Wanaka und Umgebung

Heute schnürten wir erneut die Wanderschuhe und nach einer kurzen Busfahrt ging es auch schon los zum Rocky Mountain. Der Weg war zuerst zwar schon recht steil, aber bis zum Diamond Lake noch recht breit und gut ausgebaut. Das änderte sich sukzessive nach dem See. Die Steilheit blieb in weiten Teilen erhalten oder nahm sogar noch deutlich zu, dafür wurde der Weg an manchen Stellen nur noch etwa 20 Zentimeter breit. Als es dann rechts vom Weg nur noch, fast senkrecht bergab und links ebenso steil bergauf ging, habe ich mich entschieden umzudrehen, auch wenn ich nur wenige hundert Meter Strecke vom Gipfel entfernt war.

Oben im Berg ist der Weg mit einigen Wanderern zu erkennen. Aufgenommen vom Aussichtspunkt auf etwa halber Höhe des Weges.

Sonja hat den Weg dann noch fortgesetzt und ist auf einem anderen Weg wieder zurück gegangen. Da ich auf dem Rückweg noch einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht habe und mir auch etwas Zeit gelassen habe, holte mich Sonja schon recht bald wieder ein.

Ausblick auf den Diamond Lake von etwas weiter oben.

Zusammen umrundeten wir noch den Diamond Lake und gingen dann zurück zum Bus, wo wir uns mit dem Rest der Gruppe trafen.

Deutlich weiter oben hat Sonja erst mal ein paar kleine Felsblöcke gesichert 😉

Anschließend fuhren wir zur Unterkunft zurück und legten die Rucksäcke ab, machten uns etwas frisch und wurden dann in die Stadt gefahren. Außer vielen Outdoor-Geschäften, -veranstaltern und Restaurants hat die Stadt selbst nicht so viel zu bieten. Die Lange direkt am glasklaren See hat allerdings etwas für sich. Wir spazierten am See entlang zurück in Richtung Unterkunft und ließen den Tag bei einem leckeren Gemüseeintopf ausklingen, den Sonja aus sehr wenigen Zutaten gezaubert hatte.

Der glasklare See Wanaka liegt wirklich schön in Mitten der Berge. Der 300 Meter tiefe Grund des Sees liegt etwa auf Meereshöhe.

Wellington

Einen ganzen Tag hatten wir Zeit, um die Hauptstadt Neuseelands zu erkunden. Nach unserem ersten durch ein Hotel organisierten Frühstück, freuen wir uns bereits wieder auf die Frühstücke von unserem Jürgen, die sowohl qualitativ als auch mengenmäßig deutlich besser sind. Einigermaßen gestärkt ging es dann auf die Stadtführung, zuerst in Richtung des australischen Kriegsdenkmals, dass noch recht neu und mit Aborigine- und Maorikunst verziert ist.

Das australische Kriegsdenkmal erinnert an die gemeinsamen Kriege und Schlachten, die Australien und Neuseeland miteinander bestritten haben.

Anschließend ging es am Kino von Peter Jackson (Herr der Ringe) und der Hauptfeuerwache von Wellington zum neuseeländischen Nationalmuseum „Te Papa“, dass allerdings wegen eines Branded im städtischen Kraftwerk geschlossen hatte. Allerdings war damit die gähnende Leere in der Feuerwache zu erklären.

Die Bibliothek des Parlaments…

Weiter ging es dann am Hafen entlang zum Parlament.

… ist deutlich hübscher anzusehen als das Abgeordnetenhaus (Bienenkorb, links im Bild) und das Parlament.
Die Standseilbahn brachte uns durch mehrere mit LEDs bunt beleuchtete Tunnel auf den Berg und an den Eingang des botanischen Gartens.

Nach dem Ende der gemeinsamen Stadterkundung am botanischen Garten spazierten Sonja und ich über den Bush Walk den Berg wieder hinunter in die City. Der zweite Versuch „Te Papa“ zu besuchen war dann auch von Erfolg gekrönt und wir verbrachten viel Zeit in den verschiedenen Ausstellungen, die der Natur Neuseelands, den Maori und dem Einfluss der Menschen im Land gewidmet sind. Außerdem ist aktuell eine sehr gute und bedrückende Ausstellung über den Krieg zu sehen, bei denen die Kriegserfahrungen einzelner Personen aufgegriffen werden und anhand dieser die Geschichte erzählt wird. Diese Personen sind als überlebensgroße Figuren zu Beginn jeden Abschnitts zu bewundern und der Grad der Realitätsnähe ist unglaublich, da sogar die feinen Härchen und die Struktur der Haut realistisch nachgebildet wurde.

Eine der überlebensgroßen Figuren in der Kriegsausstellung des „Te Papa“.

Nach der anstrengenden Besichtigung des „Te Papa“ machten wir uns zurück zum Hotel auf, bevor wir am Abend noch einmal in die Stadt aufbrache, um Wasser einzukaufen und zu Abend zu essen.

Ankunft in Auckland (Neuseeland)

Nach 16 Stunden Flug sind wir ziemlich müde und etwas schwankend – ungefähr so wie nach einer Schiffsreise – in Auckland angekommen. Die Flughafenmitarbeiter waren sehr entspannt und freundlich und dass obwohl dank Corona-Virus einiges an Zusatzarbeit zu bewältigen war.

Direkt nach der Einreisekontrolle, bei der sich die Sauberkeit der Schuhe kontrolliert wurde, erwartete uns unser Reiseleiter Jürgen. Das Gepäck wurde im Bus verstaut und wir lernten Michael unsere Fahrer und zweiten Begleiter kennen.

Wirklich beeindruckende Wurzeln bei einem Baum in Auckland

Anschließend fuhr uns Michael das kurze Stück vom Flughafen in die Stadt. Für spazierten wir auf einen der vielen erloschenen Vulkane und verschafften uns von dort oben eine erste Übersicht über die Stadt. Anschließend fuhren wir ein Stück weiter und spazierten dann etwa zwei Stunden lang bis in den Hafen. Dort gab es gleich mehrere Americas Cup Yachten verschiedener Generationen zu sehen.

Blick vom Kraterrand auf die City

In Anschluss fuhren wir in unsere erste Unterkunft, nicht ohne zuvor im Supermarkt das nötigste an Reserveverpflegung einzukaufen. Nach einem kurzen Abendessen und duschen fielen wir sofort ins Bett und schliefen für 10 Stunden wie tot.

Auf nach Peñíscola

Auch wenn uns der Sonnenuntergang und der heute folgende Sonnenaufgang, den wir direkt durch unsere Frontscheibe genießen konnten, direkt am Strand sehr gut gefallen haben, wir wollten doch weiter gen Norden und die Stadt Peñíscola besuchen. Unsere Abfahrt heute war durchaus spannend, denn unmittelbar hinter dem Campingplatz lief ein Reisfeld über und flutete so die Straße. Direkt vor uns fuhr allerdings ein Kleinwagen durch die Wassermassen, und wir konnten daher erkennen, dass diese nicht tiefer als zehn Zentimeter waren und wagten uns ebenfalls hindurch. Die weitere Fahrt verlief dann über die A7 relativ entspannt, und wir kamen so schon recht früh auf dem Camping Eden in Peñíscola an. Auch wenn das Paradies ziemlich sicher anders aussieht, ist der Platz hier sehr schön, sauber, und das Füttern von Katzen ist ausdrücklich und bei Strafe untersagt (das war in Oliva ja etwas anders).

Schon bei unserer Ankunft zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und so haben wir unser Frühstück in unseren Campingstühlen vor dem EU-GO zu uns nehmen können und nicht nur das, wir haben tatsächlich am 14. Dezember in T-Shirt und kurzer Hose nicht gefroren! Gestärkt durch Sonjas Superfrühstück sind wir dann an der Promenade zur Halbinsel und der darauf befindlichen Festungsanlage spaziert.

img_3201
Die Halbinsel wirkt wirklich wie aus dem Bilderbuch und im Dezember ist selbst am Wochenende nicht mehr viel los… eigentlich unverständlich

Die Höhenunterschiede lassen sich schon auf dem Bild erahnen, und wenn man dann durch die teils sehr schmalen Gässchen nach oben steigt, wird man mit einer grandiosen Aussicht auf den neueren Teil der Stadt belohnt.

img_3215
Der Ausblick auf beide Stadtstrände und den Hafen (links im Bild) kann sich wirklich sehen lassen

Generell beeindruckt die Sauberkeit und der Erhaltungszustand der Gebäude dieses schmucken Städtchens, zumindest wenn man sich auf den alten, auf der Halbinsel gelegenen Teil bezieht. Denn im neueren Teil der Stadt findet sich schon auch die ein oder andere Bausünde aus den 70er Jahren, allerdings alles nicht so ausgeprägt wie an manch anderem Ort.

img_3205
Auf der Meerseite schließt sich der Leuchtturm direkt an die Festung an.

Weiter entlang der Küste: Zierbena – Berria – Ribamontán al Mar – Santander

Aus dem verschlafenen Nest Zierbena ging es dann über mehrere Zwischenstationen in die Groß- und Hafenstadt Santander. Die Fahrt war sehr entspannt und folgte der Küstenstraße,auch wenn diese teilweise immer wieder ins Landesinnere, also zumindest aus der Sichtweite des Meeres entschwand. Wir ersparen Euch, alle Strände zu zeigen, die wir gesehen haben und werden immer nur eine kleine Auswahl präsentieren.

img_1577
Der Strand von Berria, einer von vielen leeren und schönen Stränden, die wir an der Nordküste Spaniens kennenlernen durften

Weiter ging es dann nach Ribomontán al Mar, wo es doch erheblich kühler war.

img_1581
Der Strand an der Mündung eines Flusses war sehr beeindruckend und absolut menschenleer (ok, bis auf uns zwei)

img_1661
Unser Rundgang durch Santander wurde dann mit 12,6 Kilometern tatsächlich noch etwas länger als der in San Sebastian

Die Stadt Santander ist praktisch rundherum von schönen Sandstränden umgeben und an einigen davon sind auch wirklich schöne entspannte Wellen gelaufen, so dass es vor allem Sonja schwer fiel weiter zu gehen, denn besonders die Eleganz eines Longboarders hatte es Ihr angetan…

img_1596
Einer der Stadtstrände von Santander

So gingen wir dann erst die Strände entlang und anschließend in die Innenstadt, die vor allem durch kleine Kneipen und Bars in denen reges Leben herrschte, zu beeindrucken wusste. Die Gebäude waren, bis auf die Kathedrale und einige ältere Prachtbauten, nicht so wahnsinnig imposant. Der Flair der Stadt insgesamt aber umso beeindruckender, das ist wirklich eine Großstadt in der man leben könnte… Wenn man denn in einer Großstadt leben wollte 😉

img_1608
Ok, die Sommerresidenz des spanischen Königshauses ist beeindruckend und von einem kleinen Zoo umgeben. Der Eintritt ist frei!

img_1605
Auch die Schiffe (Nachbauten) stehen im Park herum. Meine Meerjungfrau finde ich irgendwie überzeugender als die auf dem Sockel… hab sie dann auch wieder mitgenommen – oder sie mich…

Von der Kathedrale gab des dann später in der Nacht noch Bilder, die ich allerdings mit der GoPro aufgenommen habe und die ich demnächst mal nachliefere… Wir haben übrigens auf einem offiziellen und kostenlosen Stellplatz direkt an der Universität genächtigt, der sehr ruhig war und außerdem über kostenlose Ver- und Entsorgungseinrichtungen (Wasserhahn für die Frischwasserversorgung, Bodenablass für das Grauwasser, Entsorgungsmöglichkeit für den WC-Inhalt) verfügte. Von so etwas sind deutsche Städte weit entfernt und die Stellplätze sind oft weniger zentral und zudem teilweise recht teuer (teils über 20€ die Nacht).