8. Tag Marokko: Abreise und Flug von Agadir nach Düsseldorf

Der letzte Tag in Marokko war erneut von 250 Kilometern Busfahrt geprägt, die wir nach einem späten Frühstück antraten. Denn am letzten Tag fuhr der Bus erst um 10:30 ab. Die sonstigen Abfahrten waren eher zwischen 7 und 8 Uhr, so dass wir richtig Urlaub hatten. Wir kamen schon sehr zeitig am Flughafen in Agadir an, so dass ich auch noch einen Notausgangsplatz im Flugzeug bekommen habe, also wirklich recht bequem sitzen konnte. Diesmal durfte Sonja sogar neben mir Platz nehmen, denn oft werden wir sonst getrennt. Überhaupt muss ich das Bild von Condor und den Mitarbeitern revidieren. Diesmal hatten wir ein gut gelauntes und supermotiviertes Team an Bord, das es verstand verbindlich und freundlich mit den Passagieren umzugehen, ein absoluter Kontrast zum Hinflug. Ob die Übernahme durch die staatliche polnische Fluggesellschaft die Ursache ist, oder es sich einfach um motivierter Mitarbeiter handelt, ist schwer zu sagen. Wir haben es jedenfalls genossen.

Wir durften immerhin ganz normal ausreisen, was auf eine unserer Mitreisenden leider nicht zutraf, denn sie war nur im Besitz eines türkischen Passes und hat den deutschen Aufenthaltstitel verloren, was ihr neben einigen Behördenbesuchen auch einen längeren Marokkoaufenthalt beschert hat.

Wir hingegen sind ohne Komplikationen nach Düsseldorf geflogen und haben dort auch recht zügig den Zug nach Köln bekommen. Dort sahen wir den vorletzten Zug nach Euskirchen am Nachbargleis gerade noch abfahren, so dass wir uns bei einem warmen Kakao ins Schnellrestaurant gesetzt haben, um nicht eine Stunde in der Kälte zu stehen.

Um kurz vor 1 Uhr nachts kamen wir dann in Euskirchen an und wurden von Sonjas Vater Klaus am Bahnhof abgeholt. Anschließend fielen wir nur noch müde ins Bett.

Ein Ausflug zum Surfen an die Praia do Amado – Treffen mit Schwester Heike

Heute haben wir uns mit Heike an der Praia do Amado an der Südwestküste verabredet, wo ihr Surfkurs stattfindet. Sie ist jetzt die Vierte im Bunde der Familie Schmitz, die schon auf einem Wellenreitbrett gesurft ist (oder es eben noch lernt.) Mein Bruder Daniel hat genau ein Jahr nach mir mit dem Surfen im Jahr 1998 angefangen. Auch Papa Klaus hat mit mir auf Fuerteventura schon einmal ein Brett gemietet und ist mit diesem eine ewig lange Welle liegend an den Strand gesurft. Ich hatte schon Angst um ihn, da ich ihn nicht mehr sah, als die Welle ihn erfasste. Als ich an den Strand schaute, sah ich ihn dort stehen und vor Freude winken. So hatte er seine erste Welle gesurft!

MamAnita hingegen wurde von mir auf Fuerteventura einmal auf ein Windsurfbrett gestellt, Klaus hat sogar mit mir auf Sardinien einen Windsurfkurs belegt und Wende, Halse etc. gelernt.

Zurück zu unserem heutigen Ausflug. Heimlich beobachtete wir am Strand die Surfanfänger, wie sie Trockenübungen machten und nachher auch im Wasser ihre ersten Paddel- und Gleitversuche machten. Nach dem Frühstück in unserem Wohnmobil auf der Klippe oberhalb des Strandes, was dann auch erst mittags stattfand, bekam ich dann auch Lust, ins Wasser zu gehen. Das Wasser war erstaunlich warm, und der Wind legte sich. Marc kam als mein Personal Coach mit und gab mir vom Strand aus Zeichen, in welche Richtung ich am besten paddele, um die nächsten Wellen zu bekommen, das klappt erstaunlich gut, weil er einen guten Blick hat, besonders mit seiner „Länge“, während ich oft im Wellental liege und gar nicht so weit aufs Meer schauen kann. In dieser einen Stunde hatte ich eine sensationelle Wellenausbeute, welch eine Qualität an Wellen! Besser als in drei Wochen Frankreich!!

Nach der Surfsession war ich wirklich erschöpft, das Paddeln ist verdammt anstrengend, Heike und ihre Freundin L. kamen auch zum Zusehen und machte Fotos. Alles in Allem war heute ein fantastischer Tag und schönem Wetter. Mehr davon, hoffentlich morgen!

img_2287
Blick auf die Praia do Amado am Abend
img_2284
Unsere selbstgebaute Freiluftdusche zum Entsalzen nach dem Surfen