahren. Für alle Interessierten und Insider: Wir haben die Strände Arifana, Bodeira, Praia do Amado und die beiden Stadtstrände von Sagres Paria do Mareta und Tonel. Selbst surfen waren wir, wegen des starken Windes und der damit verbundenen recht kühlen Temperaturen, nicht. Aber anderen Surfern zuschauen macht ja auch Spaß. Und an der Praia do Arifana wäre kaum noch Platz für uns gewesen, denn dort waren gefühlt hunderte Surfer, vor allem Anfänger, im Wasser.

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Praia Bodeira, ein weiter Sandstrand mit tollen Wellen (und leider auch sehr viel Wind) 

Zwischenzeitlich waren wir dann natürlich auch am Cabo de Sao Vicente und haben den Blick nach Amerika schweifen lassen. Die letzte Bratwurst vor Amerika konnten wir nicht mehr vertilgen, da der Betreiber des Standes diesen für dieses Saison schon geschlossen hatte.

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Der Leuchtturm am Cabo de São Vincent, einer der hellsten der Welt und der lichtstärkste Europas der der Schifffahrt auch heute noch eine wichtige Orientierung ist. Sein Licht ist bis zu 60 Kilometer weit zu sehen.

Anschließend sind wir in Sagres noch zum Fortaleza spaziert und anschließend haben wir auf dem zugehörigen Stellplatz genächtigt. Auch wenn sich der Tag nach wenig Action anhört, die Zufahrten zu den einzelnen Stränden und auch die Nationalstraßen sind teilweise wirklich herausfordernd zu fahren, zumal wenn man mit einem 2,40 Meter breiten Fahrzeug unterwegs ist und die Straßen teilweise unwesentlich breiter sind. Auf unserer gesamten Tour vergeht bisher kaum ein Tag, an dem wir nicht um die 10 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben. Das ist als Ausgleich zum Autofahren auch unbedingt nötig und so herrlich entspannend. 😉

Weiter der Küste der unaussprechlichen Namen entlang: Porto Covo, Vila Nova de Milfontes und Zambujeiera do Mar

Mittwoch früh war es sehr windig und wolkenverhangen, so dass wir schon recht bald losgefahren sind, der Küste gen Süden folgend. Wobei wir uns nicht ganz an der Küste entlang bewegen, da die Küstenstraße noch abenteuerlicher zu fahren ist, als die anderen Straßen, die teilweise hohe Verwerfungen, Löcher oder provisorische Flickstellen aufweisen. Manchmal fehlt auch schlicht die Hälfte der Fahrbahn. Das ist besonders interessant, wenn ein LKW entgegen kommt. Daher bekommt der Begriff “vorausschauendes Fahren” hier noch eine weitreichendere Bedeutung. Der Ort Porto Covo ist zum Beispiel so wohnmobilunfreundlich, das es keine einzige legale Möglichkeit gibt, das Reisemobil im Ort oder der Nähe davon auch nur abzustellen, obwohl reichlich freie Parkplätze vorhanden waren. Diese sind aber alle für Reisemobile gesperrt. So ist ein Besuch des Örtchens leider nicht möglich und wir sind unverrichteter Dinge wieder gefahren, denn auf  dem Campingplatz einchecken, um dann eine Stunde spazieren zu gehen, ist irgendwie keine Option.

Wir sind dann weiter nach Vila Nova de Milfontes gefahren, wo zwar auch einige Parkplätze für Reisemobile gesperrt sind, was auch völlig ok ist, denn ist gibt andere Plätze auf denen das Parken erlaubt, oder zumindest geduldet ist. Ein freies Übernachten außerhalb der Camping oder offiziellen Stellplätze ist im Süden Portugals generell nicht mehr erlaubt. Es werden sich wohl zu viele Wohnmobilisten daneben benommen haben, dass es so weit gekommen ist. In Vila Nova de Milfontes jedenfalls gibt es einen wunderbaren Ausblick auf den Rio Mira, der dort ins Meer mündet, und die gegenüberliegenden Praia de Furnas.

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Vila Nova de Milfontes mit dem Ausblick auf die Mündung des Rio Mira und die Praia de Furnas

Nach einem kleinen Obstfrühstück ging es dann weiter nach Zambujeiera do Mar wo wir noch einmal den Luxus eine Campingplatzes genießen und eventuell, je nach Wetterlage, auch noch einmal Wäsche waschen wollen. Leider sind hier in der Gegend alle Campingplätze etwas im Landesinneren gelegen und haben somit keinen direkten Strandzugang und auch der schöne Stadtstrand in Zambujeiera do Mar ist zum Surfen eher weniger geeignet, da es doch eine Felsen gibt, deren Position man dann schon sehr genau kennen sollte. Der Weg von etwa einem Kilometer mit dem Surfbrett zum Strand wäre dann ja noch machbar…

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Der Stadtstrand von Zambujeiera do Mar, sehr schön, aber mit den Felsen auch nicht ungefährlich zum Baden oder Surfen

Der Ort Zambujeiera do Mar selbst besticht durch eine kleine Fußgängerzone mit etlichen Restaurants, einer Kapelle direkt auf den Klippen und schönen weiß-bunten Häusern.

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Häuser mit jeweils unterschiedlicher Farbe in Kombination mit Weiß machen den Ortskern von Zambujeiera do Mar aus

Vielleicht finden wir in den nächsten Tagen ja noch Orte und Gelegenheiten zum Surfen, denn besonders Sonja hat noch nicht genug davon bekommen. Besonders nach den hervorragenden Wellen in Peniche am ersten Surftag, kann ich das nur zu gut verstehen.

An Lissabon vorbei über den Tejo nach Alcacér do Sal und Vila Nova de Santo André – puh was für Namen

Gottseidank sind nicht alle Dinge so schwierig, wie die portugiesischen Namen für mich. Ich kann sie mir einfach sehr schlecht merken… Aber der Reihe nach:

Nach dem anstrengenden Tag Montag in Lissabon und Cascais ging es dann heute weiter Richtung Süden. Zuerst haben wir aber beide das wieder vorhandene Wasser auf dem Campingplatz genutzt und noch einmal geduscht. Anschließend die übliche Abfahrtroutine mit Stufenkeilen einpacken und säubern, Wäscheleine einpacken, Innenraum fahrfertig machen, Ver- und Entsorgen. Alles zusammen dauert eben so seine Zeit.

Unser primäres Ziel für den heutigen Tag war vor allem die Stadt Lissabon hinter uns zu lassen und den Tejo zu überqueren und das ohne auf eine Fähre, eine Autobahn oder eine mautpflichtigen Straße zu kommen. Es ist uns, auch dank unseres Navigationssystems, geglückt und so konnten wir nach etwa dreistündiger Fahrt unsere Frühstückspause in Alcacér do Sal machen. Dort haben wir dann auch einen Rundgang durch das Städtchen mit den weißen Häusern und den vielen Storchennestern gemacht. Besonders  die Kirche, die innen komplett mit den typischen blauen Kacheln verziert ist, hat es uns angetan und muss keinen Vergleich mit den Kirchen Lissabons scheuen.  Der Ort Alcacér do Sal leistet sich den Luxus einer eigenen, wirklich langen  Fußgängerbrücke, so dass man auf der einen Seite des Flusses in die Stadt, auf der anderen zurück gehen kann. Überhaupt wird für Besucher einiges geboten, so stehen ausreichend Parkplätze und kostenlose und saubere öffentliche Toiletten bereit. Wenn das nur immer so wäre… Zum Abschluss hat sich dann doch noch ein Quotenstorch  gezeigt, bevor wir weitergefahren sind (bestimmt auch vom Touristenoffice extra angeheuert, dass er nicht wegfliegt).

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Alcacér do Sal, eine kleines Städtchen, das es sich anzusehen lohnt

Als Backup hätten wir in Alcacér do Sal auch übernachten können, da wir aber sehr gut durchgekommen sind, haben wir uns entschlossen die weitere Stunde bis Vila Nova de Santo André in Angriff zu nehmen und dort am Meer und gleichzeitig an der Lagune unsere Nacht zu verbringen.

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Der Holzsteg führt am Sandstrand von Vila Nova de Santo André entlang zur Lagune. Diese ist links im Bild zu sehen, das offene Meer rechts.

Entlang der “Surferküste” Portugals (Nazaré – São Martinho do Porto)

Nachdem wir in Praia de Mira mit wunderbar rauschenden Wellen übernachtet hatten, sind wir nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort bald weitergefahren, denn es hat die gesamte Nacht und auch den folgenden Vormittag geregnet bis auf die halbe Stunde unseres Spaziergangs nicht. Die Fahrt anschließend ging wieder über sehr kleine Straßen und Brücken, die mit dem Gewicht und der Größe unseres EU-GO an ihren Grenzen waren. Unser Zwischenziel war dann Nazaré, die Hochburg der Big Wave Surfer der Welt. Die Wellen, die wir dort vorfanden, waren zwar mit etwa 2 Metern Höhe nicht klein, aber nicht mit den über 20 Meter hohen Brechern zu vergleichen, die nach manchem Herbst und Wintersturm am Leuchtturm der Stadt zu bestaunen sind. Immerhin hatte der Regen wieder aufgehört und wir konnten ein wenig am Strand und durch den Hafen spazieren. Uns beiden war Nazaré allerdings selbst jetzt noch zu überlaufen und zu touristisch. Noch dazu dürfen im gesamten oberen Stadtteil, der mit dem Leuchtturm und den älteren Gassen besonders interessant ist, Wohnmobile nicht einmal halten. Vermutlich nicht ohne Grund, denn die Straßen sind wirklich eng und die Touristen sind sich selbst jetzt im Oktober noch gegenseitig auf die Füße getreten, also nicht wirklich das, was wir so mögen.

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Der Strand von Nazaré

Unten in der Stadt am Strand war es deutlich ruhiger und die Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt sind auch ganz nett anzusehen und bilden einen schönen Kontrast zu dem blauen Himmel, dem Strand und dem Grau der Wellenbrecher.

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Das Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt von Nazaré

Nach unserer Frühstückspause – wie so oft gegen 15 Uhr – fuhren wir dann weiter nach São Marinho do Porto, ein wesentlich beschaulicheres Städtchen mit sehr netter Architektur und einem Sandstrand, der sich entlang einer exakt halbkreisförmigen Bucht zieht. Dort sind wir dann natürlich den Strand auf und ab spaziert und haben auch die Geschäfte und Lokale angesehen, für einen Sonntag war es gut gefüllt, aber eben nicht so überlaufen wie in Nazaré. Zudem war vor Ort noch ein Stellplatz mit festem Untergrund zu finden, denn es sollte die gesamte Nacht regnen und wir wollten doch gerne demnächst weiter fahren, ohne das Auto zuvor aus dem Schlamm oder Sand zu buddeln. Die Regenintensität in der Nacht hat uns dann auch Recht gegeben. Der Blick aus dem Wohnmobil direkt auf den Strand war noch ein zusätzliches Highlight, das wir natürlich gerne “in Kauf nahmen”. Pünktlich zu unserem Morgenspaziergang entlang der Bucht war es allerdings wieder trocken und begann erst mit unserer Abfahrt erneut zu regnen – optimales Timing.

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Ein hübsches Gebäude, direkt am Sandstrand von São Martiño do Porto

San Sebastian – Deba – Zierbena

Da wir die Stadtbesichtigung in San Sebastian ja bereits am Vorabend gemacht hatten, konnten wir am Dienstag ausschlafen und uns ganz in Ruhe entlang der Küste weiter gen Westen bewegen. Die Straße verlief teils hinter den Bergen etwas im Landesinneren, teils auch direkt an der Küste.

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Über Getaria ging es dann nach Deba, wo wir einen kurzen Stop einlegten, um den schönen Strand und die kleinen Wellen aus der Nähe zu begutachten. Auf dem Parkplatz mit Blick auf den Strand waren etliche deutsche Surfer in ihren teils wirklich alten Mobilen zugegen.

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Der Strand in Deba
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Der EU-GO und zwei Surferinnen

Nach diesem Stop ging es dann weiter in Richtung Bilbao. Zwischendurch wurde der EU-GO noch einmal vollgetankt, denn Sonja hatte eine unglaublich günstige Tankstelle erspäht. Auch wenn die Zufahrt dank des sehr steilen Rampenwinkels nur an zweien der vier Zapfsäulen überhaupt möglich war, ohne dass wir aufsetzten, der Preis war fast 30 Cent pro Liter günstiger als noch in Frankreich und immerhin 10 Cent günstiger als die meisten anderen Tankstellen, an denen wir vorbeifuhren. Als wir in Bilbao versuchten, noch einmal ans Wasser zu kommen und die Autobahn zu vermeiden, wären wir fast auf  eine Fähre gefahren, also erst die nächste Möglichkeit wieder… So hat es uns nach Zierbena verschlagen, und hier änderte sich dann auch das Wetter ziemlich deutlich, denn der Wind frischte auf und Regenwolken zogen über uns hinweg.

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Der Strand “La Arena”, wirklich hübsch: mit harmlosen, kleinen Wellen, was sich am Abend allerdings änderte

Die Basken verstehen es, den frontón, den Platz mit einer dazugehörigen Schlagwand aus Beton, auf dem Pelota gespielt wird, mit dem Glauben zu verbinden, indem sie in Zierbena die Wände gleich kombinieren:

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Kirche mit Schlagwand für das Rückschlagspiel Pelota
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Der Surfsport ist im Baskenland überall gegenwärtig (hier an der Wartehalle direkt neben der Kirche mit der Pelota-Wand in Zierbena); Sonja mit surfboardtragendem Rotkehlchen

 

Unser Ford Transit Nugget – die Reparaturen und das traurige Ende

Leider bereitete der Nugget uns nicht nur Freude, obwohl er wirklich toll beschleunigte, und der Berganfahrassistent sowie der Regensensor wirklich gute Arbeit leisteten, sondern es gab eine Menge Dinge, die nicht dauerhaft und gut funktionierten und im Laufe der Zeit repariert bzw. getauscht werden mussten:

Die Radlager gaben bereits ab 20.000 Kilometern nach und nach auf und mussten getauscht werden.

Das Bett im Hochdach hat – immer und egal wie wir es versucht haben zu beruhigen – gequietscht, sobald man sich bewegte.

Das seitliche Dachfenster war nach etwa einem Jahr undicht, so dass das Bett und die Seitenwand im Regen nass geworden sind, was wir aber rechtzeitig bemerkten, so das kein bleibender Schaden entstanden ist.

Das Radio hatte permanent einen sehr schlechten Empfang, so dass wir mehrere Antennenvariationen ausprobierten, keine jedoch mit wirklichem Erfolg.

Nach drei Jahren hat die Aufbaubatterie ihr Leben ausgehaucht.

Die Heizung war nur für den Fahrer im Winter einigermaßen erträglich, der Beifahrer hat gefroren und eventuelle Mitfahrer hinten waren zu Eisblöcken erstarrt.

Die Bremsen und Bremsbeläge wurden alle innerhalb etwa 80.000 Kilometern getauscht.

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Das absolute Desaster war dann der kapitale Motorschaden mit 83.561 km Laufleistung. Auf den Kosten des Austauschmotors von etwa 10.000 € sollten wir komplett “sitzen bleiben”. Erst nach massivem Druck über den ADAC, die ADAC Motorwelt und die Zeitschrift Promobil, in denen ich jeweils Leserbriefe unterbrachte, gab Ford nach, und etwa ein Jahr nach dem Motorschaden bekamen wir einen Teil der Kosten erstattet. Wenn man bedenkt, dass aus dieser Serie etliche, wenn nicht die meisten Motoren den Geist aufgaben, dann kann man das sogar fast nachvollziehen, denn Ford wäre vermutlich an den Rand der Insolvenz gekommen, hätten alle Schäden übernommen werden müssen. Dennoch, kundenfreundlicher Service geht anders, daher für uns seit diesem Zeitpunkt: Kein Ford mehr!

Motorschaden

Mit dem Austausch des Motors endete die Geschichte unseres Nugget aber noch nicht, denn der Austauschmotor lief von Anfang an nicht “rund”, machte komische Geräusche und hatte zu wenig Leistung, so dass auch nach dem Motortausch die Werkstatt das Zuhause des Nuggets blieb. Es wurde noch eine Drosselklappe und was auch immer getauscht sowie etliche Einstellungen verändert, zufriedenstellend war das alles nicht mehr. Als wir dann endlich gerade alle Probleme gelöst zu haben schienen, verunglückte unser lieber Mechaniker Rico auf einer Probefahrt mit dem Fahrzeug. Ergebnis: Totalschaden. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, an einer Rechts-Vor-Linkskreuzung hat ihm eine viel zu schnell fahrende Dame die Vorfahrt genommen, er konnte also nichts dafür. Außerdem hat er heftige Verletzungen davongetragen, auch wenn die Fahrgastzelle des Nugget erstaunlich stabil war. Der neue Motor nütze nun nichts mehr…  bei exakt 87849 Kilometern auf dem Tacho, am 11. Juni 2014 endete unsere gemeinsame Geschichte durch den Verkauf an den Verwerter. Trotz aller Macken haben wir den Nugget geliebt, und als er auf den Anhänger des Verwerters gefahren wurde, ein Augenblick der Sonja glücklicherweise erspart blieb, war das schon schmerzhaft und ein trauriger Moment, denn immerhin war er unser Hochzeitsauto.

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