Sri Lanka wir kommen…

Nach drei sehr anstrengenden und ereignisreichen Tagen in Deutschland, die nicht nur vom Wäschewaschen, sondern auch von einigen „Bonusaktivitäten“ geprägt waren, ging es am 1. Februar gegen 16 Uhr zum Bahnhof nach Euskirchen und von dort wieder per Zug zum Flughafen über Köln nach Düsseldorf. Auch dieses Mal haben Sonjas Eltern den Taxiservice übernommen.

Überhaupt können wir extrem dankbar sein, dass wir mit unseren Eltern, Freunden und Verwandten bei unseren kurzen Aufenthalten in Deutschland immer eine wahnsinnig tolle Unterstützung erhalten, die vieles erleichtert und manches erst möglich macht. An dieser Stelle dafür ein großes Danke an alle, die uns tatkräftig unterstützen!

Obwohl wir bereits online eingecheckt hatten, war am Schalter von Emirates eine lange Schlange zur Kofferabgabe. Dennoch hatte ich wieder Glück, und die nette Dame am Schalter organisierte erneut einen Notausgangsitzplatz für mich, diesmal allerdings ohne Sonja in meiner Nähe für den Flug von Düsseldorf nach Dubai. Zum ersten Mal flogen wir dabei auch im A380, dem doppelstöckigen Riesenflieger. Wenn man dann im Flugzeug ist, bemerkt man außer den zehn Sitzreihen nebeneinander nicht sehr viele Unterschiede zu kleineren Flugzeugen, wenn man von den deutlich geräumigeren Toiletten einmal absieht.

In Dubai angekommen, empfingen uns praktisch alle Angestellten des Flughafens mit Gesichtsmasken, mit denen sie sich vor dem Corona Virus schützen wollen. Das war schon etwas befremdlich, aber auch verständlich. Auch in Dubai fand sich ein netter Airlinemitarbeiter, der den Sitzplatz am Notausgang zusammen mit Sonja möglich machte. Dieser Flug von Dubai nach Colombo fand dann mit einer Boing 777-300 statt, also schon fast ein Zwerg im Vergleich zum A380.

Ein Blick auf das Entertainment und Informationssystem im Flugzeug.

Insgesamt war festzustellen, dass der Service bei Emirates wirklich hervorragend ist. Die Mitarbeiter sind alle extrem freundlich und bemüht.

Als wir dann am Abend des 2. Februars in Colombo eintrafen, erwarteten uns schwülwarme 30 Grad Celsius… Endlich wieder richtig warm!

Am Flughafen standen direkt am Ausgang des Flugzeugs noch vor der Passkontrolle Sicherheitsmitarbeiter und Militärs, ebenfalls mit Mundschutz ausgerüstet, bereit. Zudem wurde mit einer Wärmebildkamera die Körpertemperatur aller Passagiere überprüft. Inwiefern es sich dabei um sinnvolle Maßnahmen handelt, sei mal dahingestellt, denn das Virus scheint sich ja auch schon zu übertragen, ohne dass Krankheitssymptome auftreten. In klimatisierten Flugzeugen ist ein Schutz ohnehin schwierig, denn jegliches Essen oder Trinken wäre dann während des Fluges unmöglich, was schlicht nicht praktikabel ist. Wir hoffen also auf unser Glück und ein intaktes Immunsystem.

Am Flughafenausgang erwartete uns bereits der über unsere erste Unterkunft organisierte Fahrer mit einem „Welcome to Sri Lanka“-Namensschild. Dann ging es in einem individuell gestalteten Toyota Prius mit Megaspoiler in den Süden der Insel nach Weligama.

Unser schüchterner Fahrer mit dem selbstdesignten Auto.

Dort erwartete uns nach dreistündiger Fahrt unser Gastgeber, und wir haben lediglich noch das Nötigste aus den Koffern ausgeräumt und sind dann hundemüde ins Bett gefallen. Allerdings wurden wir mitten in der Nacht natürlich wieder wach, was der Zeitumstellung geschuldet ist. In Sri Lanka sind wir 4,5 Stunden weiter, was die Uhrzeit angeht.

Brandschutz im Reisemobil – und vielleicht nicht nur da?!?

Da ich ja ziemlich aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr (zuerst bei der Feuerwehr Oberbillig, später dann bei der Feuerwehr Stuttgart Abteilung 19 Münster) war und auch sicher in Zukunft wieder sein werde, liegt mir das Thema Brandschutz natürlich sehr am Herzen. Auch Sonja „durfte“ ja bereits die Erfahrung machen, wie schnell „es“ gehen kann.

Aus diesem Grunde haben wir gleich zwei Feuerlöscher an Bord, der eine Löscher ist direkt hinter dem Beifahrersitz montiert, so dass er während der Fahrt schnell erreichbar ist. Der zweite Feuerlöscher ist bei uns im Bad angebracht, da er dort im Alltag nicht zu sehr stört, gleichzeitig aber von der Küche aus mit einem Handgriff erreicht werden kann. Wir setzen auf Schaumlöscher, da Pulverlöscher zwar geringfügig effektiver sind, aber jegliche Elektronik durch das Pulver unbrauchbar wird und der Staub (jeder der schon mal in Bachpulver gepustet hat, weiß was ich meine…) wirklich in jede Ritze vordringt. Das Feuer ist dann zwar aus, die Kolateralschäden aber gewaltig, daher ist Schaum die praktikablere Alternative. Generell ist sowieso nur ein kleiner Entstehungsbrand in einem Reisemobil zu bekämpfen, denn die Wände und Möbel sind derartig leicht brennbar, dass entweder in Sekunden reagiert wird, oder sowieso nichts mehr zu retten ist.

Was nützt allerdings ein Feuerlöscher, wenn man einen Schwelbrand hat oder zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid in der Luft, weil eine Gastherme oder der gasbetriebene Kühlschrank nicht ordnungsgemäß arbeiten? Aus diesem Grunde gibt es in unserem Mobil auch einen Kohlenmonoxidmelder, der in der Nähe des Bettes angebracht ist. Nun mag der ein oder andere einwenden, dass ein Wohnmobil mit den vorhandenen Zwangsbelüftungen nicht dicht genug wäre, als dass sich eine genügend hohe Konzentration des giftigen Gases anreichern könnte, mein Leben verwette ich aber lieber nicht darauf.
Dass ein oder mehrere Rauchmelder in jede Wohnung gehören, ist ja mittlerweile allgemein bekannt und gesetzlich vorgeschrieben. In Reisemobilen gehören diese aber leider immer noch nicht zum Standard. Wir haben an zentraler Stelle einen handelsüblichen Rauchmelder montiert. Vielleicht überprüfen ja einige der Leser dieses Blogs auch Ihre Wohnung oder Ihr Haus auf eine ausreichende Abdeckung mit Rauchmeldern, denn „Rauchmelder retten Leben„, dass habe ich mehrfach bereits im Rahmen der Feuerwehrtätigkeit erleben dürfen. Und es dürfte auch niemand böse darüber sein, wenn „nur“ ein Zimmer ausbrennt, statt das gesamte Gebäude abbrennt, weil eben ein Feuer rechtzeitig bemerkt wurde. Und ja, das passiert öfter als man so denkt, auch heute noch!
Zur Befestigung der Rauch- und Gaswarnmelder haben wir bereits in unseren Wohnungen und auch im Reisemobil die praktischen Magnethalter verwendet, denn diese sind leicht und schnell zu montieren, und der Rauchmelder kann (zum Beispiel beim Anstreichen oder zum Batteriewechsel) schnell abgenommen werden. Die hochwertigeren Halterungen haben auch so starkes Klebeband, dass man sich um die Haltbarkeit der Befestigung wirklich keine Gedanken machen muss und auch das lästige Bohren und der damit verbundene Dreck vermieden werden können.

Das unendliche Warten – Geduld war noch nie meine Stärke

Unser Chausson 640 sollte ja eigentlich im Mai geliefert werden. Nun nähern wir uns dem Ende Juni, und wir haben noch keine weitere Information bezüglich eines Auslieferungsdatums bekommen. Die Vorfreude soll zwar die schönste Freude sein, aber so langsam werde ich ein wenig unruhig, ganz im Gegensatz zu Sonja, die die Ruhe selbst ist – wie eigentlich immer ;-).

Unsere Wohnungsübergabe ist terminiert, die Kisten zum Großteil gepackt, und für alles, was wir nicht mitnehmen werden, ist entweder ein neuer Eigentümer gefunden, oder aber die Einlagerung sichergestellt. Unsere letzten Arbeitstage werden um den 15. August herum stattfinden, und spätestens am 1. September wollen wir eigentlich los. Lassen wir uns alle gemeinsam überraschen, ob das klappt.

Da wir aber am Wohnmobil noch einiges an Technik umbauen lassen wollen, wie zum Beispiel eine ausreichend große Solaranlage und Batterie, ebenso wie Dach- und Fahrradgepäckträger, Dachbox und Navigationssystem, wird die Zeit dennoch etwas knapp. Außerdem wollen wir nach Anbindung der Solaranlage auch noch eine Keramikversiegelung aufbringen lassen.

Während unseres Pfingsturlaubs, der eigentlich dafür vorgesehen war, haben wir nur vorbereiten und planen können. Dafür sind wir bezüglich unserer Wohnungsauflösung schon einige Schritte weiter als ursprünglich geplant, und ein Großteil unseres Besitzes befindet sich bereits in Kisten. Diese werden entweder (Umzugskartons) eingelagert, oder (Curver-Kisten bzw. Really-Useful-Boxes) schon für das Leben im Wohnmobil gepackt. Die Curver-Kisten dienen dazu, die Kleidung im Schrank zu organisieren und gleichzeitig „herausfallsicher“ zu verstauen, während die Really-Useful-Boxes (transparent in 35 Liter Größe mit Deckel) dazu dienen, das Material, was wir später in der Garage des Wohnmobils verstauen werden, aufzunehmen. Auf diese Weise hoffen wir, relativ zügig ins Reisemobil umziehen und dann ggf. unterwegs optimieren zu können.

Auf diese Weise konnten wir allerdings einige zusätzliche Ausstattungsmerkmale hinzu bestellen (wie zum Beispiel Schmutzfänger an den Vorderrädern oder eine Laufplanke, um sich auf dem Dachgepäckträger (der mit 200 kg belastbar sein wird) sicher bewegen zu können, während man die Dachbox belädt oder die Surfbretter festzurrt. Auch bezüglich der Sicherheit haben wir noch weitere Maßnahmen ergriffen, auf die ich aber nicht im Detail eingehen werde. Generell habe ich dazu aber ja bereits in den Artikeln Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – Generelles und Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – technische Maßnahmen einige Punkte angesprochen.

 

Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – technische Maßnahmen

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir hier nur auf Optionen eingehen, die wir in Betracht ziehen, aber nicht im Detail, was wir tatsächlich wie genau eingebaut haben.

Neben den generellen Tipps, haben wir uns dazu entschieden, das Öffnen und Aufbrechen der Fahrer- und Beifahrertüren, sowie der Wohnraumtüre zu erschweren, indem wir unter anderem entsprechende Zusatzsicherungen von zum Beispiel der Firma WOMO Tuning installieren.

Die Fenster sind an allen Wohnmobilen eine Schwachstelle, und die für uns bisher einzige wirklich überzeugende mechanische Lösung, die auch alltagstauglich zu sein scheint, hat die Firma Wohnmobil-Sicherheit im Angebot. Wir haben die Beschläge auf der CMT in Stuttgart erstmalig live sehen dürfen, nachdem die Fachpresse ja bereits seit einiger Zeit regelmäßig darüber berichtete hat. Dietmar Hentschel, der Chef von Wohnmobil-Sicherheit.de, ist von seiner Erfindung jedenfalls sehr überzeugt, und auch wenn er so ziemlich das Gegenteil von einem Verkäufer ist (oder gerade deshalb?), so sind die Erklärungen sehr überzeugend. Neben den Absicherungen für die Rahmenfenster kann man auch die Dachluken sichern, dazu muss aber jeder für sich entscheiden, wie sehr wahrscheinlich es ist, dass jemand das Reisemobildach betritt (wenn man fest installierte Leitern zum Beispiel am Heck montiert hat, sicher deutlich wahrscheinlicher).

Es ist eine Glaubensfrage, ob zusätzliche Sicherungen sichtbar sein müssen (oder überhaupt notwendig sind), um potenzielle Eindringlinge abzuschrecken, oder ob gerade diese Sichtbarkeit dazu führt, dass Wertgegenstände im Fahrzeug vermutet werden. Manche Maßnahmen lassen sich ja auch nicht wirklich verbergen, da die Fenstersicherungen und Lenkradkrallen sehr wohl sichtbar sind, die weiteren (Einbau-) Maßnahmen zum Beispiel an den Türen oder Alarmanlagen aber nicht.

Bezüglich eines Tresors gilt es abzuwägen, denn neben der Bauart des Tresors ist vor allem die geeignete Verankerung wichtig, denn was nützt der sicherste Tresor, wenn er ganz leicht aus dem Fahrzeug herausgerissen werden und dann in aller Ruhe irgendwo im Nirgendwo aufgebrochen werden kann?!? Als Hersteller im Wohnmobilbereich ist vor allem die Firma Mobil Safe zu nennen, die nicht nur verschiedenste Standardmodelle (zum Beispiel für die Sitzkonsole oder die Türen von den gängigsten Reisemobil Basisfahrzeugen) im Angebot hat, sondern auch auf Bestellung und zu relativ günstigen Preisen (meist unter 300€) maßangefertigte Tresore herstellt. Der Claim der Firma „Sei schlauer als der Klauer“ passt auf das gesamte Thema Sicherheit wie die Faust aufs Auge.

Neben der mechanischen Absicherung gibt es natürlich auch noch elektronische Unterstützung. Die gängigste Wohnmobilalarmanlage für den Ducato oder dessen Geschwister, Transits, Sprinter und auch VW bietet aktuell wohl die Firma Thitronik mit Ihrer WiPro III. Diese Alarmanlage kann man in verschiedenen Ausbaustufen installieren. So kann die Basisinstallation aus der Haupteinheit um Magnetkontakt-Öffnungssensoren, Gaswarnmelder, Handsender, Zusatzschleifen zur Absicherung von z.B. Fahrrädern oder zusätzlichen Sirenen usw. erweitert werden. Nahezu alle Bedürfnisse sind damit abzudecken. Einzig eine Innenraumüberwachung bietet die Anlage nicht, da die Philosophie verfolgt wird, die Eindringlinge draußen zu halten, und man daher drinnen auch nichts absichern muss, was mit dem Vorteil verbunden ist, dass man sich auch bei eingeschalteter Alarmanlage im Fahrzeug aufhalten kann. Alle Komponenten werden per Funksignal angesprochen und vernetzt und können zudem nachträglich angelernt werden, so dass eine Erweiterung jederzeit möglich ist. Mit der Safelook Funktion kann auch das Auslesen des serienmäßigen Funktüröffners verhindert werden. Auch die Erweiterung um ein GPS-Modul, das sich Thitronik Pro Finder nennt, und das die Fahrzeugortung oder sogenanntes Geofencing (das Auslösen eines Alarms, wenn das Fahrzeug einen bestimmten vordefinierten Bereich verlässt) zulässt, ist möglich, oder auch als Stand-Alone-Lösung zu realisieren. Die Kosten für eine Basisalarmanlage starten bei um die 300 €, aber auch weit über 1000 € lassen sich in die elektronische Sicherung mit dieser Lösung investieren.

Entweder in Kombination mit Alarmanlagen oder auch eigenständig sind GPS-Ortungssysteme einsetzbar. Diese ermöglichen eine jederzeitige Lokalisierung des Fahrzeugs und wurden zuerst von Speditionen eingesetzt, um noch besser disponieren zu können. Als Diebstahlschutz eignen sie sich nur, wenn das Fahrzeug bereits entwendet wurde und ermöglichen ein rasches Wiederfinden. Das setzt natürlich voraus, dass der Signalgeber und das GPS-Modul nicht sofort vom Dieb aufgefunden werden können. Daher sind Geräte, die sich am CAN-Bus anstecken lassen, zwar leicht zu installieren, erfüllen den Zweck eines Diebstahlschutzes aber nicht. Da bei diesen GPS-Sendern ja auch immer Daten übertragen werden müssen, ist eine SIM-Karte notwendig, die entweder direkt vom Hersteller mitgeliefert wird, der dann oft auch Abopreise und Auswertungen anbietet oder man muss sich selbst um eine geeignete SIM mit entsprechendem Datenvolumen kümmern.

Welche Ausstattung für den Einzelnen die Richtige ist, muss jeder individuell (meistens wohl am besten in der Diskussion mit dem Partner) entscheiden. Denn viele Wohnmobilisten sind auch ohne jegliche zusätzliche Sicherungen bereits seit vielen Jahren unterwegs und haben keinerlei Diebstähle erlebt, was natürlich auch von den Reisegewohnheiten, bevorzugten Reiseländern und Zeiten und den mitgeführten Wertsachen abhängig ist. Wer sein Mobil nie verlässt, ist natürlich weniger gefährdet, als derjenige, der sein Fahrzeug für z.B.  eine mehrtägige Wanderung irgendwo leicht zugänglich abstellt.

Gaswarngeräte und deren Sinnhaftigkeit werden wohl am kontroversesten diskutiert. Unsere Meinung diesbezüglich ist ziemlich eindeutig: Ein Rauchmelder ist im Wohnmobil ebenso wichtig wie in einem Schlafzimmer zuhause. Ein CO-Melder ist ebenfalls eine in jedem Falle sinnvolle Investition, da dieses geruchlose Gas eine ähnliche Dichte wie Luft besitzt und daher im Falle eines Defektes eines Gasbrenners (im Kühlschrank, dem Warmwasserboiler oder der Heizung) durchaus entstehen kann, wenn es zu einer unvollständigen Verbrennung kommt. Sehr wahrscheinlich ist es nicht, da die meisten Reisemobile nicht besonders (gas-)dicht sind und über Zwangsbelüftungen und ähnliches normalerweise genügen Sauerstoff ins Innere kommen sollte. Melder, die das Ausströmen von Propan oder Butan anzeigen, sind vielleicht nett zu haben, um keinen Gasverlust zu erleiden, aber da Gaskästen im Fahrzeug unten liegen und über eine Entlüftung verfügen müssen, ist das Risiko durch das Gas im Fahrzeug recht gering. Die Geschichten von Betäubungsgasangriffen und anschließendem Ausrauben von Campingfahrzeugen kursieren immer wieder im Netz, aber wirkliche Beweise dafür hat es noch nicht gegeben. Daher (und weil Betäubungsgase völlig unterschiedlich sein können) werden wir zumindest keinen solchen Sensor einbauen.

Über diese hier erwähnten Absicherungsmöglichkeiten hinaus gibt es noch viele kleinere  und größere Kniffe und Ticks. Menschen, die sich intensivst mit dem Thema auseinandersetzen, werden dann sicher auch die für sie beste Lösung finden.

Sicherheit beim Reisen mit dem Wohnmobil – Generelles

Vorab eine Bemerkung: Reisen im Wohnmobil ist weder besonders sicher noch besonders unsicher. Allerdings kann man eine „Pappschachtel“ nie wirklich absolut sicher machen. Man kann lediglich die Zeit, die jemand aufbringen muss, um sein Ziel zu erreichen, möglichst ausdehnen.

Während allerdings kaum jemand auf die Idee kommt, in seinem PKW sichtbar Mobiltelefone oder Laptops liegen zu lassen, wenn er das Fahrzeug verlässt, kommt so etwas bei Wohnmobilisten eher mal vor. Bekanntlich macht Gelegenheit ja Diebe.

Daher der erste und für uns wichtigste Punkt: Keine Wertsachen sichtbar im Fahrzeug zurücklassen. Natürlich kann man nicht immer und zu jedem Schwimmbad- oder Strandbesuch alles mitnehmen, und das wissen natürlich auch die Diebe.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Diebstähle zu vermeiden. So ist die Auswahl des Stell-, Park- oder Campingplatzes ein ganz entscheidender Faktor. Autobahnraststätten sind Orte, die wir, so gut es geht, zu meiden versuchen, denn dort tummeln sich so manch „interessante“ Gestalten. Wenn man denn doch auf die Toilette muss und die bordeigene Toilette nicht nutzen kann oder will, oder sich auch nur einfach mal die Beine vertreten will, dann bleibt generell einer von uns am Auto zurück. Übernachten auf Autobahnraststätten ist ebenso ein absolutes NoGo für uns. Generell ist es wichtig, dass sich ein Schlafplatz „gut anfühlt“, und wenn das Bauchgefühl nicht passt, dann fahren wir auch schon mal weiter. Daher ist es hilfreich, die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz nicht erst bei totaler Erschöpfung, sondern am besten bei Tageslicht und ausreichender Fitness zu beginnen. Das ist gerade bei langen Fahrten zu einem Urlaubsziel nicht immer einfach zu erreichen, wenn man mehr Zeit zur Verfügung hat, sollte es selbstverständlich sein.

Generell ist natürlich die beste Idee, so wenig Wertsachen wie möglich mit sich herumzufahren und diese dann bei Verlassen des Fahrzeugs auch mit zu nehmen. Das dürfte im Falle von Laptops weniger gut praktikabel sein. Sein Mobiltelefon oder die Kamera (wenn man denn noch eine separate besitzt), sind da schon leichter transportabel.

Über diese grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen hinaus kann man sein Fahrzeug und seine Wertgegenstände auf verschiedene Weisen absichern.

Man kann den Zutritt zum Fahrzeug erschweren, zum Beispiel durch Zusatzschlösser sowie zusätzliche Sicherungen an den Fenstern und Stauklappen. Bei Fahrzeugen mit Zentralverriegelung ist auch die Benutzung des Handsenders zum Öffnen oder Verschließen des Fahrzeugs ein gewisses Risiko, da dieses oft nur unzureichend verschlüsselt ist und daher ausgelesen und wiederverwendet werden kann. Diesbezüglich gibt es diverse elektronische Möglichkeiten, oder aber man betätigt das Schloss ganz altmodisch mit einem Schlüssel.

Man kann die im Fahrzeug verbliebenen Wertsachen so gut es geht schützen. Dazu bieten sich fest mit dem Fahrzeug verbundene Tresore oder gute Verstecke an. Ob Verstecke bei wirklichen Profis wirklich helfen, glaube ich kaum, da diese alle gängigen Versteckmöglichkeiten kennen (ähnlich wie die Profieinbrecher, die in Häuser einsteigen). Da Tresore meist komplett mitgenommen und dann in Ruhe irgendwo aufgebrochen werden, ist die feste Verankerung mit dem Fahrzeug der wichtigste Aspekt.

Da das Fahrzeug selbst ja oft einen nicht unmaßgeblichen Wert darstellt, sollte man in jedem Falle versuchen, den Diebstahl des gesamten Fahrzeugs zu erschweren. Dies kann, neben den werkseitig verbauten Einrichtungen wie Wegfahrsperren, Lenkradschlössern usw. auch durch Alarmanlagen, eventuell zusätzlich mit GPS-Trackern, Lenkradkrallen und zusätzlichen mechanischen und elektrischen Wegfahrsperren geschehen.