Peniche: World Surf League Wettkampf 2. und 3. Tag und selbst surfen

Da das Wetter in Peniche dann doch deutlich besser wurde, sind wir noch zwei weitere Tage dort geblieben und haben den Morgen begonnen, indem wir selbst surfen gegangen sind. Nach der warmen Dusche, die nach 17 Grad Wassertemperatur besonders angenehm war, und unserem relativ frühen Frühstück sind wir dann noch (Donnerstag zweimalig, Freitag einmalig) zum Supertubos und den Profisurfern gepilgert. Was wir dort zu sehen bekamen, war wirklich sehr imposant, und ich konnte weiter üben, gute Fotos von Surfern zu machen… mittlerweile klappt das – wie ich finde – ganz gut.

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Surflegende Kelly Slater – heute nicht nur als Pappkamerad – sondern höchst selbst und vollkonzentriert vor seinem ersten Auftritt. Netterweise ist er direkt vor die Linse und etwa 2 Meter an mir vorbeigelaufen.
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Kelly Slater beim „Take Off“ – dem Start des Abreitens einer Welle
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Auch mit solchen Situationen muss man als Profi klarkommen… da kommt einem plötzlich ein Tube entgegen. Kelly hat es mit Bravour gelöst und eine der höchsten Punktzahlen des Freitags dafür bekommen – Am Sonntag hat es ihm leider nicht geholfen
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Es geht auch „einfach mal“ nur eine grüne Wand entlang, hier der Turn unten in der Welle (bottom turn), bevor es wieder nach oben zu einem weiteren Manöver oder Sprung geht.

Natürlich gab es neben der Legende Kelly Slater auch viele andere gute Surfer, so auch den amtierenden Weltmeister und führenden der Gesamtwertung in diesem Jahr Gabriel Medina. Allerdings sind  am Sonntag, nachdem Samstag wegen schlechten Wetters keine Wettkämpfe stattfanden, sowohl Kelly Slater (USA) als auch Gabriel Medina (Brasilien) in der nächsten Runde (der Top 16) aus dem Wettkampf geflogen. Nur der aktuell zweite der Wertung für die Weltmeisterschaft Filipe Toledo (Brasilien) konnte sich in seinem Heat durchsetzen und so wichtige Punkte sammeln. Selbiges gelang auch Jordy Smith (Südafrika), dem aktuell drittplatzierten, so dass der Herr Medina es sich nicht zu gemütlich machen sollte. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Kelly Slater in der Weltcupwertung auf Platz 13 liegt. Und auch wenn er am Freitag einen überragenden Heat gezeigt hat, war am Sonntag dann leider Schluss.

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Gabriel Medina auf einer kleineren Welle, aber auch aus diesen das Optimale herauszuholen, war in Peniche die Herausforderung, denn an einem Sandstrand brechen die Wellen nicht so planbar, wie z.B. an einem Riff.

Wir haben jedenfalls Stunden den Profis und auch am anderen Surfstrand immer wieder den unbekannten, aber teilweise ebenso hervorragenden Surfern zugesehen. Nebenbei habe ich noch eine Schulklasse glücklich gemacht, da ich Ihr Klassenfoto aufgenommen und dann per Email versendet habe.