Wie geht die Reise weiter?!?

Da wir ja unseren EU-GO im Saarland bei Reisemobile Dörr in Wellnessurlaub gegeben haben, reisen wir nun ein wenig anders weiter…

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Um Kosten zu sparen, stecken wir Sonja dann in die Reisetasche, denn Gepäck ist billiger als ein Sitzplatz im Flugzeug… natürlich nicht, aber witzig, dass Sonja in die Reisetasche passt.

Unsere erste Etappe geht nach Marokko, das wir ja schon von Gibraltar und auch Tarifa aus bei unserer Wohnmobilreise haben sehen können. Nun fliegen wir aber hin und lassen uns auf einer Rundreise die Highlights von einem (hoffentlich) kundigen Reiseleiter zeigen. Wir genießen es, eine Zeit mal nicht selber fahren zu „müssen“ und auch an einem gedeckten Tisch zu sitzen und keinen Abwasch mit ab und an kaltem Wasser machen zu müssen oder durch die Kälte zum Duschen zu laufen…

Jedenfalls fliegen wir von und nach Düsseldorf, und bereits am Dienstag geht es los. Wir halten Euch ab und an auf dem Laufenden, auch was die Fortsetzung der Reise in wärmere Gefilde angeht… Ob und wie viel wir in Marokko schreiben können und werden, ist aktuell noch nicht absehbar, da wir nicht wissen, ob wir Internetzugang haben werden.

Unser geplanter Tourverlauf für Marokko sieht folgendermaßen aus:
Agadir – Marrakesch – Casablanca – Rabat – Meknès – Fès – Ifrane – Errachidia – Erfoud – Tinghir – Ouarzazate

Der EU-GO macht Urlaub und weitere Verwandten- und Bekanntenbesuche

In den Tagen um Sonjas Geburtstag herum haben wir beide viele Freunde, Bekannte und Familienangehörige besucht. Zwischendurch stand dann auch immer wieder Computer-, Handy- oder Tablettsupport an, aber das mache ich ja gerne, vor allem bei lieben Menschen, die sonst auch eine Menge für uns tun.

Unter anderem waren wir auch bei Uschi und Rainer, bei denen wir nicht nur lecker gegessen haben (wie überhaupt während unseres gesamten Aufenthalts bisher bei und mit vielen lieben Menschen), sondern auch „den Boten“ von Sergio Bambaren in Empfang nehmen durften.

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Rainer und Uschi mit Sergio Bambaren in einer Buchhandlung in Bonn bei einer Signierstunde

Sonst sind wir immer wieder spazieren gegangen, oder haben uns in der Stadt oder bei Bekannten getroffen, teils wir beide zusammen, teils auch getrennt.

Am Samstag bin ich dann um kurz vor 7 Uhr in Richtung Saarland aufgebrochen, um den EU-GO bei Reisemobile Dörr abzugeben. In den nächsten zwei Monaten soll er ein neues Panoramafenster über dem Fahrerhaus bekommen, die Fender an den Vordertüren sollen so montiert werden, dass sie beim Öffnen nicht an die Türen kommen, die Lampe in unserem Kleiderschrank soll instand gesetzt werden und die Aufbautüre mit neuen Komponenten in einen wieder vollumfänglich benutzbaren Zustand gebracht werden. Auch das „knartschen“ des Hubbettes und die Beweglichkeit der Rückfahrkamera werden überprüft.

Nach fast dreistündiger Fahrt durch die kalte Eifel, mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, kam ich in Marpingen an und würde fast unmittelbar von Herrn Dörr senior in Empfang genommen, da Herr Lehmann kurzfristig frei hatte. Wir haben uns dann das Auto und die „Problemzonen“ genauer angesehen und noch einmal das Thema Dachgepäckträger und unsere Erfahrungen erörtert. Nun wird der EU-GO sich beim Händler hoffentlich wohlfühlen und wir nehmen ihn Anfang April wieder in Empfang und setzen unsere Reise im Wohnmobil in Richtung Norden fort.

In der Zwischenzeit sind dann meine lieben Eltern auch in Marpingen eingetroffen, denn sie haben sich netterweise bereit erklärt mich wieder abzuholen und nach Euskirchen zu bringen. Sehr schnell konnten wir dann auch bereits die Rückfahrt antreten und waren bereits um 13 Uhr wieder zurück in Euskirchen, so dass ich dann zusammen mit Sonja, Britta und Christian eine Runde um die Steinbachtalsperre drehen konnte, was nach der ganzen Sitzerei wirklich gut tat.

Anschließend haben wir den Abend mit meinen Eltern in einer Euskirchener Pizzeria ausklingen lassen. Im Anschluss haben wir noch die letzten Stücke des von Sonjas Mutter liebevoll gebackenen Geburtstagskuchens „vernichtet“ und uns sehr bald ins Bett begeben.

Familienbesuche im Rheinland

Da wir unseren EU-GO ja nun demnächst für einige Zeit abstellen werden, sind wir zu unseren Familien ins Rheinland gefahren. Dort haben wir als erstes alles aus dem EU-GO ausgeräumt, was wir eventuell für die anderen Reisen benötigen könnten. Außerdem haben wir das Geschirr noch einmal „richtig“ gespült, teils unter Zuhilfenahme einer Spülmaschine. Wäsche waschen Stand natürlich ebenfalls auf dem Programm.

Außerdem die Besuche bei unseren Eltern, Tanten und Onkels, Geschwistern, Nichten, Freunden und Bekannten. Dabei sind wir das ein oder andere Mal spazieren gegangen, haben viel erzählt und ich durfte den ein oder anderen Computer oder andere technische Geräte „ansehen“…

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Burg Flamersheim bei einem Spaziergang mit den Eltern… Die alte Heimat kann auch ganz schön sein…

Parallel haben wir dann noch die Buchungen und Formalitäten für die weiteren Reisen erledigt, denn nicht alles ist „pauschal“ gebucht, so das es auch Transfers, Bahnverbindungen und Flüge, sowie Unterkünfte zu buchen galt. Darüber hinaus noch Visa beantragen und Packlisten erstellen, denn wir haben zwischen den einzelnen Reisen lediglich zwei bis vier Tage Zeit und dann muss alles passen.

Außerdem haben wir noch einen erneuten Werkstattaufenthalt in Marpingen/Bliesen bei Reisemobile Dörr vereinbart, bei dem der EU-GO dann ein neues Panoramadachfenster bekommt und diverse anderer Kleinigkeiten behoben werden sollen. Die Fahrt vom Rheinland ins Saarland dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden (eine Strecke) und da wir ja auch wieder zurück müssen und die Anbindung an den öffentlichen Nah und Fernverkehr im Saarland nicht wirklich gegeben ist, müssen wir uns auch noch jeweils entweder eine Fahrgelegenheit oder ein Auto organisieren.

So vergeht die Zeit doch sehr schnell und wir haben fast so viele Termine wie zu „Arbeitszeiten“. Daher schreiben wir aktuell etwas weniger ausführlich und auch nicht jeden Tag.

Zur „Haustürreparatur“ von Stuttgart ins Saarland

Wie geplant sind wir am Donnerstag von Stuttgart aus ins Saarland aufgebrochen, da wir dort bei Reisemobile Dörr einen Termin zur Begutachtung unserer Aufbautüre hatten. Weil wir dem Team dort natürlich möglichst viel Zeit geben wollten und im Stillen gehofft haben, dass eventuell auch eine taggleiche Reparatur möglich sein könnte, sind wir schon früh aufgebrochen, so dass wir bereits um kurz nach 11 Uhr in St. Wendel ankamen.

Schon an der Rezeption wurden wir wie gewohnt freundlich begrüßt, und der Werkstattmeister Werner Lehmann hatte sehr bald Zeit für uns und unser Anliegen. Wir alle hofften gemeinsam, dass es nur am Türgestänge liegt, dass sich unsere Aufbautüre von außen weder auf- noch zuschließen ließ und – schlimmer – auch der Türgriff ohne Funktion blieb. Das bedeutete, wenn man die Aufbautüre schloss, ließ sich die Türe von außen nicht mehr öffnen. Wenn also die Fahrerhaustüren ebenfalls verschlossen waren (wie sie das bei uns eigentlich immer sind), und man keinen Schlüssel dabei gehabt hätte, wäre das Auto verschlossen, und es bestünde keine Chance mehr hineinzukommen. Daher haben wir peinlich genau und mit mehrmaliger gegenseitiger Rückversicherung, dass wir wirkliche einen Schlüssel dabei hatten, die Türe immer sehr bewusst verschlossen. Bei der Rückkehr zum EU-GO haben wir dann immer die Fahrertüre aufgeschlossen und sind über die Beifahrertüre eingestiegen, um dann dem Partner die Aufbautüre zu öffnen. Jedesmal eine ziemliche Kraxelei und reichlich umständlich. Da wir den Innenraum unseres EU-GO auch nicht mit Straßenschuhen betreten, durfte der „draußengebliebene“ dann die Schuhe desjenigen, der ins Auto geturnt ist, nach hinten bringen, um sie dann auf die Fußmatte an der Aufbautüre zu stellen.

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Die Aufbautür mit bereits demontiertem Eimer, der sich normalerweise in der unteren Hälfte befindet

All das ist dank der Werkstatt von Reisemobile Dörr, Herrn Lehmann und seinen netten Kollegen seit etwa 16 Uhr Geschichte. Die Reparatur war tatsächlich „nur“, das ausgehakte Gestänge der Aufbautür wieder einzuhaken und so zu modifizieren, dass der Fehler hoffentlich nicht wieder auftritt, allerdings musste dafür die gesamte Türe auseinandergenommen werden. Nun könnte man meinen, dass es dafür einige Schrauben gibt, die man lösen und anschließend wieder festziehen kann… Allerdings hat der Konstrukteur dieser, unserer „Luxusaufbautüre“ (so wird sie im Prospekt tatsächlich bezeichnet) es etwas schwieriger gestaltet. Es gibt zu den teils gut versteckten Schrauben zusätzlich noch Tackerklammern und doppelseitiges Klebeband, das das Meisterwerk der Technik zusammenhält. Daher ist die Arbeit für den Techniker alles andere als trivial und braucht eben seine Zeit.

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Der Griff ließ sich ohne Widerstand herausziehen, ohne dass im Inneren das Gestänge „mitgenommen“ wurde.

Wir bedanken uns ausdrücklich recht herzlich für die zügige, freundliche und sehr verbindliche Art, mit der uns vom Team von Reisemobile Dörr und allen voran Werner Lehmann geholfen wurde.

Außerdem haben wir gleich noch abgesprochen, wann das Panoramadach ersetzt wird (das Ersatzteil ist noch nicht eingetroffen) und die sonstigen „Kinderkrankheiten“ unseres EU-GO beseitigt werden. Aller Voraussicht nach wird das noch während unserer Flugreisezeiten passieren, so dass wir im April mit einem völlig überholten Reisemobil in Richtung Skandinavien aufbrechen können.

Da es leider ja schon recht früh dunkel wird und wir ungern im dunkeln und wie heute im Regen fahren, haben wir beschlossen, die Nacht noch in Bliesen auf dem Stellplatz der Firma Dörr zu verbringen. Das wir dort auch die tollen Duschen und Toiletten auch über Nacht nutzen durften, ist ein weiterer Bonus. Die Entsorgungsstation werden wir morgen früh ebenfalls nutzen, um sowohl Frischwasser als auch Brauchwasser und die Toilettenkassette komplett zu entleeren, damit wir den EU-GO auch getrost bei den vielleicht doch wieder kühleren Temperaturen in Deutschland abstellen können, ohne Frostschäden erwarten zu müssen.

Zurück ins kalte Deutschland und Treffen mit Freunden

Wer unsere Route verfolgt hat, weiß ja, dass wir bereits auf dem Rückweg in Richtung Deutschland waren, denn uns sind die Temperaturen in Spanien nicht warm genug gewesen. Daher haben wir beschlossen, dem EU-GO eine Pause zu gönnen und unseren Radius etwas zu erweitern. Was wir genau machen, bleibt aber noch ein bisschen geheim…

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Tatsächlich genau so existierender Wegweiser am ehemaligen Grenzübergang Ottmarsheim, gestern fotografiert

Jedenfalls sind wir an zwei Tagen etwa 800 Kilometer gefahren, um Frankreich zu durchqueren und in Stuttgart, unserem letzten Wohnort, anzukommen. Der Grund, warum wir Stuttgart aufgesucht haben, ist, dass wir dort noch einen Kellerraum gemietet haben, in dem sich unter anderem unsere Winterkleidung und all die Dinge befinden, die wir im EU-GO nicht gebrauchen können. Das ist aber ja alles nicht mehr viel, so dass die wenigen Quadratmeter mehr als ausreichend sind.

Bereits am Dienstag Abend haben wir uns zu einem Revival Spaziergang um den Max-Eyth-See mit meiner lieben Exkollegin Jessica getroffen.

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Abendspaziergang mit der lieben Kollegin und ehemaligen Kindergartenleitung der SIS Stuttgart-Fellbach, Jessica Wiehl

Den Mittwochvormittag haben wir dann auch vorwiegend im Keller verbracht und noch einmal Kleidung durchgetauscht und Dinge, wie zum Beispiel unsere Koffer abgeholt, die wir für Flugreisen definitiv benötigen, die aber im Wohnmobil normalerweise keinen Sinn machen.

Zuvor hatte sich Sonja noch mit einer lieben Lauf-Freundin getroffen, und spontan und zufällig kamen noch zweieinhalb weitere Bekannte, der Inhaber der Bäckerei Sailer Jörg Sailer mit Frau und Kind hinzu, die Sonja auf einer anderen Reise kennengelernt hatte. Alle drei lesen unseren Blog und haben sich sehr gewundert, warum wir denn schon in Stuttgart sind. Dazu als Erklärung: Unser Blog ist immer ein wenig zeitverzögert, da wir nicht immer am selben Tag dazu kommen oder Lust haben, die Artikel zu schreiben.

Außerdem haben wir noch eine weitere liebe Ex-Kollegin aus meiner Zeit bei der SIS getroffen und sind ein wenig spazieren gegangen und haben einiges erzählt.

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Ein weiteres Ex-SIS-Kollegen-nach-dem-Spaziergang-Foto mit der lieben Kerstin Rumpel, eine der guten Seelen im Office der SIS Stuttgart-Fellbach 

Am Abend ist noch ein gemeinsames Pizzaessen mit weiteren Bekannten und Kunden aus Sonjas Kraftpunkt-Zeit geplant, bevor es morgen zu Reisemobile Dörr geht, die uns hoffentlich bei der Beseitigung einiger Kinderkrankheiten des EU-GO behilflich sind. Besonders wichtig wäre es, wieder eine vollständig funktionierende Aufbautüre zu haben. Wir sind gespannt und sind in jedem Falle schon mal dankbar für den außerplanmäßigen Termin, der recht spontan eingerichtet werden konnte.

5000 km, 55 Übernachtungen – eine erste Zwischenbilanz zum Chausson 640 Welcome Premium

Nach nun über 5000 gefahrenen Kilometern und 55 Übernachtungen im Wohnmobil, sind wir im Großen und Ganzen mit unserem Chausson 640 Welcome Premium sehr zufrieden. Dennoch gibt es im Fahrzeug einige Dinge, die nicht optimal und daher mittelfristig abzustellen sind:

  • Der Duschablauf in Richtung Außenwand funktioniert praktisch überhaupt nicht. (Bei leichtem Schrägstand des Fahrzeugs ziemlich nervig)
  • Der Warmwasser-Boiler springt nur an, wenn man beim Anschalten sanft von außen in den Kamin pustet (eher etwas zum Lachen, es sei denn es regnet in Strömen)
  • Das Rollo und die entsprechende „Führung“ des Panoramafensters vorne ist unzureichend montiert (nicht ordnungsgemäß festgeschraubt) und lässt so einen Spalt durch den Insekten eindringen können, oder aber wirkt der vollständigen Verdunklung entgegen. (Da das Rollo aber ohnehin bereits bei der Übergabe beanstandet wurde, ist das ziemlich sicher damit zu erledigen – etwas nervig aber nicht wirklich tragisch)
  • das Panoramafenster über dem Fahrerhaus ist am oberen Rand undicht, so dass bei stärkerem Regen Tropfen auf den Beifahrersitz – und die darauf befindliche Person – fallen. Die Dichtung liegt nicht am Fenster an, die drei Feststellhebel drücken das Fenster nicht weit genug nach innen. Bislang ist der Wassereintritt nur während der Fahrt beobachtet worden. Das stellt aber aus meiner Sicht ein größeres Problem dar, denn das Fenster scheint sich verzogen zu haben. Wir haben bei Sonnenbestrahlung nie komplett verdunkelt und eher das Fenster geöffnet, um einen Hitzestau und genau diese Probleme zu vermeiden. (Da diese bei Chausson ja nicht neu sind…)
  • die Innenbeleuchtung des Kleiderschranks hat seit Beginn nicht funktioniert, was bei Tageslicht kein Problem ist, wenn es aber dunkel ist, müssen wir die Taschenlampe  zur Hilfe nehmen. Wenn man bedenkt, dass im Restlichen Fahrzeug Lampen an allen möglichen und unmöglichen Stellen verbaut sind, dann ist es schon rätselhaft, warum ausgerechnet dort kein Kabel hingeführt wurde, sondern eine ziemlich „fimschig“ erscheinende batteriebetriebene Lampe ihren Dienst verrichten soll, was sie bei uns ja auch nicht tut. Da die Lampe auch nicht montiert war, sondern in den Fahrzeugunterlagen beigelegt war, haben wir das auch erst nach Abfahrt bemerkt.

Unser Händler, Reisemobile Dörr ist über diese Mängel bereits informiert, da wir aber aktuell mit 3000 Kilometern Fahrstrecke „etwas weit“ weg sind, werden wir uns mit Bordmitteln behelfen müssen und bis dahin einfach mit den Macken leben. Die Beseitigung wird dann erst später in der Zukunft erfolgen. Da keine langfristigen Schäden zu erwarten sind, dürfte das auch möglich sein. Drückt uns die Daumen, dass es bei den beschriebenen Mängeln bleibt und die Liste nicht noch länger wird. Bei praktisch allen Neufahrzeugen gibt es anfangs Mängel, wenn man sich die Komplexität von Reisemobilen anschaut, ist das auch nicht verwunderlich und viele Dinge funktionieren ja auch wie sie sollen.

Der Dachgepäckträger – eine lange Geschichte mit Happy End

Wie ihr ja bereits gelesen habt (oder auch nicht…), sind bei unserem Dachgepäckträger zur Auslieferung ja nur zwei Querstreben geliefert worden. Wir wollten aber vier haben, nicht etwa weil wir die 200 kg dann zulässiger Dachlast ausnutzen wollen, sondern um die Stabilität zu erhöhen und das Gewicht gleichmäßiger verteilen zu können. Außerdem sind die 2,35 Meter langen Querstreben nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis  recht flexibel, so dass sie sich bereits bei minimaler Belastung sehr deutlich durchgebogen haben.

Aus diesem Grund hatten wir bei Reisemobile Dörr in Bliesen erneut einen Termin, um eine Lösung für dieses Thema zu finden. Die bestellten weiteren Querstreben wurden nicht rechtzeitig geliefert. Dennoch fuhren wir frohen Mutes ins Saarland, denn auch wenn manche Dinge auf den ersten Blick unmöglich erscheinen, mit dem richtigen Team ist vieles machbar.

Bereits früh am Morgen begrüßte uns Herr Keller, und kurz darauf kamen er und Herr Dörr Senior unser Mobil begutachten, um sich dann Gedanken zu machen, was getan werden kann. Etwas später luden Sonja und ich dann den Dachgepäckträger und die Dachbox komplett ab bzw. leer (wir hatten beide nur sehr leicht beladen und schon dabei schwang der Träger deutlich). Herr Keller fuhr das Fahrzeug dann in die Werkstatt, und etwas später hatten wir die Gelegenheit, mit dem Werkstattteam um Herrn Salm die Lage zu besprechen. Bereits kurze Zeit später war klar, dass die vorhandenen Querträger noch jeweils zwei weitere Stützen erhalten, die das Schwingen verhindern sollen. Diese Stützen wurden nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden, sondern auf dem Fahrzeugdach wurden Riffelbleche angebracht, die ausreichend groß sind und die Last verteilen sollen. Darauf stützen sich die Metallstützen auf eine Gummiplatte ab. Die Metallstützen sind fest mit den Querstreben verbunden.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die Schwingungen sind nicht mehr festzustellen und unser Dachgepäckträger sowie die Dachbox sind endlich so nutzbar wie geplant. Ein ganz großer Dank an das gesamte Team von Reisemobile Dörr und ganz besonders an Herrn Salm und Kollegen in der Werkstatt. Herr Keller hat an diesem Tag für uns schier unglaubliches geleistet, denn er hat uns nicht nur den gesamten Tag über freundlichst betreut und auf dem aktuellen Stand gehalten, sondern außerdem noch eine Lagermöglichkeit für unsere Surfbretter während der Reparatur organisiert, die Duschen des Stellplatzes zugänglich gemacht, Taxifahrer gespielt, Kaffee angeboten und vieles andere mehr. Daher DANKE besonders auch an ihn und Herrn Dörr Senior, der seinem Team die Freiheiten gegeben hat, uns wirklich pragmatisch zu helfen.

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Parallel wurden in der Werkstatt noch zwei unsaubere Ansatzstellen des Aufbaus fachgerecht abgedichtet (denn es ist etwas beunruhigend, aus dem Wohnraum die Straße sehen zu können), das lief auch völlig unbürokratisch, praktisch auf Zuruf ab.