El Gordo nach einer stürmischen Nacht

Heute morgen sollte sie dann starten, die große spanische Weihnachtslotterie um „El Gordo“, den Hauptpreis. Da bereits um 9 Uhr die Übertragung der Veranstaltung aus Madrid im Fernsehen startet, wollten wir zu dieser Zeit in der Stadt sein und uns eine Bar, ein Café oder eine Gaststätte mit Fernsehgerät suchen und dort dann die Ziehung oder zumindest den Beginn davon live verfolgen.

Ursprünglich hatten wir vorgehabt, vorher noch zu waschen, was wir heute sehr früh am Morgen auf später verschoben haben, da wir die Nacht über kaum geschlafen hatten. Das lag allerdings nicht an der Spannung bezüglich der Lotterie und eines potenziellen Gewinns, sondern am sehr starken Sturm, der unser Wohnmobil ordentlich durchgeschüttelt und geschaukelt hat. Zudem haben in der Umgebung Planen und Flaggen extrem laute Geräusche von sich gegeben.

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Hundemüde und ziemlich mitgenommen nach einer Nacht fast ohne Schlaf haben wir „El Gordo“ verfolgt… und waren neben dem Wirt die Einzigen, die sich dafür interessiert haben.

So sind wir dann heute gegen 8:30 Uhr in Richtung der Innenstadt aufgebrochen, und auf dem Weg dorthin kamen uns lediglich einige Frühsportler entgegen. Auch in der Stadt herrschte gähnende Leere, lediglich eine einzige Kneipe hatte geöffnet und war ebenfalls recht leer. Von einem großen gemeinsamen Erleben der Lotterie kann also zumindest in Peñíscola keine Rede sein. Wahrscheinlich verbringt jede Familie die Zeit in den eigenen vier Wänden und schaut die Veranstaltung, die eine Einschaltquote von 50% haben soll, im privaten Umfeld.

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Die Gaststätte in der wir die Ziehung der Zahlen und Gewinne verfolgt haben

Wir haben jedenfalls in einer eher rustikalen Kneipe gesessen und dem Gesang der Kinder zugehört. Besonders war in diesem Jahr, dass der Hauptgewinn schon nach 19 Minuten ausgespielt war, der zweitkürzesten Zeit der Geschichte der Lotterie.

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Immerhin hatten wir einen idealen Blick auf den Bildschirm und einen sehr netten Gastgeber

Leider wurden unsere Zahlen nicht gezogen, und nach knapp einer Stunde (die Veranstaltung dauerte bis fast 13 Uhr!) haben wir den ohrwurmverdächtigen Gesang der Schüler nicht mehr ertragen und sind zurück zu unserem Campingplatz gegangen. Dort haben wir dann noch gemeinsam die Waschmaschine beladen und gestartet. Sonja ist dann erneut surfen gegangen (bei dem recht starken Wind nicht unbedingt ein Vergnügen), und ich habe mich um das Aufhängen unserer Wäsche gekümmert. Dank Temperaturen von über 23 °C und teils heftigem Wind trocknete auch alles in Rekordzeit, und wir konnten unser Bett wieder mit derselben, frisch gewaschenen Wäsche beziehen.

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Fast wie aus der Waschmittelwerbung…

Anschließend fand hier auf dem Campingplatz noch ein Grillen der Seniorencamperfraktion statt, wir haben uns aber ferngehalten, denn „Herzilein“ von den Wildecker Herzbuben und das gesamte Repertoire von Heino ist nicht ganz unser Ding.

Stattdessen haben wir noch wieder viel gelesen und uns Gedanken bezüglich unserer Zukunft und dieser und weiterer Reisen gemacht. Dazu aber vielleicht später mehr…

I am stoked! – Heute erwischte ich die höchste Welle meines Lebens

Heute morgen wurden wir gegen 8 Uhr von einem strahlend blauen Himmel geweckt. Es war mit 12 Grad noch etwas frisch, so dass wir dann einfach noch ein bisschen im Bettchen unter unserem Panoramadachfenster liegen geblieben sind und Pläne geschmiedet haben. Gegen 9.30 h zog ich meine Laufklamotten an, und ging eine halbe Stunde am Strand entlang joggen, um mich aufzuwärmen, und um Ausschau nach den Wellen zu halten, im Fachjargon „Wellencheck machen“. Dieser fiel gut aus, so dass ich sofort zum Campingplatz zurücklief und meinen Neoprenanzug überzog. So langsam hatte die Sonne auch richtig Kraft, so dass es sich echt warm anfühlte. Marc wollte mich heute bei meiner morgendlichen Surfsession noch einmal begleiten und Fotos machen. Meine Wellenausbeute war sehr gut, besser als oft am Atlantik, dessen Wellen man ja eine gute Qualität nachsagt. Beim Rauspaddeln (raus bedeutet hier aufs Meer hinaus!) zog mich in Strandnähe eine starke Seitwärtsströmung Richtung Norden, so dass ich versuchte, mit den Füßen den Boden zu spüren, um mich mit meinen Füßen im Sandboden „festzuankern“. So konnte ich ein Stück weiter ins Meer hinaus gehen, anstatt zu paddeln, um ein weiteres Abtreiben zu verhindern. Als ich die nächste Sandbank in 20 Meter Entfernung vom Strand erreichte, konnte ich von dort aus weiter paddeln. Hinter dieser Brechungslinie ließ auch die Strömung nach, so dass ich auf einer Stelle bleiben konnte. Das Wasser hat 15 Grad, was sich gar nicht so kalt anfühlt. Beim Paddeln wird einem ja auch warm, und die Sonne tat ihr übriges. Außerdem habe ich ja seit ein paar Wochen einen neuen Neoprenanzug, der innen gefüttert ist und so die Körpertemperatur gut hält, weil kein Wasser durchläuft. Eine gute Neuanschaffung!

In der halben Stunde, während der Marc am Strand stand, hat er wie immer gute Schnappschüsse von mir gemacht. Im richtigen Moment, wenn ich eine gute Figur in der Welle machte! Vielen Dank an meinen Starfotografen!

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Hier gleite ich am grünen Wellenkamm die kleine Welle entlang, immer weiter, gefühlt endlos…..und es fühlt sich immer wieder berauschend an, auf der Welle zu schweben…..

Nach einer warmen Dusche gab es dann gegen Mittag unser lang ersehntes Frühstück, ein Megaobstteller und danach eine spanische Tortilla, ein Kartoffelomelette mit Pilzen, Käse und Chorizo. Nach dem Frühstück unternahmen wir dann einen kleinen Strandspaziergang über die Strandpromenade in Richtung Supermarkt, um noch einige Vorräte zu besorgen. Nachmittags wurde es immer wärmer.

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Tagsüber hatten wir wirklich 23 Grad (links unten), dagegen rechts im Bild die Temperatur von Deutschland bzw. bei uns die Kühlschranktemperatur!😁😎

Auf dem Rückweg am Strand entlang beobachteten wir zwei einheimische Surfer, wie sie in den Wellen herumtollten. Da bekam ich sofort Lust auf eine zweite Surfsession am Nachmittag. Bei diesen sommerlichen Temperaturen war es auch echt keine Überwindung, noch einmal ins kühle Nass zu springen. Diesmal ging ich alleine Richtung Beach. Die Wellen wurden immer größer, allerdings habe ich hier gelernt, dass die Mittelmeerwellen nicht so brutal sind und man keine Angst vor der Höhe haben muss. So lag ich auf meinem Brett und sah einen Megabrecher von ca. 2 Metern auf mich zurollen, was blieb mir? Die Welle nehmen oder ihr entgegen paddeln, um über sie hinweg zu kommen und sie unter sich durchlaufen zu lassen. Ersteres ist Zielführender.

So drehte ich die Surfbrettnase Richtung Strand und begab mich in Startposition: Auf dem Bauch liegend schräg in Richtung Strand paddeln und warten, bis die Welle das Heck vom Surfbrett leicht anhebt, dann noch zwei weitere Paddelschläge, um in die Welle hineinzukommen und aufzustehen, den Take Off zu machen. Dies gelang mir mit Bravour, ich glitt die glitzernde fast senkrechte Wasserwand entlang………..gefühlt endlos.

Mir gelang es sogar, in der Welle etwas hoch und runter zu fahren. Ein Wahnsinnserfolg.

Danach wurde ich beim Hinauspaddeln mehrmals von dicken Brechern gewaschen und herumgewirbelt, so dass ich nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Salzwasser in Nase und Ohren, aber das kenne ich auch von anderen Tagen am Atlantik. Es war mir nicht mehr möglich, über die riesigen senkrechten Brecher aufs Meer hinter die Brechungszone zu kommen. Immer wieder spülten sie mich zurück Richtung Strand.

Voller Adrenalin surfte ich eine letzte kleine Welle bis zum Strand und beendete die Surfsession für den Tag. Denn man soll immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist.

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Strahlend geht es aus dem Wasser nach einer gelungenen Surfsession

Voller Stolz ging ich zum Campingplatz zurück und verkündete, dass ich mich 2020 für die Deutschen Wellenreitmeisterschaften in Frankreich anmelden werde. Im September dieses Jahres waren wir ja vor Ort, als der Wettkampf stattfand, und bei den Frauen über 40 hätte ich gute Chancen!

Surfen am Nikolaustag

Es ist kaum zu glauben, aber wir waren heute morgen tatsächlich zum Nikolaussurfen auf dem Mittelmeer. Die Wellen waren mit etw 2 Metern draußen immer noch recht hoch und brachen auch ziemlich „close out“, also in einer Linie, so dass an das Absurfen „grüner“ Wellen nicht wirklich zu denken war. Wir haben beide recht viele Weißwasserwalzen „erwischt“ und selbst dabei schon deutlich gemerkt, dass wir an die Grenzen unserer Bretter kommen. So bin ich mit Sonjas Brett besser klargekommen als mit meinem eigenen, und auch dabei sind uns die Dinge aufgefallen, die die Bretter eben nicht leisten. Unsere bisherigen Surfbretter sind eben mehr für Anfänger ausgelegt, d.h. sie verzeihen „falsche“ Kantenbelastungen und fahren relativ ungerührt mehr oder weniger geradeaus die Welle hinab. Genau diese Kantenbelastung ist aber notwendig, um in der Welle die Richtung zu verändern. Ein Brett zu haben, das jegliche Steuerversuche ignoriert, ist auf Dauer einfach nicht zielführend, und daher freuen wir uns schon sehr auf unsere neuen Surfbretter, die ja bereits in Euskirchen bei Sonjas Eltern auf uns warten.

Nach einiger Zeit kam die Sonne richtig heraus, und sie hat wirklich spürbar gewärmt. Da die Wassertemperatur allerdings nur 16 Grad betrug, sind wir nach einer Stunde ziemlich durchgefroren aus dem Wasser gegangen und haben uns unter der warmen Dusche aufgewärmt.

Anschließend gab es dann Frühstück, und wir haben teilweise tatsächlich im T-Shirt vor dem Wohnmobil auf den Campingstühlen gesessen. Ungefähr so hatten wir uns ein Überwintern in Spanien vorgestellt. Der Regen der letzten Tage ist damit schon vollständig vergessen, und wir freuen uns auf die nächsten Sonnentage mit Über 20 Grad.

Vom heutigen Tag gibt es keine Bilder, ebenso wie es von mir keine Surffotos gibt, denn Sonja ist irgendwie immer auf dem Wasser, wenn ich auch drauf bin… Sie hat aber versprochen, irgendwann eines zu machen, vielleicht glaubt mir dann auch mal einer, dass ich ab und an auf nem Brett stehe…

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Deshalb einfach noch mal ein altes Bild (2009) von Sonja… ist auch viel schöner anzusehen ;-)…
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…und von vor ein paar Tagen… Die Technik hat sich verbessert (sowohl Sonjas Surftechnik als auch die Fototechnik), das Brett geändert, aber Sonja hübsch wie eh und je…durch meine rosa Brille!

Nach unserem obligatorischen Strandspaziergang haben wir dann noch alte Fotos angeschaut, denn hier haben wir die Zeit dazu, und wir haben beschlossen, nun jeden Abend einige Zeit Bilder anzusehen, denn etwas mehr als 52.000 befinden sich auf dem Rechner, und es kommen ja fast täglich einige – mittlerweile aber deutlich weniger – hinzu.

Markttag in Oliva und Wassersportsession

Freitags ist Markt in Oliva und zwar nicht nur ein Touristenmarkt, sondern einer, bei dem die Einheimischen sich mit Obst und Gemüse eindecken. Sowohl Qualität, Frische als auch Preis lassen sich nicht mit dem Supermarkt vergleichen. Wir sind also bereits um 8:30 Uhr mit dem Fahrrad in Richtung Oliva aufgebrochen, haben zuerst noch den Hafen angesehen und sind dann zum Markt gefahren. Dort waren wir wirklich positiv überrascht und haben weit mehr als 10 kg Obst, Gemüse und Nüsse eingekauft, dafür haben wir deutlich weniger ausgegeben als im Supermarkt. Da unsere Gepäckkapazitäten dann schon ziemlich erschöpft waren, hat Sonja nur noch ein paar Kleinigkeiten im Aldi gekauft, und wir haben beschlossen, am Samstagvormittag erneut in die Stadt zu fahren, um die restlichen Vorräte aufzufüllen, da auf dem Markt eben zum Beispiel kein Käse angeboten wurde.

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Der Markt in Oliva, immer freitags und wirklich einen Besuch wert.

Als wir zurück am Campingplatz waren, wollten unsere Nachbarn gerade mit dem Auto in den Supermarkt fahren und haben uns netterweise angeboten, noch etwas Wasser mitzubringen. Da wir größere Massen schlecht auf dem Fahrrad transportiert bekommen und wir unseren EU-GO noch einige Zeit stehen lassen wollen, haben wir das Angebot gerne in Anspruch genommen und uns 30 Liter Trinkwasser mitbringen lassen. Damit können wir noch mal etwas länger als eine Woche überbrücken.

Am Nachmittag haben wir dann unsere SUPs aus der Surfbox geholt und auf einem testweise den Sitz zum kajakähnlichen Paddeln montiert. Erstmalig haben wir die Aufpumparbeit durch unseren Kompressor erledigen lassen, der über den notwendigen Druck von einem Bar nur müde gebrummt hat (denn er schafft mehr als 8 Bar). Das Aufpumpen hat ebenso wie mit der Handpumpe etwa 10 Minuten je Brett in Anspruch genommen. Allerdings spart es zwei mal 600 Hübe mit der Handpumpe, was vor allem rückenschonender ist. Außerdem ist der Strom auf dem Campingplatz ja eh bezahlt ;-).

Als wir dann mit den beiden SUPs auf dem Meer waren, schlief der Wind komplett ein (Super!) und die Wellen wurden wieder höher (fürs SUPen weniger toll). Also Beschloss Sonja kurzerhand, noch den Wellenreiter auszupacken und eine Surfsession anzuschließen. Da ich ja sowieso schon mit auf dem Wasser war, habe ich ein paar Fotos von Sonja gemacht. Außerdem habe ich auch versucht, einige Wellen anzupaddeln, allerdings sind diese für mich und mit Sonjas Wellenreiter doch etwas sehr klein gewesen. Dafür gibt es aber einige brauchbare Bilder von Surfingsonja in Ihrem Element:

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Miniwellen und eine strahlende Sonja
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Surfingsonja die Zweite… Die Welle, auf der sie surft, ist so klein, dass sie auf dem Bild kaum als solche zu erkennen ist.

Nach mehr als einer Stunde auf und im Wasser war es uns dann doch etwas kühl, und die Sonne ging unter. Also zurück zum EU-GO und anschließend unter die warme Dusche.

Anschließend lecker Abendessen und dann ins Bett, denn morgen dürfen wir ja zum Frühstück noch eimal 20 Kilometer Fahrradfahren um einzukaufen. Außerdem wollen wir morgen eventuell noch eine Waschmaschine waschen, denn danach soll es drei Tage lang immer wieder regnen. Wir werden sehen und lassen uns überraschen.

Strandspaziergang, Büro, Mikrowellensurfen, Sonnenuntergang…

ungefähr so lässt sich unser heutiger Tag zusammenfassen. Denn mit einem 6 Kilometer Strandspaziergang begann unser Tag, dann gab es Frühstück. Anschließend hab ich ein bisschen „Büro“ gemacht, denn auch das ist bei solch einer Reise ja hin und wieder notwendig. Rechnungen müssen kontrolliert und Kontostände abgeglichen werden, die Steuererklärung will ebenso vorbereitet, wie die Kosten unserer Reise im Blick behalten werden. Anschließend haben wir etwas gelesen, bzw. Mittagsschlaf gehalten, und dann hat Sonja befunden, dass die Vierzig-Zentimeter-Mittelmeerwelle hoch genug ist,  um von ihr gesurft zu werden, was sich überraschenderweise auch als tatsächlich funktionierend herausgestellt hat. Dazu hilft es sicherlich, dass Sonja schon verdammt gut und vor allem sehr leicht ist.

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Nachmittagssurfsession in Mikrowellen vor bezaubernder Kulisse

Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch einmal ein wenig über den Campingplatz gegangen und haben die atemberaubenden Farben des Himmels bewundert.

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Der Himmel sah heute wirklich ziemlich beeindruckend aus.

Anschließend gab es dann Abendessen, wie fast immer drei Gänge: Ein Salat vorab, eine warme Hauptspeise und dann noch ein Nachtisch.

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So sieht unser Zuhause aktuell bei Sonnenuntergang aus, mit frisch geschnittenen Hecken und Bäumen gleich viel aufgeräumter.

Nun ist der Tag schon fast wieder vorbei, und ich frage mich, wie wir die ganzen Aktionen in unserem früheren Leben in einen Tag gepackt haben. OK, alltägliche Dinge, wie Geschirrspülen, Wäsche waschen und trocknen, Wohnung reinigen, Einkaufen usw. nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch, da sowohl unsere Lagermöglichkeiten begrenzt sind, als auch keine eigenen Maschinen zur Verfügung stehen. Selbst mit den Wegen von und zum Waschhaus (Toilette, Zähne putzen, Spülen) kommen am Tag schnell mal 1,5 bis 2 Kilometer Strecke zusammen, die auch etwas Zeit benötigen. Kurzum, es dreht sich alles mehr um die essentiellen Dinge des Lebens. Zudem schlafen wir wirklich viel, da das Leben an der frischen Luft irgendwie anstrengend ist.

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Da Sonja unbedingt auch mal ein Foto von mir auf der Homepage haben wollte (ja ich bin tatsächlich auch dabei!)… hier ist es nun bei unserer abendlichen Campingplatzrunde aufgenommen.

Morgen früh geht es dann mit dem Fahrrad zum Markt von Oliva, um unsere Vorräte wieder aufzustocken und vielleicht noch ein wenig die Stadt anzusehen.

Aktuell werden wir immer wieder gefragt, wie (und wo) wir Weihnachten und Sylvester  verbringen werden, aktueller Stand: Wir wissen es selbst noch nicht, da wir das Ganze vom Wetter und unserer Lust abhängig machen wollen. Zunächst planen wir eine weitere Woche hier zu bleiben, um dann irgendwann mal weiter gen Norden zu fahren. Wann und wie?!? Wir werden sehen…

Oliva erkunden und Hausarbeit

Nachdem gestern bereits der EU-GO wieder seine Reinigung erhalten hat und auch das Frischwasser wieder befüllt war, kam heute die Wäsche dran. Bevor wir aber die Waschmaschinen benutzen durften, musste man sich erst um 9 Uhr am Büro des Campingplatzmanagers anstellen und in eine Liste eintragen (immer nur für den jeweiligen Tag) und anschließend dann die notwendige Waschmarke käuflich erwerben. Die Waschmaschine kostet pro Ladung 4€, und sonntags ist kein Waschen möglich. Bislang hatte ich immer geglaubt, die Deutschen sind, was Bürokratie an unnötiger Stelle angeht, immer ganz vorne, aber diese Waschverwaltung und Organisation ist wirklich nicht schlecht. Jedenfalls haben wir dann erst für 10:30 Uhr eine Waschzeit ergattert, so dass wir noch gut eine halbe Stunde am Strand spazieren gegangen sind.

Während die Waschmaschine dann lief, ist Sonja noch einmal ins Mittelmeer gesprungen und hat die letzten Reste der immer kleiner werdenden Wellen ausgenutzt. Anschließend hatte sie ein sehr gutes Argument, die Wäsche nicht aufhängen zu können, denn ich hatte die Leinen (wegen der Hecken und Bäume) so hoch aufgehängt, dass sie schlicht nicht herankommt. Da wir diesmal so viel Wäsche und in dieser Maschine so viel „Kleinkram“ hatten, gingen uns die Wäscheklammern aus. Ohne Klammern kann man hier nichts hinhängen, denn der Wind ist doch immer wieder sehr heftig, so dass alles heruntergeweht werden würde. Letztlich ist aber noch alles trocken geworden und liegt nun wieder gefaltet und wohlriechend im Schrank. Für die nächsten Tage werden wir dann vermutlich noch zwei Maschinen waschen, denn Bettwäsche und Handtücher ebenso wie noch eine Ladung „normaler Wäsche“ wollen auch noch gereinigt werden. Das Wetter sollte passen, wenn wir dann noch das Glück haben,  eine der beiden Waschmaschinen zu ergattern, dann sollte das funktionieren.

Nach der Waschaktion sind wir dann mit den Fahrrädern nach Oliva geradelt (etwas über 6 Kilometer entfernt) und haben auf einigen Umwegen dann auch den Aufstieg zum Castillo gefunden. Von dort oben hat man einen sehr schönen Ausblick über die gesamte Region.

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Der Blick vom Castillo in Richtung „unseres“ Campingplatzes. Gut zu erkennen sind die Orangen und Mandarinenplantagen, aber auch die gewöhnungsbedürftige Architektur der Häuser. Immerhin ist hier die Küste nicht mit Betonklötzen zugebaut wie vielerorts in Spanien.

Der Weg führte fast die gesamte Zeit an Orangen- und Mandarinenbäumen vorbei, deren Früchte aktuell auch geerntet werden. Vielleicht hat der ein oder andere Leser also eine Frucht unter dem Weihnachtsbaum liegen, an der wir heute direkt vorbeigeradelt sind.

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Weiter hoch ging es mit den Rädern nicht mehr, wir sind daher zu Fuß und nacheinander die letzten Meter zum Castillo aufgestiegen.

Besonders der Hinweg hatte es in sich, denn der Wind blies fast die gesamte Zeit mit ziemlicher Kraft entgegen. Nach einer Rundfahrt durch die Altstadt und einem Stop beim Discounter der Gebrüder Albrecht (Aldi) ging es dann mit wirklich hoher Geschwindigkeit (deutlich über 30 km/h) zum Campingplatz zurück. So macht Wind dann wieder Spaß. Insgesamt waren wir 22 Kilometer unterwegs und haben immerhin 163 Höhenmeter zurückgelegt, wobei uns diese leichter gefallen sind als das „gegen-den-Wind-anstrampeln“auf der Hinfahrt. Zurück am EU-GO, dann Wäsche abhängen, falten ein bisschen mit Nachbarn quatschen und dann Abendessen. So schnell ist der Tag auch wieder vorbei.

Die alte Stadt Cartagena und eine lange Fahrt nach Oliva

Nach einer sehr ruhigen und entspannten Nacht in Cartagena haben wir uns aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Cartagena soll angeblich 3000 Jahre alt sein, und tatsächlich waren in jedem Loch, das für Bauarbeiten ausgehoben wurde, irgendwelche alten Mauern zu erkennen. Unter anderem gibt es auch ein römisches Bad, aber das kennen wir sowohl von Trier als auch von Zülpich, also für uns nicht sooo besonders, auch wenn die Technik der damaligen Zeit durchaus beeindruckend ist. Die Stadt Cartagena liegt jedenfalls an einem sehr großen Naturhafen und stellt den größten Marinestützpunkt Spaniens am Mittelmeer. Außerdem gibt es eine Universität. Sehr viele wunderschöne Gebäude lassen sich allerdings kaum wirklich bewundern, da die Straßen und Wege so eng sind, dass man nicht genug Abstand gewinnen kann, um diese in voller Pracht oder als Gesamtes zu erfassen und bestaunen.

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Der Blick vom Hafen auf die Stadt Cartagena ist schon beeindruckend. Leider ist das auch der einzige Bereich, wo etwas mehr Platz vor den Gebäuden ist.
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Das Rathaus von Cartagena liegt ebenfalls recht nah am Hafen.

Nach unserem Stadtrundgang, der diesmal nur knapp 12 Kilometer lang war, sind wir in Richtung Norden aufgebrochen. Eigentlich wollten wir nach La Manga del Mar Menor fahren und dort länger Station machen, aber da die riesige Salzwasserlagune vor einigen Wochen (ebenso wie der Max-Eyth-See an unserer vorherigen Spazierrunde in Stuttgart) komplett „umgekippt“ ist und alle Fische und Pflanzen gestorben sind, haben wir uns das verkniffen. Auch darauf hat uns Stefan gestern noch aufmerksam gemacht, und wir haben ein wenig weiter nachgelesen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns das nicht antun müssen. Da wir ja bekennende Hasser von Touristenhochburgen sind und weiter nördlich dann Alicante und Benidorm mit den Bettentürmen und absolut zugebauter Küste folgten, sind wir noch weiter bis kurz vor Oliva gefahren. Sonja hat die dreistündige Fahrt hervorragend und ohne Zwischenfälle gemeistert. Unser Bedarf an Sonderaktionen und Abenteuer ist nach den letzten beiden Tagen auch erst einmal gestillt. So kamen wir dann um 16 Uhr in Oliva an und haben auf dem Campingplatz Olé eingecheckt. Anschließend haben wir gegen 17 Uhr unser vermutlich spätestes Frühstück der bisherigen Reise eingenommen.

Unsere Parzelle liegt etwa 50 Meter Luftlinie und ebenso weit zu Fuß vom Meer entfernt, fast direkt hinter der Düne. Hier planen wir,  noch mal ein wenig Urlaub zu machen, denn in Raddistanz gibt es einiges zu entdecken, der Strand ist wunderschön, und es laufen aktuell sogar Wellen, so dass eventuell Wellenreiten möglich sein könnte. Das Wetter soll die nächsten Tage mehrfach die 20°C Marke knacken, und das Wasser ist mit 17°C auch nicht sooo kalt.

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Der Strand direkt am Campingplatz. Wunderschön im Abendlicht, allerdings heute auch windig, und daher fühlten sich die 15°C schon recht kühl an, vielleicht auch wegen unser etwas geringen Nahrungszufuhr bisher…