Fahrradtour durch den Naturpark nach Pego

Heute morgen gegen 9 Uhr war es mit 17°C schon schön warm, und der Wind hielt sich in Grenzen, so dass wir beschlossen, eine Fahrradtour zu einer salzhaltigen warmen Quelle zu machen und uns einmal anzusehen, wo die Menschen hier im “Naturschwimmbad” baden. Die Ausschilderung hielt sich wie so oft in Grenzen, so dass wir nur dank guter Orientierung und über teils abenteuerliche Wege dorthin gefunden haben.

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Die Font Salada, ein Naturschwimmbecken, das mit Temperaturen von etwas über 20°C tatsächlich recht warm und salzhaltig ist. Sonja hat lediglich die Füße hineingesteckt, denn als Frostbeulen ist uns das zu weit von einer heißen Dusche weg.

Anschließend haben wir die Tour durch den Naturpark fortgesetzt. Dabei ging es nicht nur an fischreichen Bächen vorbei, sondern auch an meterhohem Pampasgras und Orangen- und Mandarinenbäumen.

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Die Straße eingerahmt von meterhohem Pampasgras.

Außerdem ging es mitten durch die Reisfelder der Region, in denen etliche Vögel zu finden waren. Von Reihern über Ibisse gab es viel zu sehen.

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Die Straße verläuft direkt zwischen den Reisfeldern, die wir so in Spanien nicht erwartet hätten.

Nach den Schotterstraßen erreichten wir nach einigen Kilometern eine asphaltierte, aber wenig befahrene Straße nach Pego. Also beschlossen wir spontan, auch noch diese Stadt anzusehen, denn das Schild ließ vermuten, dass es nur drei Kilometer bis dorthin seien. Die drei Kilometer stellten sich dann doch als fünf heraus, und diese waren beim mittlerweile wieder herrschenden Gegenwind wirklich anstrengend. Zudem liegt das alte Stadtzentrum von Pego natürlich auf einem Berg, den es dann auch noch zu erklimmen galt. Wir besuchten zwei Kirchen und ließen die kleinen und großen Plätze auf uns wirken. Insgesamt gefiel uns diese Stadt viel besser als Oliva.

Der Rückweg von Pego nach Oliva Nova, wo unser Campingplatz liegt, über die hervorragende Straße ging dann fast von alleine, denn der Rückenwind schob so ordentlich, dass wir ohne große Anstrengung über 30 km/h schnell fuhren. Im Prinzip ohne größere Abenteuer, wenn man mal davon absieht, dass die eine Straße durch eine Leitplanke abgeriegelt war, über die wir unsere Fahrräder gehoben haben. Anschließend sind wir vermeintlich den Schildern zum benachbarten Campingplatz nachgefahren und haben uns dabei gründlich verfahren. Allerdings war das unser Glück, denn dadurch haben wir einen Selbstbedienungs-Obststand entdeckt, der am Ende einer nicht asphaltierten Straße in einer Sackgasse gelegen ist. Nicht gerade die optimale Lage für einen Verkaufsstand. Die Qualität der Früchte hingegen war unglaublich gut. Als wir dann endlich die Richtige Abzweigung gefunden hatten, ging es auch zurück zum EU-GO und dann sehr bald unter die Dusche, denn die Tour war anstrengender als ursprünglich geplant (wir wollten ja nur zu Quelle…).

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Der Obstsalat wurde dann an einem kleinen Selbstbedienungsstand noch mit Mandarinen und Orangen aus ökologischem Anbau und ohne weite Transportwege komplettiert.

Den Rest des Tages haben wir mit Lesen, Strandspaziergängen und Arbeitern-beim-hecke-schneiden-zusehen verbracht. Natürlich nicht ohne zwischendrin Obst in größeren Mengen und einen von Sonja gezauberten tollen Reissalat mit Reis aus der Region zu verdrücken. Diesmal war unser Frühstück sogar schon vor 14 Uhr beendet. Das Abendessen gibt es dann meist so gegen 19 Uhr, denn um 18 Uhr wird es dunkel, und draußen kann man dann eh nicht mehr viel unternehmen. Heute gibt es die letzten Reste vom Reissalat als Vorspeise und eine heiße Gemüsesuppe (mit Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Kartoffeln und der traditionellen pikanten spanischen Räucherwurst Chorizo).